Gründer-Ampel: Personalbilanz Lesebogen Jörg Becker, Friedrichsdorf

Das Existenzgründer-Rating stellt nur einen kleinen Ausschnitt und Vorgeschmack auf vor dem Existenzgründer liegende Zeiten dar. Je solider aber das Fundament hierfür ist desto sicherer lässt sich abschätzen was neben einem tragfähigen Geschäftsmodell der Person der Gründung an Risikobereitschaft zugemutet werden kann. Keimzelle aller Aktivitäten ist die Gründungsidee: Idee und Konzept finden ihren Niederschlag im gut durchdachten und ausgearbeiteten Businessplan. Aber auch hier spielen Personalfaktoren eine entscheidende Rolle. Es ist wie bei einem Rennwagen der immer nur dann gewinnen kann, wenn alle Systeme wie Antrieb, Lenkung, Reifen usw. optimal aufeinander abgestimmt sind. D.h. gleiche Reifen können bei unterschiedlichen Fahrzeugen ganz unterschiedliche Fahreigenschaften aufweisen. Ähnliches passiert bei einem Businessplan der  immer zusammen mit der Person des Existenzgründers gesehen werden muss. Der Geschäftserfolg ist immer eine Kombination aus beiden.

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten.