Bildungsforscher weisen recht deutlich darauf hin: Schüler werden nicht gebildeter – eher im Gegenteil: mit dem Abitur gehe eine schleichende Entwertung einher, aus politischen Gründen werde an den Stellschrauben der Prüfungsformate so stark gedreht, dass kaum noch ein Schüler scheitern könne, ein heutiges Abitur lasse sich mit relativ flachem Wissen bestehen. www.beckinfo.de
Bestätigt werden solche Anmerkungen auch von Seiten der Universitäten, die an ihren bildungsarmen Erstsemestern geradezu zu verzweifeln scheinen: Immer mehr Abiturienten mit passablem Notendurchschnitt werden so an die Hochschulen gespült: aber Mathe-Klausuren scheitern häufiger als gedacht bereits an einfachen Aufgaben wie Punkt- vor Strich-Rechnung, das Verfassen zusammenhängender Texte bereitet vielen ungeahnte Probleme. Da zu den Prinzipien der lernenden Organisation die Integration und Verknüpfung von Prozessen gehört, müssen sich auch die Methoden der Weiterbildung und die Formen des Lernens gegenüber heutigen Konzepten tiefgreifend wandeln. www.derStandortbeobachter.de Im Vordergrund stehen Fragen nach der Qualifizierung für die Informationsgesellschaft, der didaktischen Gestaltung der lernenden Organisation, der Entwicklung von Qualitätsstandards sowie nach einer effizienteren Umsetzung vorhandener Potenziale in Zukunftsperspektiven. Und so bleibt am Ende die paradoxe Erkenntnis: Wir produzieren immer mehr „Überflieger“ auf dem Papier, doch die echte Herausforderung – die Fähigkeit, Wissen sinnvoll, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen – bleibt unvermindert. www.rheinmaingeschichten.de Vielleicht ist die künstliche Intelligenz genau deshalb nicht überflüssig, sondern unverzichtbar: Sie erinnert uns daran, dass Intelligenz ohne Weisheit schnell ins Leere läuft. Wer weiß – vielleicht brauchen wir die Maschinen, um endlich zu verstehen, was es wirklich heißt, klug zu sein.