Plattformanbieter leben teilweise davon, möglichst viel Zeit und Aufmerksamkeit der Nutzer zu binden. Aufmerksamkeit ist zur eigentlichen Währung der digitalen Ökonomie geworden. Dadurch entstehen Mechanismen, die Menschen ständig an Bildschirme zurückholen: Benachrichtigungen, Feeds ohne Ende, personalisierte Inhalte und die Angst, etwas zu verpassen. Die zunehmende Nachfrage nach „Digital Detox Camps“ ist daher vergleichbar mit der Entstehung von Kurorten während der Industrialisierung. Damals suchten Menschen Erholung von Fabriklärm und Großstadthektik. Heute suchen sie Erholung von Informationslärm. Man kann sich mehrere Zukunftsszenarien vorstellen.
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Sein Freund der Baum, ihn gibt es nicht mehr, er fehlt. Denn wenn er aus de m Fenster blickte: einmal im Jahr blühte dort in aller Pracht eine japanische Kirsche. Für etwa zwei Wochen im Jahr war sie unangefochten der Hauptdarsteller. Dessen Blüten alles überstrahlen und daneben fast unscheinbar erscheinen lassen. Es ist eine immer wiederkehrende Freude, jedes Jahr dieses Bild sehen zu können. Jener Freund der Baum war nicht der einzige in dieser Stadt, in die der ehemalige Flieger nach Krieg und Gefangenschaft kam. Denn diese Stadt schmückte sich gerne mit schöner Natur auf so mancher Hochglanz-Schrift: hinter ein solches Bild tritt vieles zurück, ein Freund allemal. Jene Stadt, die diesem Freund lange Zeit als Nährboden diente. Ihn, jenen Freund, den gibt es nun nicht mehr.
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