Bürgermeister Strategie Bestandspflege

Wenn ein Bürgermeister plötzlich erkennt, dass seine Stadt wegen hausgemachter Fehler ein großes Unternehmen verliert, steht er vor einer klassischen Krisen- und Transformationssituation der Standortpolitik. Eine wirksame Strategie besteht meist aus mehreren aufeinanderfolgenden Schritten: 

Ehrliche Lageanalyse („Standortbilanz“) 

Der erste Schritt ist eine schonungslose Diagnose der eigenen Fehler. 

Typische Fragen: 

  • Warum verlässt das Unternehmen den Standort?
  • Waren es Bürokratie, Flächenmangel, Genehmigungsdauer, Steuern oder politische Konflikte?
  • Gibt es strukturelle Probleme: Verkehr, Fachkräfte, Energiepreise? 

Instrumente: 

  • Standortbilanz der Stadt
  • Interviews mit Unternehmen
  • Benchmark mit erfolgreichen Städten 

Viele Kommunen unterschätzen, wie wichtig verlässliche Verwaltung und Planungssicherheit sind. 

Offene Kommunikation und Vertrauensreparatur 

Der Bürgermeister sollte nicht beschönigen, sondern offen handeln. 

Wichtige Maßnahmen: 

  • öffentliche Erklärung und Transparenz
  • Gesprächsrunden mit Unternehmen
  • Einbindung von Kammern und Verbänden wie der Industrie- und Handelskammer
  • Einrichtung eines „Unternehmensbeirats“ 

Das Ziel: Vertrauen zurückgewinnen. 

Sofortprogramm für die Wirtschaft 

Damit nicht weitere Firmen gehen, braucht es schnelle sichtbare Veränderungen. 

Beispiele: 

  • Genehmigungszeiten halbieren
  • zentrale One-Stop-Agency für Investoren
  • Gewerbeflächen aktiv entwickeln
  • aktive Fachkräftepolitik 

Viele erfolgreiche Städte setzen hier auf Wirtschaftsförderung als Dienstleistung statt Verwaltung.

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio