Landen in Not – ohne Rauchofen und Landekreuz: ein rechter Flieger muss seine Maschine auch dort landen können, wo kein Rauchofen die Windrichtung anzeigt und wo keine Startfahne vertrauenerweckend flattert.
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Ist der pommersche Flieger von seinem Heimathafen entfernt und muss er irgendwo eine Notlandung vornehmen, gibt es niemanden mehr, der ihm ein die Windrichtung anzeigendes Landekreuz auslegt. Höchstens der Rauch, der von einem Bauernhaus aus dem Schornstein weht, zeigt ihm die Richtung an.
Bei einer Übung ist der Fall gesetzt, dass der Flieger sich nicht aus großer Höhe einen passenden Platz aussuchen kann, sondern sich im niedrigen Flug mit einem „Schuss Gas“ an die freie Stelle, etwa eine Lichtung, heranzieht. Dies will gelernt sein und erfordert gute Nerven. Sei es, dass der Motor durch einen Defekt (Etwa Ölrohrbruch, Aussetzen eines oder mehrerer Zylinder, Festbrennen von einzelnen Ventilen, Zündstörungen) zwar nicht mehr ein Weiterfliegen gestattet, aber noch die Kraft aufbringt, eine Notlandung zu erleichtern.
Bei niedriger Flughöhe muss schnell gehandelt werden: jetzt heißt es, nach dem Drosseln auf Leerlauf, die Maschine so flach zu nehmen, dass einerseits die Gefahr des Durchsackens ausgeschaltet wird, andererseits aber die Schwebefähigkeit mit dem Augenblick der Bodenberührung nahezu erschöpft ist: der Auslauf auf der Erde muss so kurz wie möglich sein, weil der Platz meistens klein und von Bodenhindernissen beschränkt ist.
Da bei der Notlandung ein Bruch zu erwarten ist, muss kurz vor dem Aufsetzen die Zündung herausgenommen und der Brandhahn geschlossen werden. Ist alles gut gegangen, wie mehrmals bei jenem pommerschen Flieger, muss der Heimathafen telefonisch verständigt werden, damit dort Klarheit über den Grund des Ausbleibens herrscht. Nicht immer gelingt es, aus einem Platz, in den die Maschine noch gerade so hinein gemogelt wurde, wieder hinaus zu starten. Dann bleibt manchmal nichts anderes übrig, als die Maschine zu demontieren und auf ein geeignetes Startgelände zu transportieren. Vgl. hierzu jeweils J. Seegert, K. Rammelt: Vom Start bis zur Landung.
Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation