Denkstudio J. Becker - Blog

Raum- und personenbezogene Rhein-Main-Geschichten werden hier in lockerer Folge ohne direkten Bezug untereinander dargestellt. Der Informationscharakter solcher Notizen steigt, wenn dargestellte Sachverhalte gebündelt werden. 

https://ichbinfrei.djv-hessen.de/arbeiten/joerg-becker/

 

Zeitwohlstand, Zeitnotstand oder Zeitsouveränität? Man muss man sich fragen, ob wir nicht längst zu Sklaven unseres eigenen Fortschrittstrebens geworden sind. Neue Möglichkeiten der Zeiteinsparung produzieren nur noch mehr Zeitnot. Die aber im Zeitalter der Beschleunigung aufwachsen, kennen nichts anderes. Beschleunigung wird mit großer Selbstverständlichkeit gelebt. 

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Eigenverleger Homo sapiens - Meetings in der Artenhierarchie

Könnte sich der Homo sapiens mit dem Vorantreiben des Maschinendenkens vielleicht selbst in eine Abhängigkeit manövrieren und den menschlichen Geist zum Auslaufmodell werden lassen? Denn in den gut zwei Milliarden Jahren des Lebens auf der Erde ist es bisher noch keiner Spezies gelungen, sich dauerhaft an der Spitze der Artenhierarchie zu behaupten. 

Atemlos in der Hektik des Alltags: wie wichtig sind Pausen? warum soll es gut sein, ständig unter Strom zu stehen? warum haben wir immer zu viel zu tun? Geschäftsmodelle scheinen längst nicht mehr so stabil und langfristig wie einst angelegt zu sein, sondern müssen sich in immer kürzeren Zeitintervallen geradezu neu erfinden. Das mag zwar spannend sein, erzeugt aber erheblichen Veränderungsdruck. Aber: nur wer  Arbeit hat, kann sich wünschen, weniger zu arbeiten. 

DJV Wettbewerb Ausschreibung Freie Journalisten

Mi

25

Mai

2022

Future - ohne heute gibt es kein morgen

Strukturen der Gegenwart und mögliche Störereignisse der Zukunft. Zukunft = vorweggenommene Gegenwart: da Strategien immer Zukunft sind, ergibt sich hieraus die Frage nach Mess- und Quantifizierbarkeit von Zukunft. Zukunft beinhaltet aber auch immer die Komplexität mit zahlreichen finanziellen und nichtfinanziellen Aspekten. Zukunft entwickelt sich in Prozessketten aus dem Heute, d.h. zur Quantifizierung von Zukunft müssen die in diese Zukunft führenden Prozessentwicklungen und deren Ursachen analysiert werden, d.h.: durch Messung der früher gelegenen Faktoren die Zukunft der später folgenden Faktoren messen. Um eine Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, verknüpft ein Entscheider jedes Ereignis mit einer Eintrittsmöglichkeit zwischen 0 und 1, d.h.: ein Ereignis ist umso wahrscheinlicher, je mehr seine Wahrscheinlichkeit sich dem Wert 1 annähert. 

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So

22

Mai

2022

Abi63 - Inspiration nicht ohne Musik und Werken

Der Einfluss der Technik macht sich schon in der Schule bemerkbar. Solche Fächer, wie Musik, Werken und Religion, verlieren immer mehr an Bedeutung und wenn die Entwicklung so weiter geht, werden diese Fächer bald völlig vom Lehrplan verschwinden. Man legt keinen Wert mehr auf diese sogenannten nichtcharakteristischen Fächer, die doch so wichtig für die Erziehung eines jungen Menschen sind. Immer mehr konzentriert sich der gesamte Bildungsweg auf ganz bestimmte Fächer, wie Deutsch, Englisch, Mathematik und Physik. Und warum ? Weil man diese Fächer hauptsächlich für einen technischen Beruf benötigt. Der Volksschüler, der seine Schulzeit beendet hat und nun einen Beruf ergreift, geht unter in der Masse der Arbeiter. Wie viele von ihnen haben noch eine echte Beziehung zu ihrem Beruf, das, was man als Berufsethos bezeichnet ? Die wenigsten, denn viele von ihnen sind durch die ständig steigende Automatisierung und Rationalisierung zu Fließbandarbeit verurteilt. Und wer will behaupten, dass eine solche Arbeit einen Menschen voll ausfüllen und befriedigen kann ? So spielt bei der Berufswahl heute vielfach nur noch das Geld eine Rolle. Auch diese Erscheinungen sind alle durch die Technik bedingt.

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Do

19

Mai

2022

Krisen - Geld und Schulden

Jeder Student der Betriebswirtschaft hat einmal gelernt: Fallen die Preise (aufgrund des Wettbewerbs) bei ständig steigender Produktion, erreichen sie irgendwann einmal den Punkt, ab dem sie keine Gewinne mehr einbringen und die Grenzkosten für jede zusätzlich produzierte Einheit gegen Null tendieren. In Ansätzen beispielsweise bereits zu besichtigen an der Entwicklung von Print- zu Online-Publikationen. Krisen sind zum fast schon gewohnten Begleiter geworden: die Welt als globale Maschine zur Verwertung von Kapital vor dem Hintergrund entfesselter Geld- und Schuldenproduktion. Es scheint ein Punkt erreicht, an dem verschiedenste Thesen aufeinanderprallen: beispielsweise erdachte Szenarien von übermorgen, die man erst nach Jahrzehnten widerlegen könnte, d.h. erst dann, wenn es zu spät ist, an den Entwicklungen noch etwas zu ändern. Vor solchem Hintergrund wären manche Nostalgie und Rückbesinnung eher von Vorteil.

 

 

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Di

17

Mai

2022

J. Becker Denkstudio - Zeitalter der Beschleunigung

So wie es früher beschaulicher zuging, wurden durch den höheren Zeitverbrauch damals auch viele Alternativen zunichte gemacht (der Druck der Alternativen war geringer). Vieles war einfacher: der Rahmen für Entscheidungen blieb für längere Zeiträume konstant. Da sich die Welt nicht so rasend schnell zu verändern schien, blieb die Unsicherheit in Fragen der Berufs- und Lebensplanung vergleichsweise überschaubar. Die aber im Zeitalter der Beschleunigung aufwachsen, kennen nichts anderes. Beschleunigung wird mit großer Selbstverständlichkeit ge(durch)lebt. Dass Konsequenzen in Zeiten des rapiden Wandels weniger vorhersehbar sind, stört dabei nur wenig. Alles virtuell und in Echtzeit, darauf kommt es an. Ein Nachlassen des Tempos würde wohl eher als langweilig empfunden.

 

 

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So

15

Mai

2022

Damals - Gedankenwelt eines Kriegsgefangenen

Bist Du Amboss, sei geduldig, bist Du Hammer, schlage zu! Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt! Wenn Du geliebt sein willst – so liebe! Auch die Wüste hat ihre Brunnen. Trau dem nicht, der Dir schmeichelt. Wer viel von sich hält, hält viele von sich. Alles verstehen heißt alles verzeihen. Nicht wer wenig hat, sondern wer viel wünscht ist arm. Weise ist, der von jedermann lernt. Der billigste Luxus: der gute Geschmack. Je weniger Du vom Leben verlangst, desto mehr bietet es Dir. Baum und Mensch: wohin er neigt, dahin er fällt. Misstraue der Menschheit, doch nie dem Menschen! Feuer fängt mit Funken an. Honig ist der Mücken Tod. Kranken Augen tut das Licht weh. Wer im Unglück treu ist, besitzt Ehre.

 

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Fr

13

Mai

2022

Performance Brainstorming Meetings

Zeitfresser Meeting: den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Manager in Meetings. Nicht etwa mit konzentriertem Arbeiten oder strategischen Überlegungen. Nein, sie sitzen in immerwährenden Gesprächsrunden mit Kollegen, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern zusammen. Darf man das, was sich an vielen runden Tischen abspielt, wirklich zur produktiven Arbeitszeit zählen? Meetings, so ein geflügeltes Wort, sind das, wo viele reingehen, aber nichts herauskommt. Eben klassische Arbeitsverhinderungsmaßnahmen. Der Meeting-Wahn ist überall. Diskussionen, Brainstorming und wenig Lösungs- und Entscheidungsfindung. Damit die Sache nicht aus dem Ruder läuft, braucht es in jedem Fall einen Gesprächsleiter, der als Moderator taugt. Er sollte nicht nur fachlich gut sein, sondern auch rhetorisch und sozial kompetent. Denn jede Sitzung ist immer nur so gut wie ihr Leiter. Ein guter Moderator muss sich zurücknehmen können. Moderator ist kein Posten für Selbstdarsteller. Auch nicht für Kontrollfreaks, die ein Meeting leicht als Kontrollinstrument missverstehen könnten. Vorgesetzte neigen nur allzu oft dazu, Monologe zu halten. Die eigentlichen Fachleute haben dann nur wenig Chancen, zu Wort zu kommen.

 

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Di

10

Mai

2022

Abi63 Hanau - Transformation Abitur und Zeugnis

Klassentreffen - Die Ehemaligen staunen, was aus ihnen geworden ist. Man hat nicht das Gefühl, dass dabei irgendwas bewertet wird: es ist, als begründete die gemeinsame Wegstrecke von einst ein Interesse an der Person, das vor oberflächlichen Urteilen schützt. Zu Schulzeiten gab es die Notenskala der Schule als einheitlichen Maßstab, an dem Erfolg gemessen wurde. Am Ende stellte sich heraus, dass es gar nicht auf die Eins ankommt. Hatte damals ohnehin kaum einer in seinem Zeugnis stehen. Oder doch, dann wäre das jetzt ein guter Augenblick, das richtig zu stellen. Entscheidend war wohl eher, seinen Weg zu gehen. Die Messlatte ist die eigene Zufriedenheit. In den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Abitur ist das Interesse an Klassentreffen meist noch gering. Weil alle mit sich selbst beschäftigt (Studium, Beruf, Familie) sind. Was soll eine Vergangenheit, wenn das gegenwärtige Leben von Tag zu Tag neue Perspektiven eröffnet? Doch später beginnt man, wieder bewusster auf die eigenen Wurzeln zu blicken.

 

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Mo

09

Mai

2022

Entscheidung: Offensiv agieren oder defensiv reagieren?

Es geht um Risikobewusstmachung bei allen Entscheidungen und Handlungen: je nach Unternehmensphilosophie müssen möglichst die vorhandenen Wertstellungsprofile und Risikoneigungen der Entscheidungsträger erfasst werden: die Extrempunkte bilden einerseits risikofreudige sowie andererseits risikoscheue Einstellungen. Beeinflusst werden diese u.U. durch die sich als Gegenpol bietenden Chancenprofile. Ausgelotet werden sollte, ob und wo unter Umständen Unsicherheiten im Datenkranz der Planung liegen bzw. welcher Art diese Risiken sind. Risikomodelle liefern zwar Informationen für die risikoorientierte Steuerung, machen aber die bewusste Entscheidung der Verantwortlichen nicht überflüssig, d.h. sie  sind nur Abstraktionen von der Realität.

 

 

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So

08

Mai

2022

Alte Geschichten - Fliegen als Menschsein

Es geht um: Zeitgeist und Atemlosigkeit, Technik und Menschsein, Starts und Landungen im nassen Element, Nachdenken über sich selbst und die Welt, nicht glatt und fein sondern kernig, der Pommer Ernst Becker wie ein auf den Kopf gestellter Bayer. Mit vielen Gedankenflügen nicht nur zur eigenen, sondern auch zu anderen noch ungewiss hinter dem Horizont scheinenden Lebenslinien. Von den Anfängen der Fliegerei bis in die Digitalwirtschaft, eine Art von ewigem Gedächtnis, was geschrieben gefilmt, fotografiert oder gescannt wird landet früher oder später im Computer. Auf keinem Gebiet der Technik ereigneten sich so sprunghaft kühne Fortschritte wie im Flugwesen, die Entwicklung ist von Beginn an unaufhaltsam fortgeschritten. Der erste und größte Flugpionier der Menschheit war Leonardo: Flugzeug, Fallschirm, Hubschrauber, alles hat er vorausgedacht, gezeichnet, beschrieben. Unwürdig schien es ihm, immer an die Erde gefesselt zu sein. Fliegen war schon für ihn mehr als nur eine Frage der Technik. Es war ihm eine Frage des Menschseins. Als er noch Kind war zogen eines Tages Kraniche über ihn hinweg, mit gemessenem Flügelschlag, majestätisch in ihrem Reich der Lüfte. In Ungeduld bewegte er seine Arme wie Flügel. Doch sie hoben ihn nicht. Ist es ein Wunder, dass ein solcher Mensch sich danach sehnte, seinen Körper von der Erdenschwere zu lösen, dass er nach Flügeln suchte, die ihn nach den freien und unbetretenen Gefilden der Höhe tragen sollten?

 

 

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Sa

07

Mai

2022

Job der Wirtschaftsförderung

Sind Diskussionen über Standortmaßnahmen manchmal mit zu engem, isoliertem Blickwinkel (zu starke Ausrichtung auf Einzelprobleme), mit zu wenig ganzheitlichem Denken geführt worden? War die Bewertung des Standortes in Gesprächen mit Investoren manchmal zu wenig konkret, zu schwammig, überwiegend mit Allgemeinplätzen ausgedrückt? Sind manchmal Schwierigkeiten aufgetreten, wenn man die Beziehungen, Wirkungen, Hebeleffekte, Rückkoppelungseffekten zwischen Standortfaktoren und -maßnahmen vollständig überblicken/überprüfen wollte? Fehlte es in Abstimmungs-/ Moderations-/ Planungsverfahren manchmal an einer gemeinsamen Kommunikationsplattform/ Verständigungsbasis? Wurden manchmal Hilfsmittel vermisst, um mit der komplexen Standortmaterie nicht so eng vertraute Personen (beispielsweise im Rahmen von Diskussionen und Entscheidungsprozessen) möglichst schnell auf einen gemeinsame Informations- und Kenntnisstand bringen zu können? Konnten Strategien, Prioritäten und Potenziale im Zusammenhang mit Standortfragen immer schnell, eindeutig und auf gemeinsamer Kommunikationsbasis definiert und erklärt werden?ilfHilfs

 

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Do

05

Mai

2022

Management - was Kennzahlen aussagen

Das wichtigste Element einer Kennzahl bleibt ihr Informationscharakter, um auch komplizierte Tatbestände in konzentrierter Form quantifizieren zu können. Die rechnerische Kennzahlenzerlegung wird erst dann fruchtbringend, wenn sie zu Kennzahlenbündeln führt, die vorhandene Informationen sinnvoll ordnen. Kennzahlenbündel haben die Aufgabe, die Spitzenkennzahl des Systems analytisch bezüglich der sie dimensionierenden Einflussgrößen zu erklären. Zum Wesen eines Kennzahlensystems gehört daher die Beantwortung der Fragen nach Verhältnismäßigkeit (durch Kennzahlenvergleich) und Ursächlichkeit (durch Kennzahlenzerlegung).Entscheidend ist, dass man nicht einer Kennzahlengläubigkeit verfällt und ihnen nicht bei allen Entscheidungen nur noch sklavisch folgt.

 

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Mi

04

Mai

2022

Hola Abi63 Klassentreffen - Digitalisierung Dialog

„Also was ist nun mit Wolfgang und Rudi?“

„Die halten sich bei Klassentreffen immer diskret zurück.“

„War´n die denn zum fünfzigsten da?“

„Weiß ich auch nicht genau.“

„Echt nicht?“

„Da muss ich erst nachschau´n“

„Und wo bitteschön?“

„Natürlich auf meinem Handy!“

„Dein Handy weiß mehr als du?“

„Na klar, das ist doch alles drauf, was ich zum Denken brauch´.“

„Und war´n die nun da oder nicht?“

„Guck´ doch selbst auf dein Handy“

„Aber ich hab´ doch gar kein Handy“

„Ewig gestriger Trottel.“

„Also was jetzt nu?“

„Die war´n da, sagt mir jedenfalls mein Handy.“

 

„Im digitalen Nichts verschollen?“

„Wenn ja, nicht finden heißt: nicht existieren.“

„Stimmt, das Datenvolumen im Internet wächst ja immer rasanter“.

„So wie die Staatsbibliotheken alle Büchern sammeln, archiviert auch eine 1996 gegründete Non-Profit-Organisation, das Internet Archive, alte Websites dieser digitalen Bibliothek: Universaler Zugang zum Wissen. Homepages, zum Teil auch weiterführende Links, werden mit Screenshots aufgesammelt.“

„Internet Archive sind vielleicht dann das Google historischer Homepages.“

„Und sind quasi eine Zeitreise in die Geschichte des Internets.“

„Also auch zu Rudi und Wolfgang?“

„Wär´ doch möglich. Die durchschnittliche Halbwertzeit einer Website beträgt angeblich gerade einmal hundert Tage.“

„Obwohl wir meinen, das Netz vergesse nie. D.h., was einmal im Netz landet, hätte Bestand und wäre für die Ewigkeit eingemeißelt?“

„Na ja, tatsächlich werden Websites aber haufenweise gelöscht.“

„Stimmt, wen interessiert schon das Geschwätz von gestern“.

„Auch im Internet ist eben auch so manches vergänglich. Die Meldung „page not found“ gehört zum Alltag.“

„Obwohl Informationen irgendwo in den Tiefen doch noch lagern können.“

„Man kann sie eben nur nicht einsehen, da nicht mehr mit dem originären Link verknüpft“.

„Die sichtbare Seite wurde eben überschrieben.“

„Was aber bedeutet: alte Daten durch das Speichern neuer Daten zu zerstören.“

„Damit geht auch Wissen verloren?“

„Ist eben so, mit der digitalen Expansion des Internet kann so oder so kaum noch einer mithalten.“

„So werden bei Internet Archive also eine Milliarde Seiten pro Woche gesammelt?“

„Ist doch gut, manche Experten verlangen deshalb, elektronisch gespeicherte Informationen mit einem Verfalldatum zu versehen.“

„Ein Problem: das Recht auf Vergessen beschneidet das Recht auf Information.“

„Sicher, es geht um die Frage, wer die Geschichte des Internets schreibt.“.

„Das Internet Archive kämpft gegen das Vergessen an. Alles, was dabei zutage gefördert wird, ist nicht durch Google-Algorithmen vorgefiltert.“

„Also im Ergebnis nicht verzerrt?“

„Nee, das Netz wird sozusagen in seiner Wirklichkeit abgebildet.“

„Vielleicht findet man ja auf diesem Weg auch wieder einmal etwas über Rudi oder Wolfgang.“

„Wäre doch schön.“

 

 

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Di

03

Mai

2022

Markt Management Performance

In der Politik ist realer Decision Support häufig unerwünscht: externe Expertisen, die sie manchmal sogar selbst in Auftrag gegeben hat,  werden von der Politik kaum oder eher flüchtig gelesen, geschweige denn befolgt. Im besten Fall werden sie zur Kenntnis genommen und dann im sogenannten demokratischen Procedere so zerfleddert und verfälscht bis sie zu nichts mehr taugen. Gegebenenfalls werden solche Expertisen noch als Vorwand für Missstände hergenommen. Wenn aber Expertisen bloß Ablenkungsmanöver sind, könnte man auch gleich ganz auf sie verzichten. Es gilt das alleinige Urteil des Marktes? Der in einem trügerischen Bild alles richtende Markt kann mit seinem Urteil auch sehr ungerecht werden. Und dies nach beiden Seiten hin. Das Band zu den individuellen Leistungen und Fähigkeiten eines Managers ist oft so locker, dass es manchmal kaum noch wahrnehmbar ist (manchmal gibt es überhaupt keines). 

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Mo

02

Mai

2022

Alte Geschichten - Vom Himmel zurück zur Erde

Einmal fragte den Flieger in Pommern ein Freund, ob Piloten eigentlich Zuneigung zu ihren Maschinen empfinden, ungefähr so wie Matrosen für ihr Schiff. Die unerwartete Frage war ein Auslöser für etwas, was Becker schon lange vergessen glaubte: „Mein Flugschüler damals fühlte ein hartes Vibrieren, so als würde man den Finger auf eine angeschlagene Klaviersaite legen. Sein Blick geht hinaus aus dem Fenster der Maschine, gleitet an der Unterseite des Flügels entlang und fällt auf das rechte Querruder, das auf- und ab zuckt, so wie das Ruder eines Bootes, das die Tragfläche hebt und senkt. Der Lärm der Motoren nimmt zu, der Sturm zieht am Rumpfbug vorbei durch die Ritzen der Windschutzscheibe. Die Maschine macht eine Spiralbewegung und taucht mit der Nase voran der Erde zu. Die Arme des Flugschülers kleben am Körper, sein Hinterteil ist fest in den Sitz gepresst. Er zieht das Rad, so sehr er kann, an seine Brust heran. Die Motoren laufen langsamer, denn sie mahlen nutzlos im leeren Raum, das Flugzeug bleibt stehen, scheint mit der Spitze nach oben in der Luft zu hängen. Der Rumpfbug beschreibt eine abfallende Kurve wie ein Schwimmer, der vom Brett schwimmt. Der Flugschüler glaubt, dies sei der schlimmste Augenblick seines Lebens, und schließt einfach die Augen vor ihm. Plötzlich lässt der Druck nach. Der Flieger hat wieder das Steuer übernommen, lässig in seinem Sitz hängend, nur eine Hand auf dem Rad. Die Maschine schlingt und hüpft noch etwas. Der Flieger übergibt seinem Schüler erneut das Ruder: Achte darauf, dass die Maschine die Horizontlinie schneidet, damit sie ausgerichtet und waagrecht liegt. Und kümmere dich nicht darum, was die Steuerung macht. Betätige alle Griffe und Pedale nur, um das Flugzeug auf der Horizontlinie zu halten. Der Schüler kapiert endlich: Alle Bewegungen basieren auf Wechselwirkung: eins hat das andere zur Folge. Er entspannt sich etwas. Der Flieger übernimmt wieder selbst das Rad, behandelt den Wind ganz persönlich und lässt sich von ihm nicht narren. Das Flugzeug bricht in den starken Böen nach links und rechts aus, das Heck hebt sich, die Motoren rasen wie eine Schiffsschraube, die aus dem Wasser ragt. Eine halbe Stunde später landen sie wohlbehalten, die Welt erwacht langsam wieder zum Leben. Wie ihn der Boden stützt und trägt, ein unbeschreibliches Gefühl.“

 

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Fr

29

Apr

2022

Schnelle Kommunikation Potenzialausschöpfung

Die allgemeine Entwicklung ist gekennzeichnet durch weltweite Vernetzung durch Massenmedien, Image und Kommunikation als Erfolgsfaktoren, zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, Potentialausschöpfung über schnelle Kommunikation, Schlüsselrolle der Medien für Unternehmensperspektiven. Die Entwicklung neuer Informationstechniken hat unsere Welt schneller gemacht, was zeitnahe Anpassungen erfordert. Aus dieser Entwicklung folgt u.a.

Zukunftsorientierung: der rein vergangenheitsorientierte Umgang mit Steuerungsinformationen bietet keine ausreichende Basis für die Zukunftssicherung,

Komplexitätsreduktion: erfordert aktive Unterstützung durch Analyseprozesse,

Szenarien: die Fähigkeit, alternative Szenarien interaktiv zu modellieren, ermöglicht die Simulation von optionalen Zukunftsstrategien,

Soft Facts: Neben Kennzahlen ist auch die Integration von „weichen“ Informationen notwendig. Das Hüten einer immer weiter verfeinerten Controlling-Toolbox hilft nicht, wenn nicht gleichzeitig Status quo, Geschäftsmodell und Instrumente ständig hinterfragt und überdacht werden.

 

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Fr

29

Apr

2022

Zukunft von gestern: Cockpit eines Fliegers

Pommern: dort ist er, der ehemalige Flieger, geboren und aufgewachsen. Mit viel Grün und Wasser rund herum. Dort hat er das Fliegen gelernt und war mit Herz und Leidenschaft dabei. Kaum eines der damaligen Fluggeräte, mit dem er nicht geflogen ist. Ein Traum seiner Kindheit war in Erfüllung gegangen. Doch fand dies alles ein allzu schnelles Ende. Seine Heimat zerfiel in Schutt und Asche. Lange hat der ehemalige Flieger alles versucht, sie in seiner Erinnerung so weiterleben zu lassen, als wäre er erst gestern fortgegangen. Doch vergeblich. Die Zeit legt ihren Schleier drauf. Zuerst ganz zart, kaum merklich. Doch unerbittlich immer dichter. Bis er dann nur noch ferne Vergangenheit spüren konnte.

 

Als Ende der zwanziger Jahre das Flugzeug als Verkehrsträger an Bedeutung gewann, begann man die Cockpits mit Instrumenten für den Blindflug aufzurüsten. Elektronische Funkfeuer als Navigationshilfen waren noch unbekannt. Lediglich manuell betriebene Peilstationen an einigen Flughäfen waren in der Lage, die Piloten mit Kurspeilungen zu unterstützen. Da es zu dieser Zeit noch keinen Sprechfunk gab, bediente man sich offizieller Drei-Buchstaben-Codes im Morsealphabet. Eine Flugsicherung war wegen damals nur weniger Flugbewegungen nicht erforderlich. Lediglich in Flugplatznähe wurde durch Peilfunker gegebenenfalls eine Landefolge festgelegt (wenn sich tatsächlich einmal mehrere Flugzeuge dem Platz gleichzeitig näherten). Ein Rauchofen auf dem Flugfeld zeigte dem anfliegenden Piloten die Windrichtung an. Auf der Strecke navigierten die Piloten überwiegend nach Sicht und folgten bekannten Bodenmerkmalen. Für den Landeanflug waren akzeptable Wetter- und Sichtverhältnisse nötig. Ein Flug nach Bodenmerkmalen während der Nacht barg unkalkulierbare Risiken.

 

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Do

28

Apr

2022

Krisen Changemanagement - Wandel des Denkens

Um vielfältige Krisen zu verstehen, muss man sich eine extrem breit angelegte Anschauungswiese zu eigen machen und Situationen immer aus einem ganzheitlichen Zusammenhang heraus analysieren. Um von statischen Strukturen hin zu dynamischen Strukturen des Wandels zu gelangen. Aus dieser Perspektive betrachtet, erscheinen Probleme oder Krisen als ein Aspekt der Umwandlung: es gibt einen Zusammenhang zwischen Krise und Wandel. In aufeinanderfolgenden Wachstumsphasen wiederholt sich ein Muster von Herausforderung und Antwort, das Konzept der fluktuierenden Strukturen. Ganzheitliches oder auch strategisches Denken fördert den schöpferischen Prozess von Herausforderung und Antwort, einen zyklischen Rhythmus von Wechselwirkungen und Rückkoppelungen, verhindert Stillstand ohne Lösung. In diesem Zusammenhang taucht öfters auch die Bemerkung vom „Paradigmen-Wechsel“ auf, eines Wandels des Denkens und der Wahrnehmungen, die eine besondere Sicht der Wirklichkeit bewirken. Die derzeitigen Umwälzungen könnten tiefergreifender als manche vorangegangenen ablaufen, weil das Tempo des Wandels schneller als je zuvor ist, weil die Veränderungen heue umfassender ausfallen und im Rahmen der Globalisierung den ganzen Erdball betreffen können. 

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Di

26

Apr

2022

Hola Hanau - Abi63 bei Brüder Grimm

Hanau mit seinen Brüder Grimm war der Ort, wo in den Marktstuben, mitten in der Stadt mehr als fünfzig Jahre alle Klassentreffen und ihre Gespräche stattfanden. Auch an einem von seiner Industrie geprägten Standort müssen Kunst und Kultur nicht zu kurz kommen. Im Sinn von Life-Balance sorgen sie für Ausgleich, Ergänzung und Begleitung. Der Standort Hanau hat im Kunstbereich eine lange Tradition. Die in Hanau  beheimatete Staatliche Zeichenakademie hat eine Reihe später international bekannt gewordener Künstler hervorgebracht: Friedrich Bury, August Gaul, Wilhelm Wagenfeld u.a. Trotzdem sind auch die Museen vom Spardiktat des Hanauer Haushalts betroffen: Historisches Museum Schloss Philippsruhe, Museum für regionale Vor- und Frühgeschichte im Schloss Steinheim, Museum für Industriegeschichte Großauheim, Schmuckmuseum Deutsches Goldschmiedehaus oder hessisches Puppenmuseum Wilhelmsbad. Gemeinsam mit der städtischen Hanau Marketing GmbH sollten Konzepte für das zukünftige Marketing dieser Museumslandschaft entwickelt werden. Mit dem Leitbild: Stärkung der kulturellen Identität der Stadt, Einbindung der Präsentationen in einen überregionalen Kontext, Dauerpräsentation der Stadtgeschichte im Schloss Philippsruhe, Schloss Philippsruhe als eines der bedeutendsten Baudenkmäler des Rhein-Main-Gebietes als eigenständiges Kunstwerk zur Geltung bringen, Kontaktpflege mit Schulen und Bildungseinrichtungen oder Präsentation des Erbes der Brüder Grimm. Auch Hanau steckt tief in strukturellen Haushaltsproblemen, betrachtet sich aber aus doppischer Sicht bilanziell, d.h. aus der Gegenüberstellung von städtischen Schulen und Verbindlichkeiten mit Vermögenswerten  wie Immobilien und Infrastruktureinrichtungen, nicht als überschuldet. Nach Einschätzung des Oberbürgermeisters belegt Hanau im Vergleich zu Bad Homburg, Fulda, Gießen, Marburg, Wetzlar und Rüsselsheim den besten Platz. Die Hanauer Oberen setzen auf ein Doppelpassspiel von konsequentem Sparen und zielorientiertem Mitteleinsatz. Auf gleichzeitige Betätigung von Gas- und Bremspedal. Die Position im interkommunalen Wettbewerb der Rhein-Main-Region soll durch Investitionen im Stadtumbau verbessert werden. Mit der Neugestaltung der Innenstadt und dem neu geschaffenen Einkaufszentrum auf dem Freiheitsplatz will Hanau seine Rolle als Einkaufsstadt noch weiter stärken

 

 

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So

24

Apr

2022

J. Becker Denkstudio - Kultursiedler Raumpioniere

„Raumpionier“-Faktoren

Kulturschaffende sind oft robuster als andere Wirtschaftsgruppen und nehmen auch Räumlichkeiten mit geringer baulicher, energetischer oder ausstattungstechnischer Qualität in Kauf, wenn dafür andere Vorteile (günstige Mieten, stützungsfreie Ausstellungsräume, Laderampen) erreichbar sind.

 

„Kultursiedler“-Faktoren

Kultursiedler sind Auslöser für Standortentwicklungsprozesse. Sie wirken als Multiplikatoren und arbeiten vergleichbar mit einem Pflanzbewuchs auf nährstoffarmen Böden. In diesem Bild sind sie der Humus, den „nährstoffarme Standorte“ brauchen. Auf dem dadurch „veredelten“ Standort werden auch andere Pflanzen, sprich Wirtschaftszweige, überlebensfähiger.

 

 „Nachzieher“-Faktoren

Umstrukturierungsprozesse schaffen Aufmerksamkeit und können auf einem gesteigerten Niveau beispielsweise Werbeagenturen, Galerien, Kunsthandwerk, Edelgastronomie, Architekten, Designer,  oder Buchhandlungen ansiedeln. Diese „Nachzieher“ wirken nicht selbst an Umstrukturierungsprozessen mit, sondern wollen an deren Ergebnissen partizipieren. Im Wege der

Ansiedlung von etablierten Kulturnutzungen,

Neuerrichtung von gehobenen Eigentumswohnungen

Veränderung der ursprünglichen, meist multikulturellen Strukturen mit Migrantenhintergrund

wandern die ursprünglichen Nutzer meist wieder ab.  

 

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Sa

23

Apr

2022

Damals - Traum und ausgebrannte Städte

Der ehemalige Flieger schrieb: “Gläserne Segel auf dem See, dunkle Wolken ziehen leise, über die Stille, in der ein Wille atmet und webt, und  flüstert die Weise im wiegenden Ried, das Lied welches nie vergeht. Tut es denn weh, erinnern und sinnen? Gedanken verrinnen, entschwinden dahin, und kehren zurück. Wie Wellen gleiten, vergangene Zeiten, verlorener Sinn! Was war das Glück? Ein Traum wie der Segel,  schweben das Leben? Stimmen klingen – der Laute tönernder, traute wache Klang, ein Sang aus der bleichen Tiefe – so, als riefe, die eine, Glockenreine mir zu: „Hab Ruh, Ruh in deinem Herzen! Auch unter Schmerzen, will ich deiner warten, in Treue, bis auf´s Neue, der Sonne Licht das finstere Gewölk durchbricht. Und die Wellen, sie blinken – her vom anderen Ufer braune Augen winken – nimmermüde Rufer. 

 

Es waren dunkle Zeiten der Gefangenschaft im fremden Land, in denen der Flieger schrieb: „Außerhalb des Drahtes, der als hässliche, stachlige Silhouette gegen den hellen Himmel sich absperrend abhob, war der Tag, der Sonntag, im Anfang des Februar, ein Frühlingstag. Mir schien es so! Außerhalb des Drahtes? Auch über uns segelten wie weiße Schwämme, die Wolken, hell blendend, weiß. Mit klaren Rändern – die tiefen Cumuli, und höher in Auflösung sich befindende Lenti cularis-Formen. Über der weiten Ebene blaute der Himmel, die Erde brach auf. Das Neue nach den kalten Tagen und der Nässe. In dem leisen Wind war das Frohlocken der Überwindung. Ist er bezwungen, der kalte Winter – auch daheim. Kehrt Wärme ein in die Traurigkeit der ausgebrannten Städte. Wird das Bild der Zerstörung gemildert empfunden von den Menschen, die trotz allem „JA“ sagen – zum Leben?

 

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Fr

22

Apr

2022

Changemanagement Kultur und Kreative

Ein Markt im ständigen Wandel begriffen 

Kaum eine andere Branche ist wie die Kultur- und Kreativwirtschaft einem derart starken Wandel unterworfen. Zum einen liegt dies bereits strukturell in der Vielfalt unterschiedlicher Teilbranchen begründet. Darüber hinaus wirken zahlreiche Einflüsse von innen und außen auf das Kräftefeld dieser Branche ein. 

Beispiel: Arbeitsbedingungen:

-          Kulturschaffende bewegen sich oft außerhalb herkömmlicher Arbeitsplatzformen

-          Verbreitet sind Mehrfachbeschäftigungen (Multi-Jobber)

-          Man legt sich mehrere Standbeine zu, um sich für das entscheiden zu können, das am besten „läuft“

-          Zweit-, Dritt-, Mini-, Projekt- und Teilzeit-Jobs werden auch in unterschiedlichen Branchen geleistet

-          Es finden temporäre Wechsel zwischen dem Status als Freiberufler, Angestellter und Kleinstunternehmer statt

-          Geregelte Arbeitszeiten sind eher selten

-          Die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit, zwischen Produktion und Konsum verwischen 

Beispiel: Lebensbedingungen:

-          Der Kulturproduzent ist gleichzeitig Kulturkonsument

-          Private Termine sind zugleich Netzwerktreffen

-          Kontakte werden quasi nebenbei auch zu Akquisitionen

-          Offen gegenüber  unterschiedlichsten Lebensstilen und Kulturen

-          Lehnen Zwänge, Routinen und Rollenvorgaben ab

-          Leben auch Widersprüche aus

-          Materieller Erfolg, Status und Karriere sind weniger wichtig

-          Nutzen intensiv Online-Angebote, Video- und Computerspiele

-          Engagieren sich für gesellschaftliche Randgruppen

-          Hauptinteressen richten sich auf Musik, Kunst, Kultur

-          Haben großes Bedürfnis nach Kommunikation und Unterhaltung

-          Sind ständig auf der Suche nach etwas Neuem

-          Folgen Trends zur Individualisierung der Gesellschaft

-          Widersetzen sich Anpassungsdruck und bilden Formen einer Gegenkultur

-          Viele Kulturschaffende arbeiten am Rande des Existenzminimums

-          Persönliche Ungebundenheit hat Vorrang vor materiellem Erfolg

-          Die Arbeit an interessanten Projekten ist wichtiger als ein hohes Gehalt oder Karriere

-          Freiheit geht vor Sozialversicherungspflicht

 

https://www.bod.de/buchshop/standortanalyse-kultur-und-kreativwirtschaft-joerg-becker-9783839120583

 

 

Mi

20

Apr

2022

Verlust der Heimat - damals Pommern

Pommern waren froh, Pommern zu sein. Es genügte ihnen, das Meer, auf das sie hinaussehen konnten, und es genügte ihnen als Mitmensch der Pommer schlechthin. Pommern waren genüg-sam: sie brauchten keine Anregungen von draußen, weder musikalischer, literarischer noch politischer Art. Sie genügten sich selbst. Vielleicht war es gerade diese Genügsamkeit, die das Unglück immer wieder herbeizog.

 

 

Pommernland ist abgebrannt, von der Landkarte ausradiert. Kaum noch jemand kennt es, kaum noch jemand erinnert sich. Die von dort kamen, sind entweder bereits unter der Erde oder haben wie auch der ehemalige Flieger ein hohes Alter. Pommern hatte nicht wie die DDR das Glück der Wiedervereinigung. Ihnen ist ihre Heimat nicht geblieben. Lange hat der ehemalige Flieger alles versucht, sie in seiner Erinnerung so weiterleben zu lassen, als wäre er erst gestern fortgegangen. Doch vergeblich. Die Zeit legt ihren Schleier drauf. Zuerst ganz zart, kaum merklich. Doch unerbittlich immer dichter. Bis er dann nur noch ferne Vergangenheit spüren konnte. Die Pommern waren vertrieben, unwiderruflich.  Und kennen daher das schmerzliche Gefühl, wenn man seine Wurzeln verliert. Wenn man von Mächten, die man nicht kennt und die einem fremd sind, umgepflanzt wird und sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden und anpassen muss. 

 

https://www.amazon.de/Gemaltes-Leben-Gedanken-ehemaligen-Fliegers/dp/B0851MGY75/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=&sr=

Mo

18

Apr

2022

Abi63 Hola - Zeichen der Zeit lesen

In der globalisierten Welt hängt alles mit allem zusammen: Menschen, Verkehrs-, Geld-, Medien-, Rohstoff- und Datenströme. Diese vernetzte Welt befindet sich im ständigen, scheinbar immer schnelleren Wandel sowohl durch innere als auch durch äußere Einflüsse. Eine computergesteuert Welt der Internetkonzerne, Versicherungen, Banken und anderen Unternehmen ist im vollen Gange. Big Data verhilft dem Gesetz der großen Zahlen zur Geltung. Während bei Einzelereignissen nicht immer feststeht, was denn nun geplant und was denn nun Zufall war, lassen sich mit großen Datenmengen doch vielfältige Muster und Gesetzmäßigkeiten beobachten und messen.

„Wo es nur geht, wird versucht, Wahrscheinlichkeiten auszurechnen.“

„Und die Macht des Zufalls auszuhebeln.“

„Computerpower versucht herauszufinden, was den Trend und Markt von morgen sein könnte.“

„Umso erstaunlicher, dass niemand die Finanzkrise von 2008 vorausgesehen hat.“

„Oder die Pandemie von 2020.“

„Und dies obwohl Analysen ihre Risikomodelle mit schier unfassbaren Datenmengen füttern.“

„Die Welt, wie sie sein wird, vermag man aber selbst mit noch so hochkomplexen Klimamodellen nicht abzubilden.“

„Vermutete Wirkungszusammenhänge müssen radikal vereinfacht werden, um sie einigermaßen realitätsnah darstellen zu können.“

„Big Data macht zwar fast alles irgendwie rechenbar aber deswegen den Lauf der Dinge noch längst nicht, und schon gar nicht genau, vorhersagbar,“

„Auch im Informationszeitalter bleibt es eine Kunst, die Zeichen der Zeit zu lesen“.

 

 

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Fr

15

Apr

2022

Business Standort - Kommune im Wettbewerb

Eine Kommune steht als Standort immer auch in einem scharfen Wettbewerb, in dem sie langfristig nur durch einen gezielten Einsatz sämtlicher Instrumente und Kompetenzen bestehen kann. Ein professioneller Einsatz der Standortökonomie kann somit zunehmend zu einem kritischen Faktor für den Erfolg werden. Die Verfahren einer Standortbilanz können neben direkten Unterstützungs- und Marketingmaßnahmen auch zur Verbesserung der Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit der kommunalen Verwaltung eingesetzt werden. Damit Bewertungen von Standortfaktoren nicht für politische Zwecke oder die Verfolgung gezielter Einzelinteressen benutzt und vielleicht missbraucht werden können, müssen die verwendeten Maßstäbe und Messlatten stabil austariert und die zugrunde gelegten Parameter, ersatzweise Begründungen, transparent offengelegt werden. Je mehr und intensiver man sich mit Bewertungsfragen beschäftigt, umso mehr wird man zu der Auffassung gelangen, dass es nur schwer möglich ist, den unterschiedlichen Aspekten und Facetten eines Standortfaktors mit nur einer einzigen Bewertungszahl bzw. -dimension gerecht zu werden.

 

 

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Do

14

Apr

2022

Lernzeiten, Arbeitszeiten, Freizeiten

Veränderungen der Arbeitswelt haben ebenso dynamische Auswirkungen auf Personalauswahl und Bewerbungen. Auch wenn jemand einen Hochschulabschluss hat ist für ihn noch lange nicht Schluss mit dem Lernen: auch das mit einem Studium erworbene Wissen reicht nicht für ein ganzes Erwerbsleben: Die Halbwertzeiten für Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen haben sich verkürzt, die Anforderungen der Arbeitswelt befinden sich im ständigen Wandel. Den Ansprüchen von Beschäftigungsfähigkeit, der sogenannten Employability muss man sowohl persönlich als auch sozial, fachlich und methodisch genügen. Während in vergangenen Zeiten, streng nach Lebensphasen getrennt, Lernzeiten auf Kindheit und Jugend, Arbeitszeiten auf Erwachsene und Freizeiten auf Rentner entfielen, hat auch dieses sich gewandelt. Lernen wird zum Begleiter aller Lebensphasen und vermischt sich im Konzept von Work-Life-Balance fortlaufend weiter mit Arbeits- und Freizeiten. Dies alles und mehr findet seinen Ausdruck im breit gefächerten Spektrum der Diversity-Themen, d.h. der Vielfalt am Arbeitsplatz: Persönlichkeit, Nationalität, Arbeitsmethodik, Arbeitsfunktion, Ethnizität/Volkszugehörigkeit, Alter, Sprachkenntnisse, Ausbildung, Geschlecht, sozio-ökono-mischer Hintergrund.

 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Mi

13

Apr

2022

Hanau, BadHomburg, Wiesbaden - Resilienz

In einer Zeit, in der Stadt als Lebensraum immer wichtiger wird, muss man wissen wo ihr Herz schlägt : Städte streben nach einer ausgewogenen Balance zwischen sozialer und ökonomischer Stärke. Faktoren wie

Energie,

Transport,

Natur,

Gesundheit,

Sicherheit,

Bildung,

Kommunikation,

Technologie,

Wasser,

Recycling,

Nahrung,

Kultur

oder Konsum

 

geben den Takt vor. Es geht um die Zähmung des Straßenverkehrs (Umweltbelastungen durch Abgase, Lärm, Staus und der Wunsch nach hoher Mobilität erfordern intelligente Konzepte). Ob Verkehr, Versorgung oder Behörden: gebraucht wird die Fähigkeit, vernetzt zu agieren. Eine lebenswerte Stadt muss ihren Bürgern Arbeitsplätze, Wohnungen, Sicherheit, Diversität, Kultur und attraktive öffentliche Räume bieten. Ebenfalls wichtig sind Anforderungen wie Resilienz und Wandlungsfähigkeit gegenüber zunehmenden Extremsituationen und sich verändernden Rahmenbedingungen. „Die resiliente Stadt ist vorbereitet auf plötzliche oder dauerhafte Veränderungen der klimatischen, demographischen oder wirtschaftlichen Faktoren. Resilienz beschreibt die Fähigkeit einer Rückkehr des Systems in seinen Normalzustand nach einer Krise oder Katastrophe.“ Erfahrungen aus dem unternehmerischen Change Management, wenn die Missachtung von weichen Faktoren harte Folgen nach sich zieht, gelten auch für den Strukturwandel in den Städten. Die richtige Mischung aus strategischem und operativem Handeln macht den Erfolg.

 

www.derStandortbeobachter.de/blog-standortwissen-randnotizen

 

 

Di

12

Apr

2022

Sinn von Erzählungen - Ernst Becker

Erzählen ist nicht aus der Zeit gefallen oder nur etwas für Beduinenstämme oder Kindergärten. Den meisten von uns geht es nicht um Zahlen, sondern um Erlebnisse und Ereignisse. Aus denen wir versuchen, eine Erzählung zu stricken. Die gut ausgeht, vielleicht aufregend ist oder einen Sinn ergibt. Indem wir uns so zu einem Teil von etwas Größeren machen, werden wir fähig unsere Kleinheit zu ertragen, Niederlagen zu überwinden.

Ernst Becker, Flieger, Maler und Fotograf schrieb: 

Spürst Staubkorn du den Staub?

Zittert das Weltbild?

Sterne tanzen um ihre Sonnen.

Löst sich der eine Stein, der alles hält und alles stützt?

Die Spitze –wankt sie-  unsere Welt?

Das gotische Gewölbe ist verhüllt von Dunkel,

doch von der Decke rieselt feiner Staub.

Und voller Gnade ist die Nacht. Ja – voller Gnade!

Du aber stehst und lauschst und willst das Beben hören über dir.

Bist Mittelpunkt im Mittelpunkte,

in Anmaßung nur in deiner Welt….. 

Spürst Staubkorn du den Staub?

https://www.amazon.de/Wandlungen-Verwandlungen-Flugpioniere-nicht-glatt/dp/1694783405/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=3HCCHTDPZF95&keywords=Wandlungen+und+Verwandlungen+Becker&qid=1649758720&s=books&sprefix=wandlungen+und+verwandlungen+becker%2Cstripbooks%2C96&sr=1-2

 

Mo

11

Apr

2022

J. Becker Content - Flieger Storytelling

Damals im Reich der Lüfte: der Flieger Ernst Becker war ein Pommer – von Meer und Erde geprägt. Der Charakter der Pommern: es lebt viel Witz in ihnen, Bedächtigkeit und Ruhe. Ein Menschenschlag, der gleichermaßen von Meer und Erde geprägt wurde. Nicht stur seien sie, sondern eigensinnig, ganz und gar sie selbst. Freie Gefilde der Höhe: Flieger in jener Pionierzeit, in der sich (aus heutiger Sicht) wagemutige Piloten völlig auf sich allein gestellt und  nur auf ihr Fluggerät, ihren Motor und ihr fliegerisches Können vertrauend auf die Reise durch die Lüfte machten. Er lebte den Traum, dass der Mensch die Luft unterjochen und sich über sie wird erheben können, wenn er gegen den Widerstand der Luft nach einem Auftrieb auch im Luftmeer suchte, um in diesem schweben, fliegen zu können. Er hatte das Glück, das Gefühl des Fliegens erleben zu dürfen, frei über der Erde zu schweben, mit den Winden zu kämpfen und zugleich mit ihnen eins zu sein. Es geht um: Zeitgeist und Atemlosigkeit, Technik und Menschsein,  Starts und Landungen im nassen Element, Nachdenken über sich selbst und die Welt, nicht glatt und fein sondern kernig, 

Mo

11

Apr

2022

Engagement meetings - Hola Abi63

Das Erwachsenwerden ist ein Zusammenspiel von Wissen und Erfahrungen, aber auch von aktivem Vergessen. Hierfür unabdingbar ist das „Recht zu vergessen“ ebenso wie das „Recht auf Vergessenwerden“. Es ist gefährlich, wenn jeder nur noch auf die Summe seines Online-Archivs reduzierbar ist. Wenn sich der Prozess der Selbstfindung zunehmend mehr ins Netz verlagert, sind die Recht des Vergessens umso wichtiger. Die ständige Konfrontation mit der Vergangenheit ist eine Gefahr für die befreiende Erfahrung des Vergessens. Und gerade diese braucht jedermann zum Erwachsenwerden. Ohne Vergesslichkeit gibt es kein Glück, keine Hoffnung und keine Gegenwart.

 

„Was bedeutet es, wenn durch die ständige Dokumentation des eigenen Lebens auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken Fotos für immer im Internet kursieren?“

„Anders als zu Zeiten analoger Fotografie kann ein ungeliebtes, als peinlich empfundenes Foto, ist es einmal hochgeladen, nicht mehr einfach zerrissen und aus der Welt geschaffen werden.“

„In analogen Zeiten hat ein Foto selten den familiären Kreis verlassen.“

„?“

„Erst das Zusammenspiel aus sozialen Netzwerken und der Verfügbarkeit digitaler Medien setzt es in Umlauf.“

„Das heißt?“

„Die digitalen Spuren sind grundsätzlich nicht mehr zu verwischen.“

„Ein sauberer Schnitt mit der Vergangenheit, Abstand nehmen von Menschen, von denen man sich trennen möchte, ist also kaum mehr möglich?“

„So wird im digitalen Zeitalter auch das Erwachsenwerden erschwert.“

„Weil die sozialen Medien es nicht zulassen, mit Teilen der eigenen Vergangenheit abzuschließen?“

 

„Das soziale Netzwerk wird immer mit einem umziehen.“

 

https://www.amazon.de/Kommunikationsblase-Ungewissen-Kunst-Zeichen-lesen/dp/3755782669

So

10

Apr

2022

J. Becker Denkstudio - Ebook Research Business

Kreativität in Räumen des Übergangs

 

Kultur- und Kreativmilieus bewegen sich oft in Räumen des Übergangs von aufgegebener Nutzung und noch nicht neu definierter Planung. In solchen Möglichkeitsräumen ist eine Umformung von Räumung und Gestaltung neuer „Szenen“ möglich. Dort, wo traditionelle Investorenkonzepte nicht greifen, können ganze Quartiere reaktiviert und als Kristallisationskern für neue Entwicklungen genutzt werden. Durch ein neu entstehendes Ambiente können zuvor vernachlässigte Gegenden aufgewertet werden.

 

 

Würde man solche Chancen verstreichen lassen, könnten zurückgelassene Areale durch fehlende Pflege und Vernachlässigung der Bausubstanz sich nicht nur selbst negativ entwickeln, sondern darüber hinaus eine negative Ausstrahlung auf ihr gesamtes näheres und weiteres Umfeld ausüben. Gerade wegen der sich oft hinziehenden Phase der Schaffung von Planungsrecht, stehen Liegenschaften nicht für langfristige Entwicklungen zur Verfügung. Kulturwirtschaftliche Zwischen- und Übergangslösungen wären in diesem Fall bestens geeignet, solche Lücken mit Vorteilen für alle Beteiligten zu überbrücken. Zwischennutzungen lassen sich gezielt als Ideenlieferanten für künftige Nutzungen oder als Katalysator der Entwicklung von Liegenschaften einsetzen.

Di

05

Apr

2022

Gedichte gegen Beschleunigung der Zeit

In dieser atemlosen Zeit überwiegt oft das subjektive Gefühl, stets zu wenig Zeit zu haben. Wo alles sich beschleunigt, braucht man Räume, um zur Ruhe zu kommen, um Bewusstes und Unbewusstes in Beziehung setzen. Gedichte verkörpern dieses in idealer Weise. Die meisten sind angenehm kurz. Gedichteschreiber sind Menschen, die in wenigen Worten sehr viel über Dinge sagen können. Obwohl Gedichte meistens kurz sind, sind sie oft mit Bedeutung aufgeladen. In seiner radikalen Verdichtung erschließt sich ein Gedicht erst dann, wenn es langsam, möglichst mehrfach gelesen wird. So kann man das Gedicht sowohl als Ausdruck der Beschleunigung wie zugleich auch als Mittel der Entschleunigung ansehen. Die höchste Aufmerksamkeit kann ein Gedicht vor allem dadurch erlangen, wenn es bewusst jene Routinen durchbricht, deren Opfer wir sind.

 

Di

05

Apr

2022

Ernst Becker Stettin Hanau - Traumschiff Himmel

Zuweilen, wenn ich müde bin,

finde ich nach langer Wanderung den Weg zu dir See,

der du, ein Auge der Landschaft,

inmitten der Hügel und Gärten der Kindheit liegst.

Einschläfernd rauscht dein Röhricht im Sommerwind,

den Zug der weißen Spiegels du wider,

wie auch das Lächeln des unendlichen Himmels,

und in der Ferne gleiten über deinem Silberspiegel,

gläserne Segel, hauchzart wie Libellenflügel.

Seerosen wiegen sich inmitten ihrer großen Blätter leise,

im Schweben der Wellen.

 

Ich lege mich nieder auf die gräserne Welt

des kriechenden, kleinen Getiers.

In dem grünen Urwald, in der Handspanne am Boden,

kribbelt und krabbelt die kleine, rührige Welt emsig dahin.

Über allem liegt sein gnädiges Lächeln.

Die Augen wollen mir zufallen,

doch noch ruht mein Blick auf den Segeln in der Ferne !

Doch auch am Ufer liegt eingesponnen

im Wald hoher, wiegender Halme das Traumschiff

mit schlankem Bug und Mast.

Ich brauche es nur zu betreten, die Segel zu setzen,

dann vernähme ich das Rauschen der Wasser unter seinem Kiel

und das Lied der ewig jungen Nixen.

Ich vernähme es wieder,

auch den Klang der Glockenstimmen,

die beim Hüpfen des glatten, flachen Kiesels einst das Echo rief:

was du dir wünschst in der Gedankenschnelle,

wird in Erfüllung gehen“.

 

Ginster und Seegras wiegen sich im Seewind

über den braunen Augen, in denen,

ein Glanzpunkt des irdischen Himmels sich widerspiegelt.

Und alle guten Wünsche flossen wie ein Strom in mich,

würde es nicht gut ?

Schnell ist die Fahrt des Traumschiffs zurück,

gegen den Strom geht sein Lauf.

 

Wir zogen „Winnetue“ abends auf das Trockene,

und langsam stieg der Mond über den Damm´schen See.

Das Rufen der Enten, Rohrdommeln,

des zahlreichen Getiers im Schilf

war nach und nach verstummt. 

Es blieb das Quaken der Frösche – der Morgen erschauerte.

Mo

04

Apr

2022

Business mit Strategie der Standortökonomie

Eine Standortökonomie hat die Aufgabe, komplexe und unübersichtliche Zusammenhänge so aufzubereiten, dass sie für den Entscheidungsprozess (die Entscheidungssituation vor Ort ist auch durch soziale und kommunikative Prozesse geprägt, vieles läuft auf der sozialen und emotionalen Ebene ab) eingesetzt werden können. Die Standortökonomie setzt einen Prozess des Umdenkens in Gang: es werden Kräfte gebündelt, Kernkompetenzen definiert und vernetzt. Ebenso können die Verfahren als Frühwarnsystem wirken, also dazu beitragen, dass Probleme, Konflikte und Handlungsbedarfe frühzeitig geortet werden. Über die Beratung der planenden Verwaltung hinaus kann mit Hilfe der Standortökonomie bei Schlüsselakteuren ein gemeinsames fachliches Verständnis hergestellt und gegenüber den Bürgern eine allgemeine Aufklärungsfunktion wahrgenommen werden.

So

03

Apr

2022

Abi63 Hola Hanau - der Druck der Alternativen war früher geringer

So wie es früher beschaulicher zuging, wurden durch den Zeitverbrauch auch viele Alternativen zunichte gemacht (der Druck der Alternativen war geringer). Vieles war einfacher: der Rahmen für Entscheidungen blieb für längere Zeiträume konstant. Die aber im Zeitalter der Beschleunigung aufwachsen, kennen nichts anderes. Alles virtuell und in Echtzeit, darauf kommt es an. Ein Nachlassen des Tempos würde wohl eher als langweilig empfunden. Uralt ist die Sehnsucht der Menschen, fliegen zu können: Göttern und Dämonen schrieb man die Fähigkeit zu, sich in die Luft erheben zu können. Ja man sah im Luftmeer ihren ureigenen Raum.

 

 

So

03

Apr

2022

Verbrauch Ressourcen des Planeten für Konsum

Das Industriezeitalter war nicht zuletzt auch eine Ära weitreichender und schnell voranschreitender Verbesserungen des Wohlstands der Menschen. Allerdings warten dies immer nur Verbesserungen auf Kosten des Planeten: Es wurden Rohstoffe aus dem Boden gegraben, Wälder abgeholzt, Tiere abgeschlachtet, Luft und Wasser mit Schadstoffen verschmutzt und unzählige anderen Sünden begangen. Aber es wurden auch Computer erfunden, das Internet und andere digitale Technologien, die dabei halfen, den Konsum zu dematerialisieren. Denn diese Technologien machten es möglich, immer mehr zu konsumieren, und dem Planeten zugleich trotzdem immer weniger Rohstoffe zu entnehmen. Materie wurde gewissermaßen durch Bits ersetzt. Durch welche Ursachen aber wurde das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt? Was führte zur Dematerialisierung? Was führte zu der Einsicht, dass unser Planet endlich ist und daher die reale Gefahr besteht, dass seine Rohstoffe und Naturschätze erschöpfen werden – vor allem, wenn Menschen auch in Zukunft immer zahlreicher und gleichzeitig immer wohlhabender werden wollen? Eine tragende Säule ist die Verbindung von Technologie und Kapitalismus. Eine weitere Säule ist die zunehmende Ausschöpfung von Intellektuellem Kapital, dem einzigen Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Ein umfassendes Wissensmanagement trägt dazu bei, Menschen zu informieren, damit sie sich bei ihren Entscheidungen von den besten verfügbaren Erkenntnissen leiten lassen.

Sa

02

Apr

2022

Business Standortfaktoren

Wirkungsstärke und Wirkungsdauer von Standortfaktoren

 

 

Bei Wirkungsnetzen geht es zunächst einmal um den Standort als Gesamteinheit. Einzelbereiche und -funktionen werden also nicht isoliert für sich, sondern nur aus ihrem Gesamtzusammenhang heraus betrachtet. Da keiner der Prozess-, Erfolgs-, Human-, Struktur- und Beziehungsfaktoren für sich eine Insel ist, stehen im Rahmen von Hebeleffekten die zwischen ihnen bestehenden Schnittstellen im Blickpunkt.  Zwischen Standortfaktoren gibt es eine Vielzahl von sich teilweise überlagernden dynamischen Wirkungsbeziehungen. Auf dieser Ebene kann man eines erreichen: nämlich Anregungen für notwendige Denk- und Entscheidungsprozesse. Solche übersichtlichen Wirkungsnetze erleichtern den Einstieg in Diskussionen und Abstimmungen und können somit als allgemein verstehbare Kommunikationsplattform für  Beteiligte mit oft unterschiedlichen Interessenlagen und Informationsständen eingesetzt werden. Die Wirkungsdauer zwischen Standortfaktoren wird analog unter die Lupe genommen.

Fr

01

Apr

2022

Denkmaschine - Künstliche Intelligenz

„Der menschliche Geist ist eine zweischneidige Waffe. Er hat gleichzeitig den Himmel und die Hölle auf Erden geschaffen.“ Vom mit Röhren betriebenen Computergeräte ENIAC, der nicht weniger als 27 Tonnen wog, hat es bis zum Smartphone („das rund tausendmal schneller arbeitet und zwei Millionen Mal mehr Speicherplatz besitzt als der Computer, der die amerikanische Apollo-Rakete samt deren Besatzung zum Mond und wieder zurück begleitet hat) gerade einmal siebzig Jahre gedauert. Roboter erledigen anstelle von Menschen immer mehr Aufgaben. Ob künstliche Intelligenz dem Menschen einst über den Kopf wächst, muss sich noch zeigen. „Eine dem Menschen weit überlegene Denkmaschine würde sich daranmachen, den Urgrund allen Seins zu ergründen und das Universum mit Bewusstsein zu fluten“. Jedenfalls sind im Zeitalter des Internet als globales Kommunikationsmittel Informationen zum (wichtigsten) Rohstoff geworden (Signale, die man erst aus dem Rauschen der Umgebung herausfiltern muss). 

Do

31

Mär

2022

Abi63 Hanau Hola - Anker der Identität

Wer zumindest bemüht ist, das Heute zu verstehen, um wenigstens zu erahnen, was das Morgen sein könnte, wird nicht umhinkommen, auch das Gestern zu verstehen. Allerdings muss man dazu wissen, was das Gestern überhaupt war. Viele, die im Heute leben und aufwachsen, wird das Gestern vermutlich wenig interessieren. Egal, die schon im Gestern dabei waren, für die ist es nicht nur Erinnerung, sondern ein realer Anker ihrer Identität. Ohne dieses Gestern wären sie nicht das, was sie heute sind. Schulzeiten waren gestern, sind heute und werden morgen immer ein Kern des Gestern sein. 

Do

31

Mär

2022

Projektmanagement Selfpublishing

Für einen Eigenverleger ist Vorbereitung wichtig: Versäumnisse hierbei können sich im Laufe eines Projektes potenziere n. Zu den typischen Problemen zählen u.a. eine mangelnde Zieldefinition, To-do-Listen ersatzweise für echtes Projektmanagement, keine Betrachtung des Umfeldes (kann zu unvorhergesehenen oder ungewollten Wechselwirkungen oder nicht berücksichtigten Einflüssen führen), keine Betrachtungen der Wirkungsbeziehungen zwischen einzelnen Arbeitspaketen, nicht realistische Ergebniserwartungen (Zeit, Kosten, Qualität) oder fehlende Ressourcen. Noch vor Beginn des Projektstarts muss die Verträglichkeit (Kostensenkung und gleichzeitige Qualitätssteigerungen könnten sich beispielsweise konträr gegenüberstehen) der definierten Zielvorstellungen geprüft werden. Projektziele sind nicht nur zum Projektanfang wichtig, sondern müssen fortlaufend aktiv betrachtet und gegebenenfalls aktualisiert werden. Darüber hinaus sollten Ziele mit ihren jeweiligen Prioritäten gewichtet und in einer Zielhierarchie strategisch gebündelt werden. Zu den Einflussfaktoren des Umfeldes sollten zusätzlich Risiken zugeordnet und analysiert werden. 

 

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Mi

30

Mär

2022

Strategie Kompetenz Wissen Management

Wissensmanagement umfasst den Aufbau und die Sicherung des spezifischen Kern- und Kompetenzwissens. Bei wissensintensiven Tätigkeiten geht es weniger um bilanzierte Vermögensgegenstände, sondern vielmehr um das nicht bilanzierte "Intellektuelle Vermögen", d.h. den Produktionsfaktor Wissen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, eine professionelle Wissensbilanz zu erstellen: man muss diese auch in die Realität umsetzen, indem aus den identifizierten Entwicklungspotentialen konkrete Maßnahmen abgeleitet/ realisiert werden. Wissensmanager können -im Gegensatz zu Finanzmanagern- nicht auf allseits anerkannte und erprobte Verfahren zurückgreifen, sondern müssen neue Wege finden.

 

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Di

29

Mär

2022

J. Becker Autorenprofil Amazon BoD Publishing

Diplomkaufmann Jörg Becker, Friedrichsdorf, hat Führungspositionen in der amerikanischen IT-Wirtschaft, bei internationalen Consultingfirmen und im Marketingmanagement bekleidet und ist Inhaber eines Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandorientierter Businessoptionen auf Basis von Personal- und Standortbilanzen.

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Die Publikationen reichen von unabhängigen Analysen bis zu umfangreichen thematischen Dossiers, die aus hochwertigen und verlässlichen Quellen zusammengestellt und fachübergreifend analysiert werden. Zwar handelt es sich bei diesen Betrachtungen (auch als Storytelling) vor allem von Intellektuellem (immateriellen) Kapital nicht unbedingt um etwas Neues, aber um etwas Anderes. Denn um neue Wege zu gehen, reicht es manchmal aus, verschiedene Sachverhalte, die sich bewährt haben, miteinander neu zu kombinieren und fachübergreifend zu durchdenken. Zahlen ja, im Vordergrund stehen aber „weiche“ Faktoren: es wird versucht, Einflussfaktoren nicht nur als absolute Zahlengrößen, sondern vor allem in ihrer Relation zueinander und somit in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen zu sehen.

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Auch scheinbar Nebensächliches wird aufmerksam beobachtet. In der unendlichen Titel- und Textfülle im Internet scheint es kaum noch ein Problem oder Thema zu geben, das nicht bereits ausführlich abgehandelt und oft beschrieben wurde. Viele neu hinzugefügte und generierte Texte sind deshalb zwangsläufig nur noch formale Abwandlungen und Variationen. Das Neue und Innovative wird trotzdem nicht untergehen. Die Kreativität beim Schreiben drückt sich dadurch aus, vorhandenes Material in vielen kleinen Einzelteilen neu zu werten, neu zusammen zu setzen, auf individuelle Weise zu kombinieren und in einen neuen Kontext zu stellen. Ähnlich einem Bild, das zwar auf gleichen Farben beruhend trotzdem immer wieder in ganz neuer Weise und Sicht geschaffen wird. Texte werden also nicht nur immer wiederholt sequentiell gelesen, sondern entstehen in neuen Prozess- und Wertschöpfungsketten.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Das Neue folgt aus dem Prozess des Entstehens, der seinerseits neues Denken anstößt. Das Publikationskonzept für eine selbst entwickelte Tool-Box: Storytelling, d.h. Sach- und Fachthemen möglichst in erzählerischer Weise und auf (Tages-) Aktualität bezugnehmend aufbereiten. Mit akademischer Abkapselung haben viele Ökonomen es bisher versäumt, im Wettbewerb um die besseren Geschichten mitzubieten. Die in den Publikationen von Jörg Becker unter immer wieder anderen und neuen Blickwinkeln dargestellten Konzepte beruhen auf zwei Grundpfeilern: 1. personenbezogener Kompetenzanalyse und 2. raumbezogener Standortanalyse. Als verbindende Elemente dieser beiden Grundpfeiler werden a) Wissensmanagement des Intellektuellen Kapitals und b) bilanzgestützte Decision Support Tools analysiert. Fiktive Realitäten können dabei manchmal leichter zu handfesten Realitäten führen. Dies alles unter einem gemeinsamen Überbau: nämlich dem von ganzheitlich durchgängig abstimmfähig, dynamisch vernetzt, potential- und strategieorientiert entwickelten Lösungswegen.

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Seit 1990 veröffentlichte Jörg Becker zahlreiche Artikel, Aufsätze, Beiträge, Analysen, Bücher in vielen renommierten Publikationen, Fachzeitschriften, Handbüchern oder Verlagen wie beispielsweise Handbuch für EDV-Leiter, Proft – Fachzeitschrift für Unternehmensführung, Erfolg- Büromagazin für den Chef und Leitende in der Industrie, Controller Magazin, Zeitschrift Kostenrechnungspraxis, dfz Wirtschaftsmagazin, Computerwoche, Personalwirtschaft, Zeitschrift für Planung, IC-Wissen, Controller-Handbuch, Marktforschung & Management, Computer Magazin, Blick durch die Wirtschaft, Handbuch Revision Controlling und Consulting, Chefbüro, Bilanzbuchhalter, Harvard Manager, Manager-Seminare, acquisa, Organisationshandbuch für EDV-Leiter, Personalcomputer, Der Controlling-Berater, Wirtschaftsberater im dtv, Praxis des Rechnungswesens, Organisationshandbuch Informationsverarbeitung, Handbuch „Controlling-das Unternehmen mit Zahlen führen“, Handbuch „Marketing und Vertriebscontrolling“, Praxis-Handbuch Unternehmensführung, Wirtschaft & Produktivität, Mensch & Büro, Business Computing, Bilanz & Buchhaltung, PC-Magazin, Marketing- und Vertriebscontrolling, absatzwirtschaft – Zeitschrift für Marketing, Süddeutsche Zeitung, ISDN-Handbuch, Handwerk-extra, Praxishandbuch IV-Management, geldinstitute, c´t Magazin, Computer Zeitung, Geld & Steuern, it Management, Organisations- und Muster-Handbuch für die EDV-Praxis, Finanzierungs-Berater, LBW Marketing, iX – Magazin für professionelle Informationstechnik, Personal Wirtschaftsverlag, office, Erfolgsreiches Verkaufsmanagement, Das Personalbüro, Das neue AntiSteuer-Lexikon von A-Z, management berater, LBW „PC im Betrieb von A-Z“, Der Einkaufs- und Lagerwirtschaftsberater, Tägliche Betriebspraxis, Praxis-Handbuch „Arbeitszeitgestaltung“, Der Umweltschutz-Berater, Das innovative Unternehmen, HR-Services, CADplus – Fachmagazin für Business + Engineering.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Aktuelle Fachbeiträge u.a.: Handbuch für Unternehmensberatung, Sozialwirtschaft – Zeitschrift für Führungskräfte, wissensmanagement – Magazin für Digitalisierung, Vernetzung und Collaboration, Wissenschaftsmanagement – Zeitschrift für Innovation.

Im Bereich Weiterbildung für Führungskräfte führte Jörg Becker eine Reihe von Seminaren durch u.a. für: DVS-Workshop Deutsche Verkaufsleiter Schule – Methoden und Techniken einer modernen Vertriebsplanung, Konferenz Management Circle – Marketing- und Vertriebsinformationssysteme, Seminarzentrum für Unternehmensführung – Zukunftsorientiertes Controlling, Konferenz management forum – Vertriebscontrolling, Konferenz Management Circle – Marketing Controlling.

Heute ist Jörg Becker Inhaber eines Denkstudios für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen.

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Di

29

Mär

2022

J. Becker Blog - Fachwissen und Expertentum

Die Menschheit beginnt sich zu teilen: in die äußerst kleine Gruppe derjenigen, die den Computern sagen, was sie zu tun haben und in die immens große Gruppe derjenigen, denen die Computer sagen werden, was sie zu tun haben - Humanfaktoren mit Wissensmanagement. Dauerhafter Erfolg wird zunehmend nur noch dem Startup beschieden sein, der sich den ständig komplexer werdenden Problemen, ihrer wachsenden Dynamik und Vernetzung proaktiv stellt. Über aktuelle Probleme hinausreichende Lösungskonzepte und damit verbundene Flexibilität im Denken und Handeln erfordern mehr als nur Fachwissen und Expertentum. Es geht um strategisches Gespür, eine Kombination strategischer Systematik mit flexibler Anpassungs- und Veränderungsbereitschaft.

Publikations-Info: Jörg Becker: Bewerbung und Startup - Deckungsgleiche Strategien und Vorgehensweisen

 

Di

29

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Veränderung Zukunft

Einfluss von Vergangenheit und Zukunft: Komplexität als eine Eigenschaft der uns umgebenden Welt zu akzeptieren, bedeutet, sich darauf einzulassen. Komplexität ist ein Zustand, der sich in ständiger Veränderung in Bezug auf das Ganze befindet. Es geht um das Verständnis der eigenen Rolle bei der Auseinandersetzung mit den Problemen, die zum einen aus Absichten, Zielen und Plänen, zum anderen aus den vorgefundenen Bedingungen resultieren. „Die Situation ist der Betrachtung eines komplizierten Kunstwerks im Halbdunkel vergleichbar, dessen einzelne Facetten durch die Beleuchtung aus jeweils verschieden ausgerichteten Lichtquellen unterschiedlich deutlich hervortreten“.

 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Mo

28

Mär

2022

Ernst Becker Hanau Traum Realität

Der Verzicht auf eigenwillige Blickwinkel oder andere Verfremdungen, die Konzentration auf die Wiedergabe der Dinge entsprechen dem fotografischen Verständnis eines Fliegers wie Ernst Becker. Die Wahrheit sucht er in der Ruhe, in der Wiederholung, in den dauerhaften Phänomenen. So dachte der Flieger seine Pinselarbeit als potentiell endlos nach allen Seiten weiterführbare Tätigkeit. Die Subjektivität von Ernst Becker stand über allen Normen und Zwängen, eben als Fortführung der Freiheit des Fliegens. Becker schuf Bilder, deren Farbe er bearbeitete wie Wind und Wetter den Boden, die Erde, das Gestein. Bilder, die er mit Farbe vollspachtelte, um in ihr mit dem Pinsel und Finger zu schürfen, Formationen aufzutürmen, Krater und Spalten in sie hinein zu kratzen. Wie in Gesteinsformationen schuf Becker aus Baumwurzeln Gesichter aus einer Märchenwelt, Dinge und Muster die er in alltäglichen Gegenständen zu erkennen vermochte. An einem Neujahrstag in seiner Zeit als Kriegsgefangener schrieb der Flieger: bleibet bunter Bilder Traum, so grau ist der Tag, so grau ---- und das was kommen mag, jetzt noch verhüllt – wird grau – Traum, du warst kurz! Dein Sturz ins „Gestern“ zurück – du denkst das Glück. Damals Geliebte, fiel leise der Schnee, als wir Abschied nahmen. In dem großen Weh, Dir die Tränen kamen. Glück du Eintagsfliege – an deiner Wiege die große Trennung stand! Ist dein schwebender Flug verweht --- ? Im fremden Land kann ich nicht vergessen.

 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Mo

28

Mär

2022

Zukunft Wasser Management

In vielen Köpfen ist auch heute noch die Meinung weit verbreitet, wir hätten fließendes Wasser doch im Überfluss. Mit diesem Denkfehler wird Wasser weltweit trotz sinkender Vorräte immer noch vergeudet, d.h. wir lassen hochwertiges Trinkwasser in die Badewanne laufen, spülen damit die Toilette oder waschen damit das Auto. Eine schleichende Folge ist, dass der Grundwasserspiegel in der industrialisierten Welt seit Jahren weiter absinkt, dass Grundwasser in Zukunft immer aufwendiger gefiltert werden muss, weil es mit chemischen Stoffen belastet ist. Obwohl sich der Verbrauch von Wasser höchst unregelmäßig verteilt (am Tag wird zehnmal mehr als nachts verbraucht) wollen wir Wasser gleichmäßig immer und überall haben. Die Wasserwerke müssen somit praktisch Chaosforschung betreiben, den Wasserkonsum ständig beobachten und die Wassermenge in den Tanks, Rohren, Pumpen und Brunnen hoch- und runterregulieren. Die Zukunft lässt sich nur durch ein ausgeklügeltes Wassermanagement sichern. 

So

27

Mär

2022

Algorithmen steuern Aufmerksamkeit

In der jungen Generation ist der Medienkonsum häufig nicht mehr selbstmotiviert: Facebook, Twitter & Co. sind Transport für alle möglichen Inhalte. Man bewegt sich dort meist aus mehr privaten Gründen (sehen, was die Freunde gerade so machen). Über Interesse weckende Medieninhalte stolpert man mehr oder weniger zufällig nicht aus einem gezielten Suchen heraus. Hinter dem Zufall stecken ausgeklügelte Algorithmen, gefüttert mit zig Informationen über das Verhalten jedes einzelnen Nutzers.

„Es ist ein Algorithmus, der darüber bestimmt, was überhaupt eine Chance bekommt, Aufmerksamkeit zu erlangen?“

„Kein Mensch entscheidet noch darüber, was andere für wichtig halten könnten.“

„Der Gatekeeper ist also eine geheime mathematische Formel?“

„Gespeist aus unzähligen Nutzerdaten.“

 

„Die sozialen Netzwerke kennen ihre Nutzer besser als jedes klassische Medienhaus.“

So

27

Mär

2022

Abi63 Hola Hanau - Kommunikation Management

Im Wort „Blog“ (Kurzform für Weblog) ist „Log“ für Logbuch enthalten: also ein Tagebuch, das auf einer Website geführt wird und öffentlich einsehbar ist, in das ein Blogger seine Gedankengänge aufzeichnet. „Einträge in das eigene Tagebuch, die früher als private Gedankenniederschriften unter Verschluss gehalten wurden, drängen nun im digitalen Zeitalter an die Öffentlichkeit und wollen sich präsentieren, wollen gelesen, geliked und kommentiert werden.

„Bloggen als Online-Dauerpräsenz ist quasi so etwas wie eine Realitiy-Show.“

 

Fr

25

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Flüchtige Zeit

Obwohl sie immer da ist, die Zeit, jeden Tag und jede Stunde, ist sie schon wieder verschwunden, vergangen. Wo bleibt sie nur die ganze Zeit? Damit man sich ihr mit ganzer Muße widmen kann? Zeit ist Geld, so heißt es. Zeit und Verdienst sind oft zwei Seiten der gleichen Medaille, sind untrennbar aneinander und miteinander gekoppelt. Trotz aller Erfindungen und Versprechungen wie Auto oder Zug, wie Wasch- oder Spülmaschine, wie Computer oder Smartphone, wie vieler anderer Dinge mehr: immer scheint sie knapp bemessen, die Zeit. Vieles, alles lässt sich bereits vom Sofa aus einkaufen, niemand muss noch stundenlang anstehen. Trotz allem scheint Zeitnot ein ständiger Begleiter. Wenn etwas knapp ist, ist es nach den Gesetzen der Wirtschaft meist auch teuer. Niemand ist vor Eile und Stress geschützt: meinte man noch eben alle Zeit der Welt zu haben, ist sie schon wieder verschwunden. Wohin? Besser wäre vielleicht, einmal überhaupt nichts zu tun und nur danach zu schauen, wo sie denn bleibt, die allzu flüchtige Zeit.

Mo

21

Mär

2022

Arbeitswelt mit Leistungsdruck

Auch (oder gerade) in einer globalisierten Arbeitswelt sind hoch bezahlte und dazu attraktive Stellen rar. Statusängste erzeugen Druck, den eigenen Wert unter ständiger Beobachtung demonstrieren zu müssen (zu wollen). Charakterbildung und soziale Kompetenzen gehen weit über die Leistungsmessungen hinaus. Windmühlenkampf, um in allen Rollen der Beste zu sein. Hat jemand eine Führungsposition ergattert scheint alles perfekt, Probleme werden ausgeblendet. Wenn es dann nicht gut läuft, zeigt sich: perfekt ist gar nichts. Immer mehr leiden unter einem Getriebensein, an hohem Leistungsdruck und psychosomatischen Symptomen. Der äußere Perfektionismus wird meist von einem großen Wunsch nach Anerkennung gespeist. Will man aus diesem Hamsterrad den Ausstieg schaffen, sollte man zunächst einmal seine inneren Muster und Glaubenssätze hinterfragen. Um zu erkennen, was einen antreibt und was einem wirklich wichtig ist. 

Mi

09

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Selbständigkeit Profil

Das Bild der unternehmerischen Kompetenzen von Selbständigen wird oft idealtypisch überzeichnet: Existenzgründer seien von ihrer Geschäftsidee besessen, Rückschläge würden sie spielend wegstecken, jeden Tag riskante Entscheidungen treffen und diese unerschütterlich tragen. Weniger risikobereite, weniger innovative und weniger entscheidungsstarke Menschen würden sich demgegenüber für einen Job als Angestellter entscheiden. Man mag solchen Rollenbildern zustimmen oder nicht, eines scheint festzustehen: Entrepreneure und Angestellte sind anders gestrickt, d.h. die wichtigsten Dimensionen ihrer Persönlichkeit unterscheiden sich strukturell. 

Mi

02

Mär

2022

J. Becker Denkstudio - Kreativwirtschaft Übergang

Hybride Räume: bevorzugt werden von der Kreativwirtschaft Räume in einem Übergangsstadium zwischen aufgegebener Nutzung und neuer Planung (z.B. Konversionsflächen, Infrastrukturliegenschaften). Kennzeichnend ist oft ein hoher Anteil von Bewohnern mit niedrigem Einkommen. Solche Quartiere weisen auch zahlreiche verstreute Leerstände auf, haben vielfach Läden in den Erdgeschosszonen oder ungenutzte Neben- und Hintergebäude (z.B. Reinigungen, Kopierläden, private Krippen, soziale Dienste, Szenegastronomie, Ateliers, Skateboardparks, Parkplätze, Handwerker, Werkstätten). Das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums entwickelt sich dadurch meist negativ, das Image des Quartiers sinkt: sind aber die Nutzungskonditionen entsprechend günstig, können damit neue Entwicklungsprozesse in Gang gesetzt werden.

Mo

21

Feb

2022

Standortanalyse Fremdbild

Fremd- und Eigenbildanalysen dienen als Grundlage zur Entwicklung eines angemessenen und bedürfnisgerechten Leistungsspektrums des Standortes wie auch zur Feststellung genutzter und ungenutzter Potentiale. Dabei werden entsprechende Markt- und Leistungsprofile aus der Sicht des eigenen Standortes erstellt und diese mit analogen Profilen aus der Sicht der ortsansässigen bzw. ansiedlungswilligen Unternehmen verglichen.

 

Fremdbilderhebung - wie stehen wir aus der Sicht Dritter bzw. des Zielpublikums da: wie wird das Leistungsprofil des Standortes gesehen, wie die Leistungsprofile konkurrierender Kommunen? wo ergeben sich beim direkten Vergleich Diskrepanzen? was sind die Gründe hierfür, welches sind die Auswirkungen? nach welchen wesentlichen Kriterien wählen die Firmen ihre Standorte aus? wie wird der Standort in diesen Kriterien im Vergleich zu anderen Standorten bewertet? wo liegen derzeit und zukünftig welche Erwartungen der Firmen? wie werden diese Erwartungen erfüllt? 

Sa

19

Feb

2022

J. Becker Denkstudio - Standortökonomie

Die mit Hilfe der Standortökonomie systematisierten weichen Faktoren bilden zunehmend mehr eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Investorenkontakte sowie ein positives Auswahl-Rating. Mit einer Wirkungsanalyse können Wirkungszusammenhänge innerhalb der Standortfaktoren erkannt werden: es können Aussagen zur Steuerbarkeit einzelner Faktoren und zu zeitlichen Verzögerungen bei den Wirkungszusammenhängen getroffen werden. Es werden die Wechselwirkungen der Einflussfaktoren analysiert, d.h.: es wird der Wirkungszusammenhang zwischen zwei unterschiedlichen Einflussfaktoren betrachtet, also dem Einfluss eines Faktors auf einen anderen (paarweise). Statt positiver können zusätzlich auch negative Wirkungen untersucht werden, d.h. Verschlechterungen innerhalb des Standortkapitals: was kann unter den gegebenen Umständen mit dem jeweiligen Einflussfaktor im negativen Fall passieren?  Ergebnis: es werden zusätzliche Erkenntnisse über interne Risiken erlangt. Alles in allem kommt es darauf an, dass sowohl externe (Investoren, ansiedlungsinteressierte Firmen, Existenzgründer u.a.) als auch interne (Wirtschaftsförderung, politische Entscheidungsträger u.a.) Personengruppen eine elementare Vorstellung von der Größenordnung, Erfolgsrelevanz, Entwicklungsfähigkeit, Priorität, und Wirkungsstärke und -dauer von Standortfaktoren zu bekommen. 

So

30

Jan

2022

Monitor Mitarbeiterbefragung

Mitarbeiterbefragungen kommen nicht nur für große Unternehmen in Betracht, sondern eignen sich für alle Organisationen mit mehr als fünfzig Beschäftigten . Die Investitionen in eine Befragungsaktion sollten ebenso sorgfältig wie im Anlage- und Umlagevermögen geplant und vorbereitet werden. Für die gesamte Aktion einer Mitarbeiterbefragung sollte eine Projektgruppe eingesetzt werden. Der Umfang eines Mitarbeiter-Fragebogens sollte ca. 60-80 Fragen nicht übersteigen, die zu rund 90 Prozent an Mitarbeiter und Führungskräfte und zu etwa 10 Prozent ausschließlich an Führungskräfte gerichtet werden sollten. Die Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung muss auf freiwilliger Basis erfolgen. Die Anonymität muss garantiert werden. Alle Beteiligten haben ein Recht darauf, über die Ergebnisse informiert zu werden. Feedback und Aktionspläne müssen von „unten nach oben“ und von „oben nach unten“ laufen. 

Fr

28

Jan

2022

Bewerber Marketing

Für das Marketing von Wissensressourcen wurden spezielle Instrumente wie beispielsweise die Wissensbilanz entwickelt. Allerdings war der Einsatz solcher Wissensbilanzen eher für Unternehmen und nicht so sehr für Einzelpersonen oder Bewerber gedacht und konzipiert. Ebenso wie Unternehmen haben sich aber auch Bewerber bei der Vermarktung ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen intensiv im Umgang mit der Ressource Wissen auseinanderzusetzen. Dabei muss oft erst das Verständnis dafür geweckt werden, wie sehr sich die Bedeutung von Wissen direkt auf die eigene Berufssituation auswirken kann. Somit liegt es nahe, sich mit diesem Zukunfts-Rohstoff näher zu befassen. Denn wer die Herausforderung Wissensmanagement annehmen will, muss zunächst ein genaues, detailliertes Verständnis über eigenes Wissen bzw. Nichtwissen erlangen und dieses als Grundlage für eine geplante Bewerbung unterfüttern. Wissen ist das wertvollste Kapital eines Bewerbers und darf deshalb nicht einfach sich selbst überlassen werden. Es geht um die zielgenaue Ausrichtung von personenbezogenen Wissensstärken auf Marktlücken.

Fr

21

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Wissen Wert

Fast ein jeder kennt das geflügelte Wort „Wissen ist Macht“. Obwohl (oder gerade deswegen) nicht ein jeder vom Streben nach Macht beseelt ist gilt für ihn trotzdem: „Wissen ist Wert“. Um die beste Version (Position) seines Selbst mit durchdachtem Wissensmanagement zu stärken. Die Arbeitswelt verändert sich (rasant): Roboter und Algorithmen bestimmen zunehmend das Geschehen und verändern Produktionsabläufe und Beschäftigungsfelder. Hat jemand das Abitur in der Tasche, steht ihm die Welt offen. Eine Welt aber, die ziemlich groß und komplex ist. Kaum einmal jemals im späteren Leben scheint die Unsicherheit ähnlich groß wie beim Übergang aus dem (behüteten) Schulsystem hinein in den riesigen Berufskosmos. Die Innovationsverdichtung ist fortwährend auf Wachstum getrimmt. Mehr Lebenstempo verengt gleichzeitig Autonomiespielräume. Obwohl die ganze Digitalisierung nicht auch zuletzt deshalb erfunden wurde und dazu dienen sollte, Freiheitsgrade zu erhöhen. 

Mo

17

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Standort Indikatoren

Zur richtigen Bewertung einer spezifischen Standortsituation und  -problematik geht es darum, ein System zur möglichst vollständigen Erfassung aller relevanten Wirkungsmechanismen zu entwickeln, d.h. es geht um ganzheitlich ausgelegte Informationsstrukturen, in die unabhängig vom jeweils zu analysierenden Tatbestand alle Indikatoren einheitlich eingebettet werden können, um einheitliche Definition und Strukturierung der verwendeten Indikatoren (standardisiertes Profil). Um für die Interpretation eines Indikators gegebenenfalls zu beachtende Ankerpunkte (z.B. Grenzwerte oder Interpretationskorridore für besonders gute oder besonders schlechte Werte). Um Definition komprimierter oder aggregierter  Indikatorbereiche, die je nach Bedarf in Richtung weiterer Problembereiche verfeinert werden können und mit denen am Ende für bestimmte Standorte ein Gesamtmodell (Vgl. Non Financial- Standortbilanz) generiert werden kann.

 

 

Do

13

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Bilanz Standortkapital

Sowohl für das eigentliche angebotsorientierte Standortmarketing als auch für nachfrageorientierte Standortanalysen und -vergleiche hat diese Art von Vermögensbilanzen für sich alleine eine eher geringe, möglicherweise sogar irreführende Aussagekraft. Grundsätzlich ist nämlich zu bedenken, dass in den derzeit von den Kommunen in Angriff genommenen Vermögensbilanzen ausschließlich harte, d.h. im Sinne der kaufmännischen Buchführung buchbare Faktoren ihren Niederschlag finden. Ein Standort ist mehr als nur die Addition aus buchbaren Einzelwerten, die der Kommune gehörenden Sachanlagen in Form von Gegenständen, Grundstücken, Immobilien, Straßen, Leitungen u.a. beigemessen werden. Einen weitaus höheren Wert stellt das ebenso am Standort befindliche private Eigentum dar. Unabhängig davon muss man bereits im Bereich dieser sogenannten harten Faktoren auch mit Annahmen (z.B. Bodenrichtwerte, durchschnittlicher Lagewert eines Grundstückes) arbeiten). Viele Annahmen müssen dabei unter einem weit dehnbaren Interpretationsrahmen getroffen werden, da große Teile der in der Vermögensbilanz angeführten Sachanlagen unverkäuflich sind und für sie daher manchmal nicht einmal annäherungsweise, d.h. überhaupt kein Marktpreis feststellbar ist.  Chancen und Risiken lassen sich für einen Standort besser mit Hilfe einer Gesamtschau herausfinden und bewerten. Dabei müssen auf Grundlage einer mehrschichtigen Sichtweise alle Einflussfaktoren möglichst lückenlos einbezogen werden. Die Standortbilanz bietet eine umfassende, für jedermann verständliche Kommunikationsplattform, über die sich alle wichtige Akteure wie Stadtverwaltung, Projektentwickler, Betreiber, Investoren, Einzelhändler, Dienstleister oder Bürgervertreter vernetzen können. 

Di

11

Jan

2022

J. Becker Denkstudio - Ressourcen Standort

Standort-Check immaterieller Ressourcen

Ein Standort unterliegt einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck: insbesondere der richtige Umgang mit dem verfügbaren Standortkapital als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. D.h.: die vorhandenen Ressourcen müssen auf den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes optimiert werden. Gegenüber dem Management klassischer Produktionsfaktoren hat das Management der Standortfaktoren (speziell der "weichen Standortfaktoren" wie beispielsweise Image als Wirtschaftsstandort, Image als Wohnstandort, Umwelt, Lebensqualität und Sicherheit, unternehmensfreundliche und flexible Verwaltung) seine Zukunft noch vor sich. Im harten Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen genügt potentiellen Investoren der Verweis auf die Prosperität, hervorragende Infrastruktur und geografische Lage nicht mehr. Es sollte daher ein Konzept entwickelt werden, das beschreibt/ vorgibt, wie sich der Standort anhand der ihn aus-/kennzeichnenden (immateriellen) Faktoren im Wettbewerb/ Markt, gegenüber Investoren/ Standortinteressenten sowie gegenüber anderen Standorten (in der Nähe, aber im Rahmen einer sich globalisierenden Wirtschaft auch in der Ferne) positionieren will. Dabei geht es um die Feststellung der für den Standort relevanten Geschäftsprozesse und Erfolgsfaktoren. Es sollte untersucht und transparent gemacht werden, wie gut ein Standort tatsächlich aufgestellt ist und wo sich noch zusätzliche, möglicherweise brachliegende oder nur teilgenutzte Profilierungs- und Zukunftschancen verbergen. Weiter sollte auch die Wirkungszusammenhänge zwischen einzelnen Standortfaktoren beschrieben und hinsichtlich ihrer Wirkungsstärke und Wirkungsdauer analysiert werden. 

Do

09

Dez

2021

Bewerberstrategie mit Erfolgspotenzial

In der heutigen Arbeitswelt dürfte eine Bewerbung kein einmaliger Vorgang mehr bleiben, sondern einen Berufsweg immer häufiger begleiten. Auch Bewerbungen werden daher einem permanenten Lern- und Erfahrungsprozess unterworfen sein, den letztlich nur jene erfolgreich gestalten werden, die aktive Bewerbungsmaßnahmen und -strategien für sich zu nutzen wissen. Dabei sollte auch nicht vergessen werden, dass Bewerbungen nicht ausschließlich mit einem Wechsel des Arbeitgebers zu tun haben müssen, sondern in wesentlich kürzeren Abständen auch innerbetrieblich stattfinden können. Soll eine Bewerbung Erfolg haben, muss man sich etwas einfallen lassen. Denn zu viele wollen das Gleiche. Also her mit den vielgerühmten Alleinstellungsmerkmalen. Doch welche könnten dies sein? Während man früher mit Fremdsprachenkenntnissen und Auslandserfahrung noch sehr schnell den Olymp der absoluten Elite erklimmen konnte, zählen solche Merkmale heute immer öfter zur normalen Ausstattung vieler Bewerber. Professionell erstellte Bewerbungsunterlagen? Sie gelten mittlerweile als selbstverständlich und fallen nicht mehr aus dem Rahmen des allgemein Üblichen. Was also könnte man tun, um seine Chancen bei der Überwindung mancher Bewerbungshürden vielleicht doch noch zu verbessern? 

Di

30

Nov

2021

Standortanalyse mit strukturierten Verbesserungsaktivitäten

Jeder der zuvor erst einmal zu identifizierenden und beschriebenen Standortfaktoren wird für sich nach den Dimensionen Quantität (Qn), Qualität (Ql) und Systematik (Sy) bewertet und muss im Rahmen der Vorgehenssystematik ein 3-stufiges Bewertungsschema durchlaufen. Hierbei ist im Rahmen der Standortbilanzierung die Selbstbewertung ein Schlüsselprozess, der eine Plattform für die Diskussion und Erarbeitung von Themen liefert, mit denen die Wirtschaftsförderung konfrontiert wird und sichert die Mitwirkung und das Engagement von Schlüsselpersonen. Damit ist die Selbstbewertung auch ein leistungsfähiger Mechanismus zur Einführung und Unterstützung von Verbesserungsmaßnahmen. Als Vorteile im Detail bietet das Instrument der Selbstbewertung u.a.: einen gründlichen, strukturierten Ansatz für Verbesserungsaktivitäten, eine Bewertung auf Grundlage von Fakten statt individueller Wahrnehmungen, ein Instrument zur Festlegung eines Orientierungsrahmens und zur Konsensfindung hinsichtlich notwendiger Maßnahmen, ein leistungsfähiges Diagnoseinstrument, eine objektive Bewertung anhand von praxisbewährten Kriterien, ein Mittel zur Messung der im Zeitablauf erzielten Fortschritte, ein Instrument, das die Verbesserungsaktivitäten auf diejenigen Bereiche konzentriert in denen sie am nötigsten sind, eine Methode, die sich auf allen Ebenen anwenden lässt 8von einzelnen Bereichen bis hin zum Gesamtstandort),  eine Chance zur Förderung und zum Austausch erfolgreicher Methoden.

Do

25

Nov

2021

Standort-Check Grundsatzfragen

Bevor für einen Standort ein umfassendes Diagramm- und Auswertungspaket entwickelt und zusammengestellt werden kann, sollte Klarheit über einige Grundsatzfragen geschaffen werden. Hierzu gehören beispielsweise auch Antworten auf folgende Fragen: erfüllt der Standort die Mindestkriterien des jeweiligen Anforderungsprofils? Was macht das Besondere dieses Standortes aus und wie ist dieses Besondere zu bewerten? Welche dynamischen Beziehungen wirken zwischen einzelnen Standortfaktoren? Mit welcher Zeitdauer werden diese Beziehungen wirksam? D.h., wie sieht das Innenleben des Standortes hinter seiner Fassade aus? Kann der erste Eindruck mit detaillierten Fakten untermauert werden? Welches Gewicht sollte aus individueller Sicht einem bestimmten Standortfaktor gegeben werden? Ist  für die Beurteilung eines Faktorenwertes dessen absolute Größe oder eher die Relation der Werte zueinander von größerer Bedeutung? 

Mo

22

Nov

2021

Standortanalyse aus dem Indikator-Cockpit

Aus methodischer Sicht bieten sich für einen Standortvergleich zwei miteinander verwandte Instrumente an: Konkurrenzanalyse und Benchmarking. Es kommt auch darauf an, dem Geheimnis erfolgreich agierender Standorte auf die Spur zu kommen. Greift der Standort auch auf Fremdeinschätzungen zurück, so wird er quasi automatisch dazu gezwungen, sich nicht ständig immer nur von innen, sondern verstärkt durch die Brille des Marktes (von potenziellen Ansiedlern, Investoren u.a.) zu betrachten. Die an Entscheidungsprozessen beteiligten Schlüsselpersonen des Standortes gewinnen damit Kernindikatoren und Maßstäbe, die ihnen wertvolle Hinweise liefern können, was intern zu machen ist, um den Erwartungen des Marktes zu genügen. Mit Hilfe einer dem Punktezettel beim Boxen ähnlichen Ergebnistafel (Scorecard) kann aus verschiedenen Perspektiven festgehalten werden, was der Standort in der Berichtsperiode zuwege gebracht hat und wo er im Wettbewerb steht. Einen solchen Erhebungs- und Berichtsbogen kann man sich wie die Instrumententafel im Cockpit eines Flugzeuges vorstellen.

Do

18

Nov

2021

Wirtschaftsförderung mit Konkurrenzanalyse

Im global vernetzten Wirtschafts- und Finanzgeschehen mit den für alle Beteiligten nahezu unbegrenzten Informationsmöglichkeiten und Datenquellen gibt es keine „Standort-Inseln“. Jeder Standort steht somit direkt oder indirekt in Wirkungs- und teilweise Abhängigkeitsbeziehungen zu einer Vielzahl anderer Standorte. Die Steuer-Konkurrenz findet nicht nur international sondern auch direkt vor der eigenen Haustür von Kommune zu Kommune statt. Es reicht daher nicht aus, nur über das Geschehen am eigenen Standort genauestens im Bilde zu sein. Man muss sich zusätzlich darüber Klarheit verschaffen, wen man als Konkurrenten zu beobachten hat und was sich in der direkten Nachbarschaft, d.h. in einem Umkreis von ca. 100 km abspielt. Das Standortmarketing muss weit über den eigenen Tellerrand hinausschauen und jegliches Kirchturm-Denken vermeiden. Die Wirtschaftsförderung darf neben lokalen weder bundesweite noch internationale Aspekte aus ihrem Radarschirm verlieren. 

Mo

15

Nov

2021

Management der Standortfaktoren

Die Wirtschaftsförderung braucht neue Impulse, um in ihrem Bereich die Zukunft von Arbeitsplätzen zu sichern. Der Standort unterliegt einem dynamischen Wandel und Anpassungsdruck: insbesondere der richtige Umgang mit dem verfügbaren Standortkapital als Ressource wird für die Zukunft immer mehr zum entscheidenden Erfolgsfaktor. D.h.: die vorhandenen Ressourcen müssen auf den Ausbau und die Weiterentwicklung des Standortes optimiert werden. Gegenüber dem Management klassischer Produktionsfaktoren hat das Management der Standortfaktoren (speziell der "weichen Standortfaktoren" wie beispielsweise Image als Wirtschaftsstandort, Image als Wohnstandort, Umwelt, Lebensqualität und Sicherheit, unternehmensfreundliche und flexible Verwaltung) seine Zukunft noch vor sich. Verantwortliche für Standorte wie Standortanalysten in Unternehmen wären gut beraten, eine eigene Indikatorkompetenz mit einem zeitnah aktualisierten Daten- und Informationspool einzurichten. 

Do

11

Nov

2021

Reales Bild eines Standortes bilanzieren

Standortbilanzen können aus unterschiedlichen Sichtweisen (z.B. Innen- oder Außenbetrachtung), von unterschiedlichen Personen oder Stellen, für unterschiedliche Standorte oder auch nur Bereiche hiervon, für unterschiedliche Zeiträume und Zeitpunkte aufgenommen und zusammengestellt werden. Aufbau und Struktur bleiben hiervon unabhängig immer gleich. Durchgängig bruchfreie Systematik und Abstimmbarkeit: einheitliche Abgrenzung und Zuordnung auf Faktoren-Cluster, einheitliche Bewertungsmethoden nach Quantität, Qualität und Systematik, eindeutige Zuordnung von Indikatoren von Standortfaktoren, einheitliche Definition und Interpretation von Indikatoren, eindeutige Zuordnung von Maßnahmen auf Standortfaktoren, einheitliche Strukturierung von Maßnahmen, eindeutige Verknüpfung von Faktoren nach Wirkungsstärke und –dauer, alle Einzel-Tatbestände im System durchgängig abstimmfähig, zeitlich oder lokal unterschiedliche Standortbilanzen immer vergleichbar.

Di

02

Nov

2021

Standort-Check Berichtsstruktur

Von der Ausgangssituation bis zum individuellen Spezial-Report:

Welcher Bereich des Standortes soll berichtet werden? Als Grundlage für die Festlegung des Berichtsbereiches sollte zunächst die Ausgangssituation des Standortes definiert und beschrieben werden. Damit wird ein Fixpunkt für die fundierte Entwicklung von Zielen, Aktionen und Maßnahmen geschaffen. Es wird der Grundstock für eine möglichst breite Daten- und Informationsbasis gelegt. Ausgangsfrage: Soll der Standort als Ganzes oder nur in einzelnen Bereichen oder Prozessen betrachtet werden?  Das Standort- Geschäftsmodell wird mit Hilfe von Berichtsbereich, Geschäftsumfeld, Vision, Strategie, Geschäftsprozessen (GP) und Geschäftserfolgen (GE) beschrieben. Voraussetzung für Standortentscheidungen, die für alle Beteiligten, d.h. sowohl für den nachfragenden Investor als auch für den sich anbietenden Standort, zu einem guten und nachhaltig wirtschaftlichen Ergebnis führen ist, dass ein Standortprofil möglichst genau auch das individuelle Anforderungsprofil des Unternehmens abdecken kann. Alle Faktoren des Standortes müssen daher so vollständig und umfassend wie möglich/nötig identifiziert, erfasst, bewertet, quantitativ gemessen und bilanziert werden (Anmerkung: bei Analyse von 25 Standortfaktoren, von denen jeder mit jedem zusammenhängt, gäbe es rein rechnerisch betrachtet n !, d.h. 25 Fakultät = 1*2*3.........*25 Kombinationsmöglichkeiten, Analysesituationen).

So

31

Okt

2021

Headhunter in eigener Sache

Grundlage einer fast jeden Bewerbung ist der Rohstoff „Wissen“, der nach wie vor einzige Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Es ist dieser Kapitalstock des Bewerbers, was die Sache ausmacht.  Die charakteristischen Merkmale eines Bewerbers werden in seinem Intellektuellen Kapital abgebildet. Der kernige Marketingsatz des „Change Knowledge into Cash“ findet hier seine Berechtigung. Mit diesem strategischen Gut „Wissen“ muss der Bewerber, will er Erfolg haben, zielgerichtet umgehen. Im Vergleich zu gut strukturierten Daten in den IT-Systemen werden Wissen und Erfahrungen von Personen in der Regel nicht explizit dargestellt. Genau diese Informationen sind aber für den Personalentscheider von Bedeutung. 

Sa

30

Okt

2021

Möglichkeiten des Standortcontrolling ausloten

Erst die genaue Kenntnis sowohl von Beziehungsfaktoren als auch insbesondere der immateriellen Einflussgrößen machen eine effiziente und nachhaltige Planung möglich. In erster Linie bedeutet also Standortcontrolling ein Denken in Alternativen und in der Zukunft. Hierbei sollten die Standortakteure mehr das Morgen und Übermorgen und nicht so sehr das Gewesene beschäftigen. Eine hierfür geeignete Tool-Box sollte deshalb Hilfen für mögliche Wege und Schritte anbieten und Optionen vorschlagen können, die zu dem gewünschten Ziel führen. Planung als Vorausabwägen verschiedener Entscheidungsmöglichkeiten ist besonders auf der Standortebene heute mehr denn je unverzichtbar. Es geht um: Radarsystem mit Blick in die Zukunft, zu wenig genaue Wegweiser und Markierungen, Möglichkeiten des Standortcontrolling ausloten, Bildung einer Arbeitsgruppe, Beschreibung der Ausgangssituation, Definition und Abgrenzung des Bilanzierungsbereiches, welche Vision schwebt uns vor? welche Strategien verfolgen wir?

 

 

Mo

25

Okt

2021

Standortcontrolling gekonnt programmieren

Kommunen öffnen sich wirtschaftlichem Controlling: unter dem Stichwort „Public Management“ kann man heute viele bisher nur in der Unternehmenspraxis gängige Verfahren nun auch in der öffentlichen Verwaltung wiederfinden. Eventuell noch aus der Vergangenheit herreichende Berührungsängste gibt es kaum. Die verantwortlichen Standortakteure haben erkannt, dass es problematisch ist, die Zukunft ausschließlich als Fortschreibung der Vergangenheit zu sehen. Vielmehr besteht in Anbetracht der auf einen Standort einwirkenden internen und externen Einflussfaktoren die Notwendigkeit, schon heute die Voraussetzungen für zukünftige Standorterfolge zu erkennen und zu schaffen. Während Controllinginstrumente in den heute fast immer global agierenden Unternehmen auch oder gerade hinsichtlich ihrer strategischen Komponenten zum täglichen Handwerkszeug zählen, werden Strategien im Bereich von Standortakteuren manchmal eher noch „handgestrickt“ und weniger systematisch herausgearbeitet. 

Di

28

Sep

2021

Potenzialausschöpfung Standortressourcen

Chancen und Risiken lassen sich für einen Standort besser mit Hilfe einer Gesamtschau herausfinden und bewerten. Dabei müssen auf Grundlage einer mehrschichtigen Sichtweise alle Einflussfaktoren möglichst lückenlos einbezogen werden. Eine Standortbilanz bietet hierfür eine umfassende, für jedermann verständliche Kommunikationsplattform, über die sich alle wichtige Akteure wie Stadtverwaltung, Projektentwickler, Betreiber, Investoren, Einzelhändler, Dienstleister oder Bürgervertreter vernetzen können. Es geht um: Rechenschaftsbericht eines Standortes, Standortbilanz als 360-Grad-Radarschirm, was hat eine Standortbilanz, was andere nicht haben? Immaterielles Standortkapital – ein Erfolgsfaktor, Bündelung der Standortfaktoren-Cluster, mehrere Dimensionen der Standortbewertung, Gewichtung der Standortfaktoren, Verknüpfung der Standortfaktoren, Portfolio für  Maßnahmenempfehlungen, Eigen- und Fremdbild, Standortprofil-Diagramm, Standortportfolio nach Bewertungsdimension, Standortampel-Diagramm, Wirkungsnetz der Standortfaktoren, Standortpotenzial-Portfolio, Nutzung der Hebelkraft bestimmter Standortfaktoren, ein Standort ist mehr als nur die Summe seiner Gebäude und Flächen, leicht verständliche Darstellung, einheitlicher Aufbau, Übersichtlichkeit und Transparenz, durchgängig bruchfreie Systematik, zahlenorientierte Denkweise, Vollständigkeit, Standort- und City-Marketing vorhandener Ressourcen

Fr

24

Sep

2021

Selfpublisher - Vorreiter für neue Arbeitsformen

Die Kinder von heute werden in ihrem Leben verschiedene Berufe ausüben und  zwischen verschiedenen Erwerbsformen wechseln. Self-Publishing ist hierbei für solche Arbeitsformen ein Vorreiter. Durch mehr Transparenz und nachvollziehbare Bewertung knapper Wissensressourcen können diese auch vom Self-Publisher im Wettbewerb zielgerichteter genutzt werden. Denn es wird grundsätzlich und branchenübergreifend immer mehr darauf ankommen, dass man vor allem wissensgestützte Produkte und Dienstleistungen nutzt: der Marktwert eines Publishers ermittelt man immer mehr dadurch, indem man auf das Verhältnis von Daten, Informationen und Wissen schaut. Publisher, die sich „informationalisieren“ können, werden besser dastehen als solche, die dies nicht können. Wenn sie darüber hinaus vorhandene Wissensbestände zu nutzen wissen, werden sie sogar noch stärker und wertvoller sein als die, die nur auf Informationen basieren. 

Fr

17

Sep

2021

Denkstudio - Cluster als Baustein der Wirtschaftsförderung

Clusterinitiativen sind ein wichtiger Baustein innerhalb der kommunalen und regionalen Wirtschaftsförderung und im Rahmen einer strategischen Neuaufstellung unverzichtbar. Erfolgreiche Cluster legen Gewicht auf Stärkung der Vertrauensbildung zwischen beteiligten Akteuren und setzen auf eine gesunde Mischung aus ehrgeizigen (Langfrist-)Zielen und schnellen Teilerfolgen. Das Clustermanagement benötigt zusätzlich zu harten auch weiche Informationen. Die räumliche Nähe in einem Cluster (Traube, Bündel, Schwarm, Haufen) aus Unternehmen einer bestimmten Branche, Dienstleistern (z.B. Ingenieurbüros), Forschungseinrichtungen und unterstützenden Institutionen (z.B. Verbände, Kammern) erleichtert unternehmensübergreifenden Wissensaustausch, regionale Innovationsprozesse sowie ein gemeinsames „Milieu“ geteilter Werte, Regeln (Vertrauen). 

Do

16

Sep

2021

Storytelling im Wettbewerb um Aufmerksamkeit

 

In der heutigen Generation ist der Medienkonsum häufig nicht mehr selbstmotiviert: Facebook, Twitter & Co. sind Transport für alle möglichen Inhalte. Man bewegt sich dort meist aus mehr privaten Gründen (sehen, was die Freunde gerade so machen). Über Interesse weckende Medieninhalte stolpert man mehr oder weniger zufällig nicht aus einem gezielten Suchen heraus. Hinter dem Zufall stecken ausgeklügelte Algorithmen, gefüttert mit zig Informationen über das Verhalten jedes einzelnen Nutzers. Es ist ein Algorithmus, der darüber bestimmt, was überhaupt eine Chance bekommt, Aufmerksamkeit zu erlangen. Eine Vielzahl von Texten richtet sich zudem an globale Leser (Sprache als einziges Zugangskriterium). Der Eigenverleger agiert also auch auf einem globalen Markt: Länder haben Grenzen, Geschichten nicht. Content ist überall: viel mehr Inhalte sind viel leichter erreichbar als früher. Viel mehr Menschen machen Content, d.h. der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wird immer härter.

Mi

15

Sep

2021

Startup mit überzeugender Idee

Hat jemand einen nachhaltigen Bildungsabschluss in der Tasche, steht ihm die Welt offen. Eine Welt aber, die ziemlich groß und komplex ist. Kaum einmal jemals im späteren Leben scheint die Unsicherheit ähnlich groß wie beim Übergang aus einem (behüteten) Schulsystem hinein in den riesigen Berufskosmos. Die Opportunitätskosten der Selbständigkeit (Verzicht auf einen sicheren, gut bezahlten Job) können eine hohe Hürde sein, die erst einmal überwunden sein will (viele Erwerbsfähige entscheiden sich für einen Job und gegen die Selbständigkeit). Darüber hinaus wirken sich auch institutionelle Gegebenheiten der länderspezifischen Gründungsförderung aus. Was macht den Erfolg eines Startup aus? die überzeugende Idee, Glück oder gute Beziehungen? 

Di

14

Sep

2021

Wären Recruiting-Algorithmen bessere Personalentscheider?

Wären Recruiting-Algorithmen vielleicht die besseren Personalentscheider? Recruiting muss sich vergleichbar und messbar machen. So gibt es heute ja auch für Personalentscheider eine softwarebasierte Entscheidungsunterstützung. Damit soll u.a. sichergestellt werden, dass nicht relevante Aspekte auch nicht in die Entscheidung einfließen. Denn bei ansonsten üblichen Auswahlprozessen sind „Verzerrungen“ nicht auszuschließen. Menschen entscheiden eben immer auch nach ihren persönlichen Eindrücken und Einstellungen. Dagegen kann eine Software Lebensläufe neutral durchforsten und dann auf dieser Basis Handlungsempfehlungen erstellen. Vorschläge der Maschinen sind daher vielleicht objektiv(er). Trotzdem wird man auch in Zukunft ohne Erfahrungswissen und Bauchgefühl nicht auskommen und wohl auch nicht darauf verzichten wollen, eine Software kann unterstützen aber nicht ersetzen.

Di

14

Sep

2021

Denkstudio J. Becker - Standortbilanz-Tools

Die Marketinginformationen eines Standortes müssen vielen Anforderungen und Wünschen gerecht werden: sie sollen ein möglichst zeit- und wirklichkeitsnahes Abbild zu vielfältigen und komplexen Sachverhalten abgeben. Sie sollen möglichst transparent und nachvollziehbar sein, um als breite Kommunikations- und Diskussionsplattform die Vorbereitung von oft kontroversen Standortentscheidungen unterstützen zu können. Ein Unternehmen muss anhand solcher Unterlagen prüfen können, ob die ihm zur Verfügung gestellten Informationen auch wirklich alle erfolgsrelevanten Aspekte und Faktoren des Standortes abdecken, welche Informationslücken gegebenenfalls mit eigenen Aktivitäten zu schließen sind. In diesem Kontext stellt eine Standortbilanz Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen.

Fr

10

Sep

2021

Management des Intellektuellen Kapitals hat Zukunft noch vor sich

 

Neben messbaren Personalfaktoren  gibt es viele andere, sogenannte „weiche“ Faktoren, die für den Erfolg ausschlaggebend sein können. Gutes und qualitativ hochwertiges Intellektuelles Kapital ist ein knappes Gut und wird sich in Zukunft möglicherweise noch weiter verknappen. Eine Personalbilanz sowie das Unternehmen insgesamt ruhen auf einem komplizierten und manchmal schwer durchschaubarem Gerüst von Personalfaktoren. Wissensmanagement erfordert zunächst auf der Führungsebene die Bewertung von im Unternehmen zirkulierenden Informationen.  So besteht in der Wirtschaftspraxis weitgehend Einigkeit darüber, dass die Managementfragen bezüglich der klassischen Produktionsfaktoren weitgehend ausgereizt sind. Anders beim Intellektuellen Kapital, d.h. den „weichen“ selten oder überhaupt nicht gemessenen Faktoren: hier liegt die Managementzukunft noch vor uns. Die systematische Bewertung und Bilanzierung von Intellektuellem Kapital schlägt eine Brücke zwischen Angebot und Nachfrage. Personalentscheidungen haben einen hohen internen politischen Charakter und lösen im Gegensatz zu Sachentscheidungen längerfristige, nicht-lineare Wirkungsketten aus. Viele personalwirtschaftliche Tatbestände entziehen sich dabei einer quantitativen oder gar monetären Erfassung und erfordern die Berücksichtigung qualitativer Daten und Indikatoren. 

Di

07

Sep

2021

In Köpfen gespeichertes Wissen

Das Intellektuelle Kapital umfasst alle Eigenschaften und Fähigkeiten, die einzelne Personen in ein Unternehmen einbringen, z.B.: Mitarbeiterqualifikation, soziale Kompetenz, Mitarbeitermotivation, Führungskompetenz. Humankapital ist im Besitz der betreffenden Person und verlässt mit ihr das Unternehmen. D.h. das spezifische Wissen eines Unternehmens ist zu einem bedeutenden Teil in Köpfen gespeichert. Je wissensintensiver die Leistungen des Unternehmens sind, umso größer ist die Bedeutung dieses in Köpfen gespeicherten Wissens. Somit sind Mitarbeiter immer auch Produzenten und Inhaber immaterieller Vermögenswerte. D.h. Verlust von Wissensarbeitern bedeutet somit immer auch Kompetenz- und immaterielle Kapitaleinbußen. 

Di

31

Aug

2021

Welcher Bereich eines Standortes soll bilanziert werden?

Als Grundlage für die Festlegung des Bilanzierungsbereiches sollte zunächst die Ausgangssituation des Standortes definiert und beschrieben werden. Damit wird ein Fixpunkt für die fundierte Entwicklung von Zielen, Aktionen und Maßnahmen geschaffen. Es wird der Grundstock für eine möglichst breite Daten- und Informationsbasis gelegt. Ausgangsfrage: Soll der Standort als Ganzes oder nur in einzelnen Bereichen betrachtet werden? Das Standort-Geschäftsmodell wird mit Hilfe von Bilanzierungsbereich, Geschäftsumfeld, Vision, Strategie, Geschäftsprozesse (GP) und Geschäftserfolge (GE) beschrieben. Voraussetzung für Standortentscheidungen, die für alle Beteiligten, d.h. sowohl für den nachfragenden Investor als auch für den sich anbietenden Standort, zu einem guten und nachhaltig wirtschaftlichen Ergebnis führen ist, dass ein Standortprofil möglichst genau auch das jeweils individuelle Anforderungsprofil abdecken kann. 

Mi

25

Aug

2021

Standortmarketing nach Segmenten und Zielgruppen

Es geht darum, anhand von immateriellen Faktoren eine Marktposition zu erobern. Die richtige Positionierung basiert nicht ausschließlich auf materiellen oder immateriellen Standorteigenschaften, sondern auch auf der Zielrichtung, d.h. dem Finden der richtigen Zielgruppe. Wenn die Wirtschaftsförderung Bemühungen auf bestimmte Segmente konzentriert, ist es leichter, spezifische Anforderungen von Investoren zu verstehen und sich hierauf einzustellen. Dies erhöht die Erfolgsaussichten. Trotz zahlreicher Einzelaktivitäten gibt es an vielen Stellen noch Lücken, die eine bestmögliche Ausschöpfung der im Standortkapital steckenden Entwicklungspotentiale behindert. Es bedarf einer steten Auseinandersetzung mit den Zukunftspotenzialen und dem Zukunftsbild des Standortes. Insbesondere fehlt vielfach noch ein in sich schlüssiges Konzept bzw. Instrument, mit dem sich alle Einzelkomponenten des Standortkapitals vollständig und mit einheitlicher Systematik abbilden lassen. Jeder Standort ist anders und weist ganz spezifische Bedingungen auf, die u.a. von klimatischen, geographischen, politischen und sozio-ökonomischen Bedingungen bestimmt werden. Die natürlichen Standortvorteile (Rohstoffvorräte, Hafennähe), die im Zeitalter der Industrialisierung noch bestimmte Standorte privilegiert hatten, spielen eine immer geringere Rolle, weniger Transportkosten verschaffen vergleichbaren Standorten damit eine relative Chancengleichheit. 

Mo

23

Aug

2021

Entrepreneure sind anders als Angestellte gestrickt

Das Bild der unternehmerischen Kompetenzen von Selbständigen wird oft idealtypisch überzeichnet: Existenzgründer seien von ihrer Geschäftsidee besessen, Rückschläge würden sie spielend wegstecken, jeden Tag riskante Entscheidungen treffen und diese unerschütterlich tragen. Weniger risikobereite, weniger innovative und weniger entscheidungsstarke Menschen würden sich demgegenüber für einen Job als Angestellter entscheiden. Man mag solchen Rollenbildern zustimmen oder nicht, eines scheint festzustehen: Entrepreneure und Angestellte sind anders gestrickt, d.h. die wichtigsten Dimensionen ihrer Persönlichkeit unterscheiden sich strukturell. Psychologen haben für den Beleg dieser Tatsache u.a. ein Fünf-Faktoren-Modell entwickelt, mit dem fünf Persönlichkeitsfaktoren –emotionale Stabilität, Extrovertiertheit, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit- abgebildet und zueinander in Bezug gesetzt werden. 

Sa

14

Aug

2021

Wissensmanagement Denkstudio J. Becker mit Personalbilanzen

Mit Hilfe von Personalbilanzen kann nicht nur das „Was-ist“, sondern auch das „Was-sein-könnte“ (Potenziale, Perspektiven) verdeutlicht werden. Im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte spielen „weiche“, oft als nicht bewertbar beurteilte Personalfaktoren eine immer wichtigere Rolle. Über Personalbilanzen können diese „Intangibles“ einer transparent nachvollziehbaren und einheitlich durchgängigen Bewertungssystematik zugeführt werden. Eine Personalbilanz kann aber immer nur so gut sein wie die in sie eingespeisten Strukturen, Bewertungen und Beschreibungen. Eines ist bereits im Vorfeld gesichert: die für die Erstellung einer Personalbilanz entwickelte Vorgehenssystematik erzwingt eine intensive Beschäftigung und Auseinandersetzung mit allem, was mit Personalfaktoren zusammenhängt: allein durch die hierbei geleisteten Vorarbeiten fällt ein gesicherter Gewinn an entsprechendem Erkenntniswissen zu. Der für die Erstellung einer Personalbilanz notwendige Aufwand fällt nicht wiederholt an, da einmal erfasste Grundstrukturen bei einer Aktualisierung nur noch ergänzt und fortgeschrieben werden müssen. Auf der Zeitachse können durch den Vergleich fortgeschriebener Bilanzen Entwicklungen und Trends ablesbar gemacht werden. Die Darstellung legt auch die Dynamik der Wirkungsbeziehungen zwischen Personalfaktoren mit Hebel- und Rückkoppelungseffekten offen (graphische Netzdarstellung). 

Do

12

Aug

2021

Ressource Humankapital - Mitarbeiterzufriedenheit

Erst eine umfassende oder spezielle Mitarbeiterbefragung zeigt als detaillierte Bestandsaufnahme die vorhandenen Motivations-potenziale einerseits sowie die entscheidenden Leistungshemmnisse andererseits auf. Damit können auch zukünftige Qualifikationslücken rechtzeitig erkannt und geschlossen werden. Der Analyse der Zufriedenheit externer Kunden (Kundenzufriedenheit, Kundenbindung) entspricht die Analyse der Zufriedenheit interner Kunden (Arbeitszufriedenheit). Grundsätzlich lässt sich folgender Zusammenhang feststellen: je höher die Arbeitszufriedenheit desto geringer die Fehlzeiten, je höher die Arbeitszufriedenheit desto geringer die Fluktuation, je höher die Arbeitszufriedenheit desto besser das Arbeitsergebnis, je höher die Arbeitszufriedenheit desto geringer die Unfallhäufigkeit. Die Ressource "Humankapital" weist eine Reihe charakteristischer Merkmale auf. Die kleinste Einheit des Wissensmanagements ist das Individuum als Träger von Fähigkeiten und Besitzer von Erfahrungen. Häufig ist der Organisation nur ein Teil dieser Fähigkeiten (z.B. Ausbildung, Sprachkenntnisse) bekannt. Diese bekannten Daten bilden aber nur einen Teil der Mitarbeiterfähigkeiten ab: wer die Fähigkeiten der Mitarbeiter nicht kennt, verpasst die Gelegenheit, sie zu nutzen (mangelnder Zugriff auf internes Expertenwissen). 

Di

10

Aug

2021

Kommunale Wirtschaftsförderung

Viele Märkte funktionieren so wie sie sich über Jahrhunderte hinweg gebildet und eingespielt haben. Mit ihren Modellen versuchen Ökonomen lediglich das rational ab- und nachzubilden, was Menschen aus ihrer Entwicklung heraus richtig machen (können, sollen). Die Sicherung vorhandener und Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe (Förderung der Gewerbe- und Grundsteuer) sind häufig mit Flächenneuausweisungen verbunden. Ebenso wie die Erhöhung der Einwohnerzahl. Da Kommunen im kommunalen Finanzausgleich mit einwohnerzahlspezifischen Zahlungen bedacht werden (ebenso wie Zuweisungen aus den Einkommensteuereinnahmen) besteht für sie ein starker Anreiz, die Einwohnerzahlen zu erhöhen. Um Abwanderung zu vermeiden haben daher Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen auf kommunaler Ebene einen hohen Stellenwert. Die kommunale Wirtschaftsförderung wird daher immer um Erhalt und Neuansiedlung von Arbeitsplätzen bemüht sein. 

Do

05

Aug

2021

Karriere - Kompetenz, Glück, Zufall?

Wurde jemand zum Manager aufgrund seiner Fähigkeiten, sozialen Geschmeidigkeit, Zähigkeit? Oder wurde er erst durch Integrantentum erfolgreich? Oder war es letztendlich nur ein schlichter Zufall, der ihn nach oben brachte? Jedenfalls ist das ganze Berufsleben immer ein Wechselspiel aus Talent, Anstrengung und glücklicher Fügung (die sich nicht erzwingen lässt). Allerdings sind Karrieren, die nur auf Glück und Zufall beruhen, auch nicht unbedingt der Normalfall. Denn ohne Intelligenz, Wissen und Einsatz kommt auch keine Karriere zustande (von nichts kommt nichts). Es braucht also Leistung. Doch nicht alle, die etwas leisten, schaffen eine erfolgreiche Karriere. Es muss also darüber hinaus Einflussfaktoren geben, die den Unterschied ausmachen. Glück und Zufall sind (und werden immer sein) die großen Unbekannten der Leistungsgesellschaft. 

Di

03

Aug

2021

Jeder Standort hat seine eigene Geschichte

Das Befassen mit der Geschichte eines Standortes bietet zwar keine Patentrezepte für schnelle Problemlösungen, könnte im Sinne einer generationsübergreifenden Ausrichtung aber durchaus Anhaltspunkte für künftige Weichenstellungen liefern: es kommt vor, dass Standorte es versäumt haben, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen bzw. die Erfolge der Vergangenheit als Ausgangspunkt für eine neue Erfolgsgeschichte zu nutzen (wo liegen die großen Brüche und Umbrüche des Standortes, wo hat sich Kontinuität bewährt ?). In der Geschichte ist ein großes Erfahrungswissen gebündelt, eine Ressource, die man getrost nutzen sollte. Nicht selten gibt es Situationen, in denen auch eine wissenschaftliche Expertise nur bedingt weiterhilft, jedoch Erfahrungswissen strategische Weichenstellungen unterstützen kann. Es gilt, gesammelte Erfahrungsschätze einer produktiven Verwendung zuzuführen, d.h. die Welt der Zahlen mit Erfahrungen zu verknüpfen (im Zeitvergleich beginnen Zahlen zu sprechen, werden die Erfolge und Misserfolge des Standortes deutlicher). 

Sa

31

Jul

2021

Eigenverleger als Blogger

Ohne geeignete Indikatoren würde ein Eigenverleger ohne Kompass oder Feedback-Anzeigen in ein Marktumfeld voller Dynamik und Risiken ziehen. Bloggen als Online-Dauerpräsenz ist quasi so etwas wie eine Realitiy-Show, deren Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller ein Eigenverleger in einer Person vereinen muss. Für einen Eigenverleger kann Bloggen schon deshalb attraktiv sein, weil er eine Plattform erhält, auf der er nach eigenem Gutdünken schreiben kann. Für die Sichtbarkeit entscheidend ist, Überschriften so zu generieren, dass der Eigenverleger über Google und andere Suchmaschinen gefunden werden kann. Auf dem eigenen Blog kann ein Eigenverleger seine eigene Meinung unverfälscht und damit authentischer erscheinend publizieren. Während beispielsweise Zeitungen immer tagesaktuell sein müssen, kann der Eigenverleger als Blogger auch ältere Texte immer wieder aufgreifen und neu verlinken, was einen angestrebten Informationstransfer nachhaltiger und effizienter macht. 

Mi

28

Jul

2021

Wie lernt man Kompetenz?

Computer kommunizieren mit einer Datenübertragungsrate von einer Billion Bits pro Sekunde, während der Mensch nur mit einem Tempo von zehn Bits pro Sekunde unterwegs ist. Eine Breitbandverbindung vom Gehirn zu einem Computersystem könnte vielleicht helfen, eine Symbiose zwischen menschlicher und maschineller Intelligenz herzustellen. Wir nutzen ja bereits maschinelle Erweiterungen wie Smartphones, die nichts anderes sind als externe Festplatten von Gehirnen. Zwar ist die Maschine dem Menschen bereits auf vielen Feldern der Informationsverarbeitung überlegen. Trotzdem lässt sich die Funktion des Gehirns nicht durch einen mechanischen Denkapparat simulieren. Gehirne sind nicht computerisierbar, weil das menschliche Bewusstsein das Ergebnis unvorhersagbarer, nichtlinearer Interaktionen zwischen Milliarden von Zellen ist. Unsere Gehirne arbeiten nicht in einer algorithmischen Weise und sind keine digitalen Maschinen. Die Fabrik der Zukunft wird ein riesengroßer Computer sein: alles ist mit allem vernetzt. KI-Systeme können Millionen Berechnungen gleichzeitig machen, ihre Arbeit ständig evaluieren und in anstehenden Lösungen neuer Aufgaben mit verwerten. 

Mo

26

Jul

2021

Ideenmanagement - was macht eine träge Masse?

So dringend die Veränderungsnotwendigkeit (oder der Wunsch nach Veränderung) auch sein mag: Veränderungsprogramme dürfen nicht ohne klare Richtung aufgesetzt werden. In der Regel bewegen sich die Veränderungsbemühungen zwischen zwei Extremen (Welten): entweder Unternehmen erstarren in Trägheit und verpassen es, Veränderungen rechtzeitig auf den Weg zu bringen. Oder: sie begeben sich in einen(manchmal gefährlichen) Aktionismus. Manchmal ist ein Unternehmen zu sehr in seinem Blick auf bestehende Geschäfte, Technologien oder Kunden gefangen. Das „Gefangensein“ in der eigenen Erfahrung bewirkt dann manchmal einen Mangel an kreativen (disruptiven) Ideen. 

Sa

24

Jul

2021

Personalbilanzen mit transparenten Intangibles

Genauso wenig wie aus einer guten Sache nicht automatisch eine bessere wird, wenn man ihr noch mehr Gutes hinzufügt, genauso wenig wird unbegrenztes wirtschaftliches und technologisches Wachstum über alle Zeiten hinweg als rein lineares Geschehen möglich sein. Über Personalbilanzen können solche „Intangibles“ einer transparent nachvollziehbaren und einheitlich durchgängigen Bewertungssystematik zugeführt werden. Einfachere Methoden können dabei auch kompliziertere Methoden schlagen: sie haben den Vorteil, gegen strukturelle Veränderungen robuster zu sein. Die Welt dreht sich weiter, und zwar immer schneller: nie wieder wird sich die Welt so langsam verändern wie heute (meinte jemand auf dem Weltwirtschaftsforum). So könnten mit den Erkenntnissen von Neurowissenschaften Fortschritte erzielt werden, die derzeit noch außerhalb der menschlichen Vorstellungskraft liegen. 

Do

22

Jul

2021

Probleme mit Sachverstand in einen Sinnzusammenhang bringen

Gerade die Besten sind am häufigsten jene, die sich selbst am meisten unterschätzen. Oder anderes herum: wer keine Ahnung hat, der merkt es einfach nicht. Schon der alte Grieche Sokrates sollte gesagt haben: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“. Je wissensintensiver das Umfeld und je ausgeprägter die personalbezogene Wissensbasis ist, umso eher können spezifische Merkmale des Intellektuellen Kapitals eine Eigendynamik entwickeln. Schwierig, d.h. komplex wird es im Personalbereich vor allem durch Vernetzung von ökonomischen, sozialen und informationstechnischen Zusammenhängen. Erfahrungen und ein Wissensschatz, den in der Vergangenheit ein Einzelner aufgebaut haben mochte, sind heute weniger wert als die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit auf etwas fokussieren zu können und es aufzubereiten (editieren) zu können.

Mo

19

Jul

2021

Ganzheitliche Standortanalyse

Ziel ganzheitlichen Denkens und Handelns muss sein, eine Wertschöpfungskette so zu gestalten, dass keine Werte vernichtet werden und es gelingt, in mehreren Dimensionen erfolgreich zu sein, Aktivitäten sich gegenseitig unterstützen, spezifische Wertpositionen auch langfristig gesichert werden können und alternative Wertpositionen anhand verschiedener Szenarien analysiert werden können. Für die Erarbeitung von Standortanalysen sind empirische Grundlagen erforderlich, d.h. man braucht (darf) sich auf dem Weg zu einer Erkenntnis nicht auf Messungen und quantitative Analysen beschränken. Negative Folgen können entstehen, wenn eine Vorstellung verfolgt wird, nach der auf Dauer aus kurz immer lang gemacht werden kann. Nach der: eine langfristige Strategie in einem kurzatmigen Umfeld, in dem nur von Tag zu Tag gedacht wird, erfolgreich gemacht werden könnte. Nach der: man darauf baut, das Gewesene aus der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben zu können. Nach der: langfristiges Denken laufend mit kurzfristig veränderten Annahmen überlagert wird. Nach der: ganzheitliches Denken von selektiven Wahrnehmungen verdrängt wird. Ein möglichst realitätsgetreues Bild des Standortes muss aus den oft sehr verschiedenen Blickrichtungen eines Betrachters (vor Ort ansässigen Unternehmen, kommunalen Verwaltungsstellen, ansiedlungs- und investitionsinteressierten Firmen, Personen und Existenzgründern) zusammengefügt werden.

Fr

09

Jul

2021

Attraktive Flussufer

Wer seinen Standort erfolgreich durch schwieriges Gewässer steuern will muss wissen, wo er steht. Eine wichtige Grundlage dafür stellt das Instrument einer Standortbilanz deswegen dar, weil sich mit seiner Hilfe eine umfassende Bestandsaufnahme und Bewertung auch von immateriellen Faktoren realisieren lässt: mit dem Konzept der Standortbilanz lässt sich zudem eine Systematik anwenden, die auch zu den zahlenorientierten Denkstrukturen unseres Kämmerers passt. Die Standortbilanz macht Zusammenhänge zwischen Zielen, Geschäftsprozessen, Standortressourcen und Geschäftserfolg transparenter. Durch das Hinterfragen komplexer Prozesse wird die Basis für zukünftige Verbesserungsmöglichkeiten gelegt. Beispielsweise verständigten sich vor etwa einem Jahrzehnt die Grünflächenämter Deutschlands auf eine Baumkontrollrichtlinie: für die Umsetzung sind jeweils funktionstüchtige Baumkataster notwendig. Ein Baumkataster liefert die Datenbasis, um beispielsweise erkennen zu können, welche Baumarten besonders geeignet sind, um möglichst Trockenheit, Stürmen und Gewittern standzuhalten. Bäume sind Teil der Lebensqualität einer Stadt, u.a. im heißen Sommer als Schattenspender, nachts als Produktionsstätte für Schaffung kühler Räume. Flussufer in einer Stadt sind attraktive Orte mit hohem Aufenthaltswert, ein Fluss macht eine Stadt lebenswerter.

Mo

05

Jul

2021

Nutzbares Wissen generieren

Egal wie groß die Datenmenge auch sein mag, ein Grundgesetz des Organisierens lässt sich damit nicht erschüttern: Entscheidungen müssen getroffen werden – immer noch unter den Bedingungen begrenzter Rationalität“. Die Hoffnung trügt, errechnen zu können, was es eigentlich zu entscheiden gilt. Denn wo bliebe sonst das Unbekannte, die kreative Idee? Nur weil etwas formal weniger strukturiert ist, ist etwas nicht weniger wertvoll oder gar verzichtbar. Es geht darum, mehrere Methoden anzuwenden, Vor- und Nachteile der Abstraktion und Vereinfachung gegeneinander abzuwägen und vor allem zu lernen, wie das Eine mit dem Anderen zusammenhängt und wie die jeweiligen Ergebnisse zu interpretieren sind. Die Vision an der Schwelle zur Wirklichkeit: lauter kleine Computer begleiten den Menschen bei allen erdenklichen Alltagsdingen in ein angenehmeres Leben: ein Smart Home, das dem Menschen noch weit mehr abnimmt als sein gegenwärtiges (bereits nahezu unverzichtbares) Smart Phone. Ganze Häuser mutieren zu Maschinen und dienen ihren Bewohnern, ohne noch irgendetwas bedienen zu müssen. Kritisch ist eher nicht die Verfügbarkeit von Daten. Sondern kritisch ist eher die Kunst, an diesen Informationswust die richtigen Fragen zu richten. Um an die richtigen Informationen zu gelangen und aus diesen nutzbares Wissen zu generieren. Was wie wo zu speichern ist, richtet sich nach dem Kriterium der Nützlichkeit. Aber wer weiß schon sicher, welche interessanten Schlüsse sich in ein paar Jahren aus gespeicherten Daten ziehen lassen. Wer weiß schon sicher, welche bislang noch unbekannten Zusammenhänge sich aus gespeicherten Daten vielleicht noch berechnen lassen.

Mi

23

Jun

2021

Wenn nur noch Zeichen und Symbole übrig bleiben

In der globalisierten Welt hängt alles mit allem zusammen: Menschen-, Verkehrs-, Geld-, Medien-, Rohstoff-, Datenströme und auch Standorte. Diese vernetzte Welt befindet sich im ständigen, scheinbar immer schnelleren Wandel sowohl durch innere als auch durch äußere Einflüsse. Big Data macht zwar fast alles irgendwie rechenbar aber deswegen den Lauf der Dinge noch längst nicht (und schon gar nicht genau) vorhersagbar: auch im Informationszeitalter bleibt es eine Kunst, die Zeichen der Zeit zu lesen. Fremdbilderhebung: wie stehen wir aus der Sicht Dritter bzw. des Zielpublikums da: wie wird das Leistungsprofil gesehen, wie die Leistungsprofile der Konkurrenz? wo ergeben sich beim direkten Vergleich Diskrepanzen? Eigenbilderhebung: wer sind wir und was wollen wir: welche Qualitäten und Haltungen will man selbst intern und extern widerspiegeln? Das Kernstück der Fremdbild-/Eigenbildanalyse ist die Ermittlung der internen und externen Markt- bzw. Leistungsprofile, die Feststellung von Schnittstellen und das Herauskristallisieren von genutzten und freien Potentialen. Best-Practice-Vorgehensweisen erzeugen wichtige Impulse für Restrukturierungen und Umorientierung. Es geht um ganzheitliches Denken zur Entwicklung einer strategisch ausgerichteten Sicht und Planung. Dabei darf eine dermaßen bewährte Kulturtechnik wie die der Schreibschrift nicht so einfach mir nichts dir nichts aus der Welt verschwinden und wegen iPads oder anderer digitaler Gerätschaften ersatzlos gestrichen werden. Wichtig scheinen in diesem Zusammenhang Ergebnisse der Bildungsforschung, nach denen digitale Medien weniger intensive Spuren im Gedächtnis hinterlassen als Stift und Papier. Menschen werden durch technische Hilfsmittel in die Lage versetzt, immer schneller schreiben zu können: ohne dass es den Filter der sich langsam bewegenden Hand gibt. Zwangsläufig werden so eher nur Meinungen als Gedanken, eher Stimmungen als Gefühle transportiert. D.h. mit der Schriftsprache würde auch die Art des Denkens, deren Gefäß sie ist, kollabieren. Übrig bleiben dann nur noch Zeichen und Symbole. 

Mo

21

Jun

2021

Warum Fachwissen als Filter fungieren muss

Um all das in einer vernetzten Welt gesammelte Wissen noch zu verstehen oder nur halbwegs zu überblicken braucht es ein gehöriges Maß an Fachwissen, das bei der Mehrheit der Nutzer kaum im ausreichenden Maß zu finden sein dürfte. Zwangsläufig braucht es daher Fachleute, die für den Normalnutzer als Filter fungieren, die für ihn Sachverhalte sortieren, analysieren und kommentieren, eine transparente (d.h. unabhängige)  Schnittstelle zwischen Spezialisten und Laien. Wie sieht die Zukunft aus? Die vernetzte Welt scheint komplexer geworden: es bedarf intellektueller Anstrengungen, um wenigsten einige der Zusammenhänge noch zu begreifen, als Voraussetzung um überhaupt etwas gestalten zu können. Was passiert in den Köpfen der Menschen, wenn sich alles mit immer größerer Geschwindigkeit ändert, wenn alle mit allen in ständiger Kommunikation sind und jeder immer über alles informiert ist? Unterschiedlichste Daten und selbst noch kleinste Datenschnipsel werden mosaikartig zusammengesetzt: was in einem Zusammenhang noch als nicht sensible Daten erscheinen mag, kann in einem anderen Mosaik höchst relevant werden. Es kommt immer auf den Verwendungszusammenhang an, der sich aufgrund der technischen Möglichkeiten in praktisch unendlich vielen Variationen und Kombinationen herstellen lässt. Bis die Buchdruckmaschine Einzug in die Welt hielt war das Privileg, lesen und schreiben zu können (entscheiden zu können, welches Wissen wichtig und welches unwichtig war) in den Händen weniger Geistlicher und Adliger. Der Buchdruck entzauberte diese Privilegien kurz und bündig. Analog hierzu erleben wir auch mit dem Internet so etwas wie eine Kommunikationsrevolution: ehemaliges Herrschaftswissen verliert dieses Status. 

Mo

12

Apr

2021

Statt Marktstubengespräche fiktives Corona-Klassentreffen 2020

 

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Jörg Becker - Gesamtsortiment

 

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

J. Becker Contentmanagement
J. Becker Contentmanagement

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

J. Becker Denkstudio

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

J. Becker Denkstudio

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten. 

Obwohl sie immer da ist, die Zeit, jeden Tag und jede Stunde, ist sie schon wieder verschwunden, vergangen. Wo bleibt sie nur die ganze Zeit? Damit man sich ihr mit ganzer Muße widmen kann? Zeit ist Geld, so heißt es. Zeit und Verdienst sind oft zwei Seiten der gleichen Medaille, sind untrennbar aneinander und miteinander gekoppelt. Trotz aller Erfindungen und Versprechungen wie Auto oder Zug, wie Wasch- oder Spülmaschine, wie Computer oder Smartphone, wie vieler anderer Dinge mehr: immer scheint sie knapp bemessen, die Zeit. Vieles, alles lässt sich bereits vom Sofa aus einkaufen, niemand muss noch stundenlang anstehen. Trotz allem scheint Zeitnot ein ständiger Begleiter. Niemand ist vor Eile und Stress geschützt: meinte man noch eben alle Zeit der Welt zu haben, ist sie schon wieder verschwunden. Wohin? Vieles im Arbeitsleben ist effizienter und effizienter geworden, die Hilfsmittel immer raffinierter. Und doch wird alles immer komplexer, die Belastungen haben (statt weniger zu werden) zugenommen. Wenn etwas knapp ist, ist es nach den Gesetzen der Wirtschaft meist auch teuer. Das schreit geradezu danach, knapp bemessene (Frei)zeit zu maximieren und jede verfügbare Minute möglichst optimal zu nutzen. Immer umfangreichere Freizeitangebote können so leicht zu einer Entscheidungsfalle der Komplexität werden. Besser wäre vielleicht, einmal überhaupt nichts zu tun und nur danach zu schauen, wo sie denn bleibt, die allzu flüchtige Zeit.

Digitalisierung und Vernetzung haben zwei Gesichter: Fortschrittlichen  Elementen des Internets steht eine ungehemmten Ausspähung und Vermarktung privater Daten gegenüber. Licht und Schatten der Digitalisierung könnten in ein schädliches Ungleichgewicht gelangen. Idealtypische Betrachtungen dürfen eine dringende Risikoanalyse nicht verdecken oder gar blockieren. Big  Data ist unter uns, tagtäglich unser Leben beeinflussend, wenn nicht sogar bereits bestimmend. Einen wirksamen Schutz davor gibt es wohl nicht. Also braucht es Wachsamkeit gegen die Gefahren des vielfachen Missbrauchs. Potenziale und Gefahren müssen identifiziert und gegeneinander gewichtet werden. Die Wege zu intelligenten Fabriken und smarten Büros verlangen nach Unmengen von Daten und gehen mit gravierenden Umbrüchen und massiven Veränderungen einher. Die technische Machbarkeit des lückenlosen Tracking von Bewegungen und Tätigkeiten muss auf das hinterfragt werden, was gewollt oder hinnehmbar sein soll.

Da der Druck zunimmt, permanent an der Karriere arbeiten zu müssen, gibt es kaum noch jemanden, der sich einfach auch einmal treiben lässt. Wenn aber Karrieren bis auf das i-Tüpfelchen geplant werden, geht leicht der Blick für das Neue, d.h. Kreativität verloren. Ein Treibholzeffekt dagegen wäre eine gesunde Mischung, selbst das Schiff zu steuern, sich aber trotzdem von Zeit zu Zeit auch treiben zu lassen (sich dem Zufall und Bauchgefühl öffnen), um an neuen Ufern zu landen. „Eine Gesellschaft, die nur zwischen richtig und falsch, schwarz und weiß, like und dislike unterscheidet, verzichtet auf die Empfänglichkeit für Zwischentöne. Denn Menschen sind keine rationalen Denker und Entscheider, sondern unterschätzen oft den Zufall oder verwenden Urteilsheuristiken, um sich in der komplexen Welt rascher zurechtzufinden.“ Wenn man das, was man nicht sehen will, nicht mehr wahrnimmt, kommt es zu einer Über- oder Unterbewertung von Informationen (einschließlich des systematischen Auslassens). Es kommt zu  Fällen verzerrter Wahrnehmung wie beispielsweise: kann ein Kandidat in einer mündlichen Prüfung die erste Frage nicht beantworten, die nächsten aber perfekt, erhält der schlechte Ersteindruck dennoch häufig ein besonderes (unangemessenes) Gewicht. Vor dem Hintergrund von Fragen wie: warum gelingt dem einen eine große Karriere? warum versackt manch großer Geist in der Bedeutungslosigkeit? ergibt sich oft als Antwort, dass hierbei das Phänomen „Zufall“ mitregiert habe. Der Zufall ist ein Wesen mit vielen Gesichtern. So hat er eine schöpferische Seite (mit der Macht des Zufalls finden, wonach man nicht gesucht hat), kann aber auch Angst machen, weil er sich nicht planen lässt. Viele grandiose Entdeckungen erweisen sich als zufällige Beobachtungen von etwas ursprünglich überhaupt nicht Gesuchtem (so wurden Amerika, Penicillin, Sillikon und der Teebeutel entdeckt). „Der Zufall begünstigt einen vorbereiteten Geist“. Erfolg haben oft die, die aufstehen und nach den von ihnen benötigten Zufällen Ausschau halten. Eine Übung: für drei Entwickler einer Lösung liegt ein Buch von 666 Seiten bereit, alle drei würfeln nach dem Zufallsprinzip. Drei Würfe bestimmen jeweils die Seitenzahl: Hunderter, Zehner, Einer. Das erste Wort auf der erwürfelten Seite dient als Inspirationsquelle. Es geht darum, Abstand zu nehmen von dem Gedankenpfad, auf dem man unterwegs ist.

J. Becker Denkstudio

Die Spieltheorie ist ein Versuch, bei einem Spiel die wahrscheinlichen Verhaltensweisen der Mitspieler zu kalkulieren, d.h. mathematisch zu erfassen. An sich wäre die Geldanlage ein langweiliges Geschäft. Ausgenommen für Menschen mit so etwas wie einem Spielerinstinkt, die sich diese Neigung auch etwas kosten lassen. Investments am Kapitalmarkt, d.h. der Kauf von Wertpapieren ist praktizierte Massenpsychologie: man muss nur besser als die Masse erraten, wie die Masse sich verhalten wird. Also ein komplexer n-Personen-Vorgang als ein komplexes Spiel. Jeder will dabei einen möglichst großen Gewinn machen. Ein faszinierendes Spiel, indem viele ganz darin aufgehen und Geld als Wertmesser für Erfolg betrachten. Auch spielen manche nichts des Geldes sondern des Spieles wegen. Wer dieses Spiel nicht versteht, sollte ihm so lange nicht trauen, bis er es versteht. Trotz aller Computer, Statistiken und Modelle sind Geldspiele so verwirrend wie je zuvor. Wenn man dabei seiner Intuition folgt, heißt dies, dass man zunächst einmal sich selbst erkennen muss: als ein Mensch mit Emotionen, Vorurteilen und unbewussten Reaktionen. Geldspiele sind ein Weg, herauszufinden, wer man eigentlich ist. Ein Weg, der manchmal sehr kostspielig sein kann. Für den, der nicht weiß, wer er wirklich ist, für den ist die Börse oft ein teurer Ort. „Man muss imstande sein, mit jeder Situation fertig zu werden, ohne seine Gelassenheit zu verlieren oder sich von Gefühlen überwältigen zu lassen. Man muss ohne innere Unsicherheit handeln.“ Geldspiele basieren auf einer Reihe von grundlegenden Wahrheiten und Regeln, Die große Unbekannte ist die weite Welt der Emotionen. Diagramme und Charts sind eigentlich immer nur Abbilder von Gefühlswelten. Die zahlreichen Aktienanalytiker wollen eigentlich immer nur recht haben, ihr Ego braucht die Droge, recht zu haben. Manchmal ist es ihnen fast lieber, recht zu behalten, als Geld zu verdienen. Um nicht unterzugehen, müssen müssen sie am Ende aber öfters recht als unrecht haben. Wenn die Masse der Anleger irrational handelt, sollte man sich fragen, ob man sich nicht besser aus ihr heraushalten sollte. Denn die stärksten Emotionen auf dem Wertpapiermarkt sind Habgier und Angst. Bei steigenden Kursen kann man diese Habgier schon fast körperlich fühlen. Ebenso die Angst, wenn bei fallenden oder gar einbrechenden Kursen die Zuversicht dahin schmilzt. Ein festes Ichbewusstsein bietet einen Schutz, sich vom Tohuwabohu der Märkte nicht kirre machen zu lassen. Immer wieder muss man sich vor Augen führen, dass eine Aktie nie weiß, dass sie einem gehört. Alle Emotionen und Gefühle, die mit dem Kauf oder Verkauf von Aktien verbunden sind, werden von diesen Aktien zu keinem Zeitpunkt geteilt. Ihnen ist es völlig egal, um wie viel Prozent sie steigen oder fallen. 

Das Datenvolumen im Internet wächst rasant weiter. So wie die Staatsbibliotheken alle Büchern sammeln, archiviert auch eine 1996 gegründete Non-Profit-Organisation, das Internet Archive, alte Websites dieser digitalen Bibliothek: Universaler Zugang zum Wissen. Homepages, zum Teil auch weiterführende Links, werden mit Screenshots aufgesammelt. Internet Archive ist das Google historischer Homepages und ist quasi eine Zeitreise in die Geschichte des Internets.

 

Die durchschnittliche Halbwertzeit einer Website beträgt angeblich gerade einmal hundert Tage. Wir meinen zwar, das Netz vergesse nie. D.h., was einmal im Netz landet, hätte Bestand und wäre für die Ewigkeit eingemeißelt. Tatsächlich aber werden Websites haufenweise gelöscht (wen interessiert schon das Geschwätz von gestern).

 

Auch im Internet ist eben auch so manches vergänglich. Die Meldung „page not found“ gehört zum Alltag. Nicht finden heißt: nicht existieren. Obwohl Informationen irgendwo in den Tiefen doch noch lagern können. Man kann sie eben nur nicht einsehen (da nicht mehr mit dem originären Link verknüpft) . Die sichtbare Seite wurde überschrieben, was bedeutet: alte Daten durch das Speichern neuer Daten zu zerstören.

 

Damit geht auch Wissen verloren. Mit der digitalen Expansion des Internet kann kaum noch einer mithalten. So werden bei Internet Archive eine Milliarde Seiten pro Woche gesammelt. Manche Experten verlangen deshalb, elektronisch gespeicherte Informationen mit einem Verfalldatum zu versehen. Ein Problem: das Recht auf Vergessen beschneidet das Recht auf Information. Es geht um die Frage, wer die Geschichte des Internets schreibt. Ziel von Internet Archiv ist es, dieses Feld nicht der Deutungshoheit von Google zu überlassen.

 

Das Internet Archive kämpft gegen das Vergessen an. Alles, was dabei zutage gefördert wird, ist nicht durch Google-Algorithmen vorgefiltert (im Ergebnis nicht verzerrt). Das Netz wird sozusagen in seiner Wirklichkeit abgebildet. So macht J. Lanier bereits seit langem darauf aufmerksam, dass Google und Facebook „außer ihren ausgefeilten Rechenoperationen nicht viel zu bieten hätten, wären da nicht Millionen von Nutzern und Website-Betreibern, die mit ihren Informationen, Audios und Bildern das Internet und damit auch seine größten Datensammler am Leben hielten“. 

Wenn der Standortwettbewerb immer weniger über Faktoren wie Gewerbesteuern bestritten werden kann, muss nach anderen, tiefer liegenden, bisher noch ungenutzten Faktoren gesucht werden. Das Geschäftsumfeld wird dem Standort mit seinen Akteuren immer mehr eine positive Grundhaltung auch zu aufwendigen Analysen abverlangen. Es wird sich dann schnell herausstellen, wer Probleme lösen kann und wer nicht.

 

Standortanalyse ohne Millimetermaß: Schwierigkeiten ergeben sich dadurch, wenn es darum geht etwas zu bewerten, das man nicht mit dem Millimetermaß des Kämmerers angehen kann. Nicht alles was gemessen wird, muss deshalb auch von Bedeutung sein; nicht alles was wichtig ist, muss deshalb auch zu messen sein. Die wichtige Frage lautet somit: ist ein Standort überhaupt messbar? Die Antwort ist: Ja, denn auch Bewertungen hierzu sind fassbare, analysierbare Realitäten.

 

Wer Transparenz scheut, hat meist nur geringes Vertrauen in sein eigenes Beurteilungsvermögen und hat in einer immer mehr wissensorientierten Wirtschaftswelt immer weniger Chancen.

 

Was also liegt näher, als sich aus einem reichhaltig bestückten Indikator-Cockpit zu bedienen, um hieraus eine Grundlage für nachhaltig tragfähige und vielseitig einsetzbare Standortanalysen zu erarbeiten.

 

 

Das Potential-Bild macht deutlich, wie der Standort in seinem Inneren mit allen seinen mehr oder weniger versteckten Wirkungsbeziehungen funktioniert, gemeinsame Zielsetzungen können damit besser aufeinander abgestimmt werden.

J. Becker Denkstudio

J. Becker Denkstudio Projekt Standortanalyse
J. Becker Denkstudio Projekt Standortanalyse

Die Elemente aller Standortphänomene sind Standortfaktoren, gewissermaßen die Ursprungsmaterie, aus der sich das aktuelle Standortgeschehen ableitet und entwickelt. Standortprozesse sind komplex und werden von zahlreichen, manchmal nur schwer oder nur indirekt wahrnehmbaren Faktoren beeinflusst, die gelegentlich nicht vorhergesehene oder einkalkulierte Konsequenzen mit sich bringen: unmöglich, dies alles ohne Transparenz schaffende Hilfen zu überschauen und quasi nur „aus dem Bauch“ zu steuern. Die Intensität der Kommunikation zwischen der Standort-Wirtschaftsförderung und potentiellen Investoren wird sich hierbei in Zukunft noch weiter verstärken. Mit Hilfe der Standortökonomie systematisierte weiche Faktoren bilden zunehmend mehr eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Investorenkontakte sowie ein positives Auswahl-Rating. Potentielle Investoren haben das größte Interesse daran, sowohl die Visionen und Ziele als auch ggf. anzutreffende Standortfaktoren einschließlich aller Erfolgsindikatoren zu verstehen. Für ein erfolgsbewusstes Marketing ist eine entsprechende Bereitstellung geeigneter Informationen seitens des Standortes unverzichtbar.

 

Voraussetzung hierfür ist, dass der Standort über alle Fakten im eigenen Bereich genauestens informiert ist, Zahlen transparent aufbereiten und offen kommunizieren kann. Eine dementsprechend aufgebaute Standortbilanz ist in diesem Zusammenhang ein äußerst effektives Instrument: die Wirtschaftsförderung wird unterstützt, sich optimal auf das Investorengespräch vorzubereiten: schwarz auf weiß erhält man einen umfassenden Überblick über den Status des Standortes. Die hierbei anfallenden Auswertungen machen nicht nur auf mögliche Schwächen aufmerksam, sondern geben auch wertvolle Hinweise auf die einzuschlagende Richtung einschließlich hierbei realisierbarer Potentiale. Es kommt darauf an, diese komplexen Elementarteile und -energien des Standortes ausfindig zu machen, genau zu lokalisieren, möglichst detailliert quantifizierbar zu machen und die vielfältigen Wirkungs- und Kräftebeziehungen untereinander offenzulegen.

 

 

Rhein-Main-Identitäten – im großstädtischen Verflechtungsraum ein Nebeneinander prosperierender Kommunen: Mitten im Ballungsraum Rhein-Main entwickeln sich Städte und Kreise recht unterschiedlich: da gibt es beispielsweise einen Siedlungsschwerpunkt (Niederroden), dem nur noch die Funktion bleibe, Wohnort für Familien mit Kindern und Alte zu sein. Eine Kommune, die in „einem undefinierbaren Zwischenzustand“ nicht richtig Stadt sei (Urbanität findet woanders statt), aber auch nichts Ländliches mehr zu bieten habe. Ein übergeordneter Blick wird umso dringender gebraucht, je mehr Menschen in großer Zahl in den Ballungsraum strömen und Wohnungen suchen. Für die Region geht es um ein Verständnis, mehr als nur ein zusammengewürfelter Haufen prosperierender Gemeinden zu sein.