Sehen als Voraussetzung des Handelns - Erzähltes Schulvermächtnis (Kindle Shop)

Für die Mehrheit jener, die nicht zum Dasein als Milliardäre erwählt sind, scheint es ziemlich wahrscheinlich oder sicher zu sein: ein Studium zahlt sich aus. Das durchschnittliche Einkommen von Hochschulabsolventen liegt deutlich höher als das Einkommen der anderen. Der durch ein Studium zu erwartende Einkommensgewinn ist für sich alleine betrachtet noch nicht alles: wichtiger vielleicht noch ist die deutliche geringere Gefahr von Arbeitslosigkeit. Auch ist ein Studium nicht immer nur Einkommensmaximierung und Arbeitslosigkeitsminimierung, sondern verbessert neben Selbstwertgefühlen auch Orientierungsmöglichkeiten für selbstbestimmtes Handeln. Akademiker sind zumindest langfristig betrachtet meist flexibler als reine Facharbeiter und haben somit größere Chancen zur Anpassung an eine sich fortlaufend verändernde Arbeitswelt.

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten.