Das stärkste Kapital eines guten Beraters: ganzheitliches Denken und Unabhängigkeit

Beratungsbücher über Lebenslagen aller Art sind bei Lesern beliebt, Unternehmensberater als Kern der Beratungsbranche stehen dagegen in keinem so hohen Ansehen. Egal, ob in der allgemeinen Öffentlichkeit, in Fernsehserien oder Kinofilmen, Berater werden in einem überwiegend ungünstigen Licht dargestellt, so u.a. als ichbezogen, karrieregeil und nur auf Geld fixiert.

 

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Kunden seien für Berater lediglich Mittel zum Zweck, sie dienten lediglich als Cash-Cow. Berater seien arbeitswütig und gewissenlos und aufgrund des von ihnen zur Schau getragenen Überlegenheitsgehabes eher unsympathisch. Ohne gleich in das Gegenteil zu verfallen und nun ein Hohelied auf Berater anzustimmen muss man denn doch konstatieren, dass Berater zwar nicht unbedingt geliebt, aber dennoch gebraucht werden. Jedoch nicht als anmaßende Rambo-Nummer: vielmehr sind immer öfter und immer stärker gerade „weiche“ Faktoren und Sozialkompetenzen gefragt. Und vor allem als das stärkste Kapital eines guten Beraters: ganzheitliches Denken und Unabhängigkeit. 

 

Trotz zahlreicher Einzelaktivitäten im Zusammenhang mit dem Zukunftsrohstoff „Wissen“ gibt es oft noch Lücken, die eine bestmögliche Ausschöpfung der in ihm steckenden Entwicklungspotentiale behindern. Insbesondere fehlt vielfach noch ein in sich schlüssiges Konzept bzw. Instrument, mit dem sich alle Einzelkomponenten des Intellektuellen Kapitals vollständig und mit einheitlicher Systematik abbilden lassen. Mit Hilfe einer Personalbilanz kann nicht nur das „Was-ist“, sondern auch das „Was-sein-könnte“ (Potenziale, Perspektiven) verdeutlicht werden. 

 

Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation.

 

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Jörg Becker Friedrichsdorf

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