Unkalkulierbare Gefahren von „Standort-Blindflügen“

Zwischen Städten und ihrem Umland entstehen neue Synergien und Konkurrenzen. Die Stadträume verbrauchen einen Großteil der Energie für deren Gewinnung Raum und Potenzial innerhalb der Stadtgrenzen aber nur sehr beschränkt sind. Nur die ländlichen Räume verfügen über ausreichende Flächenpotenziale. Es geht um die Neugewichtung und Neubewertung von Standorten und deren Beziehungen untereinander. 

 

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Technische Entwicklungen, verändertes Nachfrageverhalten, stärkere Konkurrenz oder politische Krisen/ Umbrüche können zu Diskontinuitäten des Umfeldes führen, auf das ein Standort kaum Einfluss haben wird. Was er aber in der Hand haben sollte, ist die hierauf am besten geeignete Reaktion. Während sich die eigene Vorstellungskraft häufig auf ein lineares Weiterdenken konzentriert, kann sich die Situation aufgrund o.a. Umwälzungen plötzlich ganz anders darstellen. Es geht darum, Bilder einer möglichen, datenmäßig vielfach noch ungewissen Zukunft abzubilden. Jeder Strategie-Check eines Unternehmens sollte deshalb immer auch die Standortfrage miteinschließen. Denn einmal getroffene Standortentscheidungen lassen sich, auch wenn sie nur „suboptimal“ sind, nur schwer korrigieren. Nur wer über alle Standortfaktoren genau im Bild ist und über sie Buch führt, vermag damit zusammenhängende Risiken und Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis zu steuern. Den unkalkulierbaren Gefahren von „Standort-Blindflügen“ kann am besten durch präzise und vor vollständige Vermessungen begegnet werden. Standortbilanzen können somit aus unterschiedlichen Sichtweisen (z.B. Innen- oder Außenbetrachtung), von unterschiedlichen Personen oder Stellen, für unterschiedliche Standorte oder auch nur Bereiche hiervon, für unterschiedliche Zeiträume und Zeitpunkte aufgenommen und zusammengestellt werden. Wichtig ist vor allem, dass Aufbau und Struktur hiervon unabhängig immer gleich bleiben. Menschen und Informationen/Wissen sind ein wertvolles Kapital.

 

Ein modernes Paradox: Informationswachstum kann Wissensarmut erzeugen. Nicht jede Information wird zu Wissen. Dafür braucht es Selektion und Interpretation 

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio