Traum vom „Digital Detox Camp“

Die Währung der digitalen Ökonomie. Google, Facebook, Internet & Co. haben mittlerweile solche Ausmaße angenommen und Menschen mit Beschlag belegt, dass gestresste Manager, ITler, Konsumflüchtlinge u.a. mittlerweile beginnen, sich nach Freiräumen und Auszeiten hiervon zu sehnen und einen Traum der sogenannten „Digital Detox Camps“ leben wollen. Ohne What´s App, E-Mails, ohne Tastaturgeklapper, Nachrichten-Plings. Die Sehnsucht nach „Digital Detox“ ist kein vorübergehender Trend, sondern Ausdruck eines tieferen gesellschaftlichen Spannungsverhältnisses. Auf der einen Seite stehen die enormen Vorteile der Digitalisierung: Wissen ist jederzeit verfügbar, Kommunikation kennt kaum noch Grenzen, und viele Prozesse sind effizienter geworden. Auf der anderen Seite sind Aufmerksamkeit, Ruhe und Konzentration zu knappen Gütern geworden. 

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Träume sind nicht unendlich, sondern auf Zeit angelegt. Ein Kriegsgefangener schrieb: „Traum, du warst kurz! Dein Sturz ins „Gestern“ zurück – du denkst das Glück. Heute mag  die  Sonne  gar nicht  scheinen, und  die  Augen  leer  vom  vielen  Weinen, suchen  Mütter ihren Weg, hin zum  zerborstenen Steg. Strom, du fließt durch so viel Leid, trägst die grausen  Bilder  weit, hin zum weiten Meer, Gedanken hinterher. Strom, hörst du die dumpfe  Klage, dieser grau  verhangenen Tage. Nebel, der  du  aus  den  Wiesen  steigst. Wind, du über Trümmern geigst, nehmt dem Heute doch  das Grauen. Trotzdem, gilt es aufzubauen, und die Brücke neu zu  schlagen, hin zu  fernenTagen. Der Regen regnet auf das Dach, das Wasser steigt im Tränengrund, wie weit von Dir, bin ich denn wach? 

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Der Regen regnet auf das Dach, das gleiche Leid haucht unser Mund, wir träumen gleiches Ungemach. Das Wasser steigt im Tränengrund, Du bist so fern, wirst Du nicht wach, mein Herz pocht sich nach Deinem wund. Träume sind der Mut zur Fantasie, den man am Tag nicht hat. Und weil dem so ist und ich, wenn auch nicht mut- und hoffnungslos, doch gern und bunt träume, wende ich mich ab vom Abgrund, und es soll entstehen hier auf dem Papier, im Rahmen des vielleicht erst in Jahren Möglichen: das eigene Heim.“ Es war das Ende eines Fliegertraums – und trotzdem blieb die Zuversicht. Wie  das  Leben  immer  wieder  lehrt, sind  Träume nicht  unendlich, sondern  auf  Zeit  angelegt. Der Traum vom Fliegen endete zwar, die Zuversicht aber blieb,  auch als gemaltes Leben. Fliegen auf Kredit, also Flughöhe unter Null oder Fluggeschwindigkeit negativ, das  gibt  es  nicht, das  kann nicht sein. 

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