„Wörter leben nicht nur mit der Sprache – wir leben aus ihr und von ihr. Sie formt uns und wir verbrauchen sie.“ Wörter sind es, die unsere Gedanken kanalisieren, unsere Vorurteile züchten und unser Verhalten steuern.
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Natürlich gibt es heute in der Wolke (Cloud) Millionen von Fotografien. Aber sie sind wie versprengte Butterblumen in einem riesigen grünen Tal. Schon immer wollte man Menschen und Orte, Berge und Flüsse, Städte und Landschaften auch über eine Bilderwelt erfahren. Die Welt, wie sie vor über fünfzig Jahren einmal war, ist und bleibt von Digitalkameras und massenhaften drucktechnischen Reproduktionen (für immer) unerfasst. Menschen müssen in einer Zeit, in der die Entwicklung künstlicher Intelligenz voranschreitet und KI-Systeme besser Schach, Go oder Poker spielen als der Mensch, ihre biologische mit maschineller Intelligenz verschmelzen, um nicht überflüssig zu werden. Der Mensch also nur noch ein Relais zur Datenübertragung?
Gehirne sind nicht computerisierbar, „weil das menschliche Bewusstsein das Ergebnis unvorhersagbarer, nichtlinearer Interaktionen zwischen Milliarden von Zellen ist. Unsere Gehirne arbeiten nicht in einer algorithmischen Weise und sind keine digitalen Maschinen“. „Das Problem ist nicht, dass KI-Systeme immer intelligenter werden, sondern der Mensch darauf eingestellt wird, wie eine Maschine zu operieren und im Autopilot-Modus zu laufen“.
Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation