J. Becker Denkstudio - Volkswirtschaft

Eine Volkswirtschaft ist ein sich ständig veränderndes und entwickelndes System, abhängig von den sich wandelnden ökonomischen und gesellschaftlichen Systemen, in die es eingebettet ist. Will man die zahllosen Wirkungsbeziehungen verstehen, braucht man ein selbst wandlungsfähiges Gedankengebäude, das sich zeitnah neuen Situationen anpassen kann. Man muss sich die Frage stellen, ob es eine Wirtschaftswissenschaft geben kann, die nicht ausschließlich auf Messungen beruht. 

Dynamik zwischen Zielen und strategischen Aktionen

Szenariomethoden ermöglichen eine ganzheitliche Sichtweise auf Handlungsbedarfe 

 

https://www.bod.de/buchshop/regionalmarketing-leitbild-marktstaerke-clustermanagement-joerg-becker-9783739246956

 

Das Industriezeitalter war nicht zuletzt auch eine Ära weitreichender und schnell voranschreitender Verbesserungen des Wohlstands der Menschen. Allerdings warten dies immer nur Verbesserungen auf Kosten des Planeten: Es wurden Rohstoffe aus dem Boden gegraben, Wälder abgeholzt, Tiere abgeschlachtet, Luft und Wasser mit Schadstoffen verschmutzt und unzählige anderen Sünden begangen. Aber es wurden auch Computer erfunden, das Internet und andere digitale Technologien, die dabei halfen, den Konsum zu dematerialisieren. Denn diese Technologien machten es möglich, immer mehr zu konsumieren, und dem Planeten zugleich trotzdem immer weniger Rohstoffe zu entnehmen. Materie wurde gewissermaßen durch Bits ersetzt. Durch welche Ursachen aber wurde das Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch entkoppelt? Was führte zur Dematerialisierung?

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Marketing, Performance und Ausschöpfung Standortkapital

Es geht um dynamische Wirkungsnetze auch der immateriellen, noch nicht ausgeschöpften Ressourcen von Standorten 

https://www.bod.de/buchshop/regionalmarketing-mit-clustermanagement-joerg-becker-9783739209333

Computerpower versucht herauszufinden, was den Trend von morgen sein könnte (umso erstaunlicher, dass niemand die Finanzkrise von 2008 vorausgesehen hat. Und dies obwohl beispielsweise Banken ihre Risikomodelle mit schier unfassbaren Datenmengen füttern). Die Welt, wie sie sein wird, vermag man aber selbst mit noch so hochkomplexen Klimamodellen nicht abzubilden. Vermutete Wirkungszusammenhänge müssen radikal vereinfacht werden, um sie einigermaßen realitätsnah darstellen zu können. Big Data macht zwar fast alles irgendwie rechenbar aber deswegen den Lauf der Dinge noch längst nicht (und schon gar nicht genau) vorhersagbar, „Auch im Informationszeitalter bleibt es eine Kunst, die Zeichen der Zeit zu lesen“.

J. Becker Denkstudio - Kultur Netzwerk

Was führte zu der Einsicht, dass unser Planet endlich ist und daher die reale Gefahr besteht, dass seine Rohstoffe und Naturschätze erschöpfen werden – vor allem, wenn Menschen auch in Zukunft immer zahlreicher und gleichzeitig immer wohlhabender werden wollen? Eine tragende Säule ist die Verbindung von Technologie und Kapitalismus. Eine weitere Säule ist die zunehmende Ausschöpfung von Intellektuellem Kapital, dem einzigen Rohstoff, der sich durch Gebrauch vermehren lässt. Ein umfassendes Wissensmanagement trägt dazu bei, Menschen zu informieren, damit sie sich bei ihren Entscheidungen von den besten verfügbaren Erkenntnissen leiten lassen.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

J. Becker Denkstudio - Standort Bilanz

Eine Standortbilanz stellt Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen. Eine Standortbilanz arbeitet als 360-Grad-Radarschirm für vielseitige Analysen und Beobachtungszwecke, mit dem insbesondere auch „weiche“ Standortfaktoren in einem übersichtlichen Gesamtrahmen identifiziert, gemessen und abgebildet werden können. Aus den Analysen und Ergebnisse der Standortbilanz können potentialorientiert Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Einfach verständliche Ampel-Diagramme mit rot-gelb-grün-Sektoren für eine überschaubare Einordnung von Standortfaktoren verstärken die Akzeptanz. Die Standortbilanz ist auf einer methodisch durchgängigen Systematik aufgebaut und kommt Denkweisen von zahlenorientierten Investoren und Entscheidern entgegen. 

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Disruption Diversity Future

In turbulenten Zeiten verflüssigt sich alles Festetablierte. Es kommt darauf an, die wesentlichen Treiber der Veränderungen auszumachen und auch vielleicht nur flüchtige Zusammenhänge aufzuspüren. Als wesentliche Ursachen und Einflussfaktoren für die Zunahme von Turbulenzen gelten Komplexität und Dynamik. Überraschungen und unvorhergesehene Entwicklung sind an der Tagesordnung: Probleme und Ereignisse, die sich quasi über Nacht in das Bewusstsein drängen und mehr als alle vorherigen plötzlich nach ungeteilter Aufmerksamkeit verlangen. Ein Problem besteht für Standortakteure darin, die für sie strategisch wichtigen Entwicklungen auszufiltern. Denn schon allein aus Kapazitätsgründen können sie sich meist nur mit einer begrenzten Zahl der neu auf sie einstürmenden Tatbestände gleichzeitig auseinandersetzen. In den trivialen Niederungen von Standortthemen sollten die Erwartung an hierbei spektakuläre Erkenntnisse nicht zu hoch angesetzt werden.

Uni Frankfurt - Abi63 Hanau, Frankfurt, Friedrichsdorf

Die Menschen erleben so etwas wie eine Sprung-Digitalisierung. Das heißt, immer mehr Prozesse, ob bargeldloses Zahlen, Bankgeschäfte im Internet, Online-Handel und, und….., werden digitalisiert. Eine robotisierte Fabrik mit weniger Menschen ist zudem auch weniger anfällig für das Virus. Zwar dacht man bisher, allmähliche Rationalisierungseffekte würden durch demographischen Wandel und neue Geschäftsfelder kompensiert. Aber das Coronavirus dürfte diese Entwicklung noch einmal deutlich beschleunigen. Schon allein aus Hygienegründen sind Firmen gezwungen, künftig mehr Roboter einzusetzen. Auch Verbraucher werden, um Distanz zu wahren, mehr und mehr digitale Dienstleistungen bevorzugen. Wobei sich dieser Prozess aber nicht auf allen Berufsfeldern gleichmäßig beschleunigen dürfte.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker  

J. Becker Denkstudio - Decision Support

 Im Bereich des Stellenmanagements geht es darum, die Organisationsstruktur realitätsgetreu mit ihren Stellen und den diesen zugeordneten Personen abzubilden. Die Stellenanforderungen erfassen dabei strukturiert die erforderlichen Qualifikationen, benötigte Erfahrungen und Ausbildungen. Im „War of Talents“ müssen High-Potentials früh identifiziert, gefördert und kontinuierlich weitergebildet werden. Mit Hilfe eines Performance-Managements werden periodische Beurteilungsergebnisse gesammelt, strukturiert sowie mit der persönlichen Karriereplanung und den Unternehmenszielen verglichen. Auf Seiten der Mitarbeiter wird allerdings auch manchmal ein sogenanntes „Bullshit-Bing gespielt. eine Strategie um Sitzungen ihrer Vorgesetzten mit allzu vielen Plattitüden zu überstehen. Vor Beginn eines Meetings erstellt man eine Liste mit den gerade in der Organisation besonders populären Begriffen und ordnet sie in einem 5 x 5-Schema an. Beispielsweise Begriffe wie Synergie, Wertschätzung, proaktiv, Mindset, Nachhaltigkeit, Innovation, Integrität, Excelence, Disruption, Resilienz oder Agilität. Immer wenn in einer Sitzung einer dieser Begriffe genannt wird, streicht man diesen weg. Wer zuerst horizontal, vertikal oder diagonal fünf Begriffe in einer Reihe durchgestrichen hat, ruft Bingo und hat gewonnen. Es geht also um Begriffe, deren Bedeutung schwer zu greifen ist und die genug Interpretationsspielraum offen lassen, damit sich alle Anwesenden darunter das vorstellen können, was sie wollen. Die Gefahr dabei ist, dass Bullshit zu leicht von den eigentlichen Zielen ablenken kann, die Rationalität der Entscheidungsfindung leiden kann, wenn nur noch in schwammigen Konsensbegriffen kommuniziert wird.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Consulting DataAnalytics Research

Die Covid-19-Wirkung unterscheidet sich von herkömmlichen Konjunkturkrisen dadurch, dass neben dem verarbeitenden Gewerbe auch viele Dienstleistungen überdurchschnittlich betroffen sind. Im Rahmen eines disruptiven Reskilling geht es um das Vermitteln neuer Fertigkeiten und digitaler Kompetenzen, um digitales Lernen ebenso wie um kollaboratives Arbeiten. Erforderlich ist hierfür auch ein Grundverständnis darüber, was Daten eigentlich sind und welche Voraussetzungen man braucht, dass mit ihrer Hilfe bessere Entscheidungen gefällt werden können. 

 Der Glaube daran, dass Computer demnächst ein Bewusstsein entwickeln werden und Menschen dann sagen, wo´s langgeht, ist noch fern (Zumindest außerhalb des Silicon Valley). Wenn den Menschen im Wesentlichen ausmacht, was in seinem Gehirn vorgeht, ließe sich daraus vielleicht folgern: Wenn es nur gelingt, genauso viel Daten zusammenzubringen wie das menschliche Gehirn (Schätzungseise 10 hoch 16 Operationen pro Sekunde), könne man Bewusstsein auch künstlich erzeugen. 

J. Becker Denkstudio - Bewerber Tool

 

 Damit Daten zu Informationen werden, brauchen sie hierfür auch einen Empfänger, der sie versteht (eine von einem möglichen Adressaten losgelöste Information ist ja bereits ein Widerspruch in sich). Erleben ist damit weit mehr als nur eine Datensammlung im Gehirn, die Simulation von Funktionen des Lebens ist noch lange nicht dasselbe wie das Leben selbst. 

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Technologie Vision Trend

 Natürliche Intelligenz ist mehr als eine Sammlung von Algorithmen. Das heißt, menschlichen Geist kann man nicht einfach auf eine Festplatte laden (mind uploading). Manche scheinen dies vielleicht behaupten zu wollen, um ihre Verantwortung einfach auf Apparate abwälzen zu können.

 Um im Team erfolgreich zu sein, ist auch Zeitmanagement wichtig. Oft rangieren solche Einflussfaktoren noch vor Fähigkeiten wie etwa Projektmanagement oder konzeptionellem Denken, die viel eher mit modernen Arbeiten und digitaler Arbeitswelt verbunden werden. Was auch nicht ganz unlogisch ist, denn erst, wenn die Grundlagen stimmen, können Teams dynamisch, innovative und damit erfolgreich sein. Gerade in einer Zeit, in der Zusammenarbeit zunehmend flexibel, international und standardübergreifend organisiert wird, ist die gute Zeiteinteilung eine wichtige Grundlage für Produktivität am Arbeitsplatz.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker  

Growth Software Management

 Am Standort Deutschland sind arbeitsuchende Migranten lange Zeit in den Arbeitskräftebedarf eingewandert (wurden je nach Bedarf angeworben). Heute (verstärkt ab 2015) kommen sie nicht, weil sie im Arbeitsmarkt gebraucht werden und sind zum großen Teil für diesen auch auf lange Sicht hin zu wenig (überhaupt nicht) qualifiziert. „Schätzungen über die Kosten der Migranten des vergangenen Jahres divergieren stark. Manche rechnen mit 150 – 400 Milliarden minus dauerhaft (FAZ). Und: die Zahl der Migranten ist diesmal unabsehbar. Der Immigrationsdruck auf Europa ist nicht nur der Zahl nach (500 Millionen, wenn sie könnten) als auch der Zeit nach unabsehbar.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Als alles entscheidende Frage steht im Raum: wie, wem und mit welchen Instrumenten gelingt es, das kreative Potenzial, immaterielle Vermögen/ Kapital des Standortes (quantitativ nachprüfbar, mit allen Wirkungsbeziehungen) offen darzulegen ? Nicht zuletzt wird auch der Umfang einer Standortbilanz davon abhängen, ob sich ihr Bilanzierungsbereich auf eine Kommune, einen Kreis oder eine ganze Region erstreckt. Denkbar wäre auch, gemarkungsübergreifende kommunale Kooperationen in einer eigens dafür zusammen gefassten Standortbilanz darzustellen. Als Ausgangspunkt muss Klarheit darüber bestehen, an welchen Stellen eines Standortes man überhaupt Sensoren anlegen will. 

Freelance Support Service

  Kluge Führungskräfte bremsen die Lauten aus und eröffnen den Stillen Raum, indem sie beispielsweise vor einer Besprechung schriftliche Statements einfordern. Da haben Introvertierte oft die Nase vorn, denn schriftliche Schaumschlägereien sind rascher entlarvt als mündliche. Denn die Stillen haben oft viel zu sagen: Ohne diese Menschen wäre weder die Radioaktivität entdeckt worden noch Google entstanden. Eigenschaften wie beispielsweise Konzentration, analytisches Denken, beharrliches Handeln und viele andere dieser Art mehr werden häufiger gerade den Introvertierten zugeschrieben.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

 

Lohn der Schule

 

Direkt zum Buchshop:

 

https://www.bod.de/buchshop/lohn-der-schule-joerg-becker-9783739222967

Learning Strategy System

Grenzen des elektronischen Weltwissens - Weltkommunikationsraum und Speicheruniversum: In der Digitalgesellschaft heißt es bezüglich der Verfügbarkeit von Daten und Wissen oft: ewig, alles, überall! (Idee eines barrierelosen Weltkommunikationsraumes im unendlichen Speicheruniversum). Wissenschaftler verweisen bei einer mehr differenzierten Betrachtung allerdings darauf hin, dass eine (unendliche) Langzeitarchivierung allen Wissens dieser Welt durchaus nicht gesichert sei, sondern vielmehr sogar Gefahren drohten, „geschichtslos zu werden“. 

Die Informationen, die Nutzer durch ihr Alltagsverhalten laufend en passant erzeugen, werden in Zeiten der Digitalisierung systematisch abgeschöpft. Bisher unter der Wahrnehmungsschwelle liegende Daten werden dabei durch Analysetechniken zu potenziell wertvolle Informationen, beispielsweise um Produkte zu verbessern oder neue zu entwickeln, Prozesse zu optimieren oder um Trends und Entwicklungen schneller zu erkennen.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Rhein, Neckar, Main - Business Performance

  Ein Drittel der Menschen gilt hierzulande als eher introvertiert. Sie laufen zur Höchstform auf, wenn man sie in Ruhe arbeiten lässt. Die anderen gelten als energiegeladene Extrovertierte, die das Berufsleben als Bühne nutzen, um ihre Lebendigkeit auszuleben. Wie aber kommen zurückhaltende Menschen durch eine Zeit, die wie von Corona geprägt ist? Eine Zeit, in der es kaum noch persönliche Treffen gibt? In der sie in digitalen Konferenzen auf einer Videokachel glänzen sollen? Das ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten und für Introvertierte doppelt belastend. Sie sollten deshalb nicht darauf vertrauen, dass ihre Leistung für sich spricht: Auch wenn ihnen das Trommeln nicht liegt, sollten sie sich auf unternehmensinternen Kanälen um Sichtbarkeit bemühen. 

 

direkt zum Wissensmanagement:

https://www.beckinfo.de/

 

direkt zum Regionalmarketing:

https://www.derstandortbeobachter.de/ 

 

direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch

Print Kommunikation Zukunft Journalismus

Standort- Kennzahlen dürfen nicht isoliert interpretiert werden, sondern müssen sich immer einer bestimmten Systematik (wie beispielsweise einem System der Standortökonomie) zuordnen lassen. Unter dem Einfluss der Globalisierung geraten Standorte unter einen immer stärkeren Konkurrenzdruck um die Gunst von Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, laufende Einnahmen für den Haushalt kreieren und an dem Standort investieren sollen. Der Konkurrenzkampf um Unternehmensansiedlungen findet heute nicht mehr nur auf regionaler Ebene, sondern immer mehr auch auf globaler Ebene statt: da Unternehmen global agieren, müssen sich auch deutsche Standorte mit solchen überall in der Welt vergleichen. Je besser sich ein Standort im Kampf um Unternehmensstandorte schlägt, desto besser sind die Zukunftsaussichten für diesen Standort. 

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ 

Das lebendige Individuum mutiert mehr und mehr zu einer Kommunikationsmaschine, deren Denken elektronische Medien schon grundlegend verändert haben. Komplexe, dynamische Systeme wollen immer noch mehr an Datenreihen verarbeiten und machen deren Erhebung zu einer unausgesprochenen Frage des Wissens. Der Wille zu solchem Wissen darf kein Gebiet des täglichen Lebens aussparen und keinen Haltepunkt des Interesses kennen. 

J. Becker Denkstudio - Wissen Kapital

Das Wissen, nicht genau zu wissen, was wir wissen, das „Denken des Undenkbaren“ zwischen Realität und Fiktion, wird von digitalen Wissenskulturen gewissermaßen selbst produziert. Im Umbau des kulturellen und  sozio-technischen Gefüges der Digitalisierung aller Lebensbereiche werden sogenannte Sachzwänge zu einem Sachverhalt, von dem keiner mehr so recht sagen kann, was eigentlich Sache ist. 

Ein Wissensbilanz-Management-System erlaubt es Unternehmen, strategische Ziele zu erkennen und umzusetzen D. Ein solches Planungssystem ermöglicht außerdem die langfristige Erfolgskontrolle der angewandten Strategie. Um eine Messlatte zu haben, muss das Unternehmen vor der Implementierung eines Wissensbilanz-Systems erst seine zu erreichenden Ziele definieren und die dafür notwendigen Mittel und Maßnahmen festlegen. Die Performance wird dann über einen längeren Zeitraum an diesen Parametern gemessen, d.h. Daten werden gesammelt, analysiert und die Resultate in entscheidungsrelevanter Form präsentiert.

https://www.bod.de/buchshop/catalogsearch/result/?q=J%C3%B6rg+Becker 

Immer häufiger werden wir uns der Unfähigkeit bewusst, die Konsequenzen der Informationen, die wir schon besitzen, zu erkennen. Wir verlassen das Zeitalter der Statistiken und aggregierten Daten und treten ein in das Zeitalter der Echtzeit und disaggregierten Daten. Das Zauberwort für den Siegeszug von Computersimulationen heißt „Prädiktion“, die umso besser wird, je mehr Daten vorliegen. 

J. Becker Denkstudio - Cluster Analyse

„Zu den wichtigsten Akteuren in der neuen Datenwirtschaft zählen die digitalen Plattformen: Sie führen verschiedene Marktteilnehmer – etwa Nachrichtenlieferanten und Werbetreibende oder die Nutzer von Vergleichsportalen, sozialen Medien oder Online-Suchdiensten und Werbetreibende – zusammen.“ Grundlage ist die Verwertung von personenbezogenen Daten (über Nutzer und Nutzerverhalten), die damit zu einer neuen Form des Entgelts geworden sind. „Das im Internet so ungemein erfolgreiche Geschäftsmodell „Leistung gegen Daten“ steht tatsächlich nur scheinbar für eine neue „Kostenloskultur“.

Personenbezogene Nutzerdaten werden ständig und nebenher erzeugt. „Der wirtschaftliche Wert dieser Daten ist für den Einzelnen intransparent. Anders als die Zahlung eines monetären Preises wird die Einwilligung in die Datenverarbeitung häufig auch nicht als Verlust wahrgenommen, kann die Datenverarbeitung doch zugleich auch der Leistungsverbesserung dienen.“ Es fragt sich, „ob Leistung und Gegenleistung bei der Bereitstellung von „Diensten gegen Daten“ in dem für Austauschverträge typischen Gegenseitigkeitsverhältnis stehen.

Industrie Wirtschaft Cloud

Manche Organisationen verstärken  in ihren Bewertungs- und Auswahlprozessen auch schon den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Beispielsweise in Form einer automatischen Kandidatenauswahl ohne Beeinflussung von Managern, Karrieregespräche werden geschlechtsunabhängig professionalisiert. Haben sich „Neue“ erst einmal eingearbeitet, hilft eine offene Feedback-Kultur, um Stärken auszubauen und Entwicklungsbedarf zu erkennen. Dabei sind vermeintlich angestaubte Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder Fähigkeit zur Selbstorganisation in Zeiten von flexiblem und ortsunabhängigem Arbeiten aktueller denn je. 

„Die Post-Gutenberg-Galaxis ist heute von schwarzen Löchern perforiert. Viele digitale Projekte sind Friedhöfe“. Die Digital-Euphorie verleite dazu, das im Netz repräsentierte Wissen zu überschätzen: so würden beispielsweise Archivbestände nur zu einem Bruchteil ins elektronische Format übersetzt. Da diese Transferlücke über neunzig Prozent betrage, sei es ein vermessenes Vorteil, dass nur das im Netz Vorhandene existiert. Vor allem können bei Formatwechseln problematische Datenverluste entstehen. Denn mit der Migration sinkt die Lesbarkeit, wächst der Abstand zum Original. 

https://www.amazon.de/~/e/B0045AV5YQ

Regionalmarketing - Leitbild, Marktstärke, Clustermanagement

 

Direkt zum Buchshop:

 

https://www.bod.de/buchshop/regionalmarketing-leitbild-marktstaerke-clustermanagement-joerg-becker-9783739246956

Engagement Startup Cash

Wie leistungsfähig ist die Wirtschaft noch bei welcher Härte und welcher Art von Restriktionen? Wie wirken sich Lockerungen auf verschiedene Branchen aus und wie entwickelt sich der Reproduktionsfaktor, den man dann wieder mit den wirtschaftlichen Faktoren koppeln müsste. Über allem steht bei einer Pandemie auch die Frage: Lässt sich berechnen, ab wann die Folgen einer Maßnahme schwerer wiegen als das, was man damit verhindern will? Zum Beispiel betrachtet man hierfür in der multikriteriellen Optimierung verschiedene Zielfunktionen gleichzeitig, um den besten Kompromiss herauszufiltern. 

 

direkt zum Wissensmanagement:

https://www.beckinfo.de/

 

direkt zum Regionalmarketing:

https://www.derstandortbeobachter.de/ 

 

direkt zum Katalog der

Deutschen Nationalbibliothek

https://portal.dnb.de/opac.htm?query=Becker+Lesebogen&method=simpleSearch

Strategy Storytelling Mittelstand workshop

Angesichts sich immer schneller und immer höher auftürmender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Probleme sind manche Denker und Experten der Meinung, dass ihr Ideenschrank mittlerweile leer sei, dass ihr Hauptstrom von Ideen sich für eine umfassende Lösung in Dutzende von kleinen Bächen und Bächlein so sehr aufgesplittert hat, dass er an einigen Stellen bereits ausgetrocknet ist. Als Ursache ihrer Verwirrung nennen Intellektuelle neue Umstände oder den unvorhersehbaren Lauf der Geschehnisse. Auch manche Akademiker haben nur noch eher eng begrenzte Anschauungen von der Wirklichkeit und sind daher nicht fähig, mit den großen Problemen der Gegenwart fertig zu werden, es fällt ihnen zumindest immer schwerer, schlüssige und nachhaltige Lösungswege zu finden oder aufzuzeigen. Handelt es sich hierbei doch um systembedingte Probleme, was bedeutet, dass sie eng miteinander verknüpft und voneinander abhängig sind. Und, dass ihnen mit einer fragmentarischen Herangehensweise nur schwer beizukommen ist. Fragmentarisches Vorgehen löst nicht alle Schwierigkeiten, sondern schiebt diese im komplexen Gewebe gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Beziehungen nur hin und her. Einer Lösung kommt man näher, wenn die Struktur des Gewebes selbst geändert wird, was wiederum aber tiefgreifenden Umwandlungen nötig machen würde.

 

 

https://www.bod.de/buchshop/mittelstand-mit-ganzheitlichem-strategiedenken-und-wertorientierter-erfolgsplanung-joerg-becker-9783743196407

Sustainable Management Zukunft

Die Daten eines einzelnen Nutzers haben für einen Dienstanbieter für sich gesehen noch keinen messbaren Wert. „Der wirtschaftliche Wert ergibt sich erst aus der Aggregation der Daten oder der Verbindung mit Daten aus anderen Quellen, die wirtschaftlich verwertbare Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und ein künftiges Verhalten der Nutzer ermöglichen. Steht dem Diensteanbieter schon eine hinreichende Datenmenge zur Verfügung, sind die Daten jedes einzelnen Nutzers entbehrlich.“

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

J. Becker Contentmanagement
J. Becker Contentmanagement

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

J. Becker Denkstudio

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

J. Becker Denkstudio

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten. 

Obwohl sie immer da ist, die Zeit, jeden Tag und jede Stunde, ist sie schon wieder verschwunden, vergangen. Wo bleibt sie nur die ganze Zeit? Damit man sich ihr mit ganzer Muße widmen kann? Zeit ist Geld, so heißt es. Zeit und Verdienst sind oft zwei Seiten der gleichen Medaille, sind untrennbar aneinander und miteinander gekoppelt. Trotz aller Erfindungen und Versprechungen wie Auto oder Zug, wie Wasch- oder Spülmaschine, wie Computer oder Smartphone, wie vieler anderer Dinge mehr: immer scheint sie knapp bemessen, die Zeit. Vieles, alles lässt sich bereits vom Sofa aus einkaufen, niemand muss noch stundenlang anstehen. Trotz allem scheint Zeitnot ein ständiger Begleiter. Niemand ist vor Eile und Stress geschützt: meinte man noch eben alle Zeit der Welt zu haben, ist sie schon wieder verschwunden. Wohin? Vieles im Arbeitsleben ist effizienter und effizienter geworden, die Hilfsmittel immer raffinierter. Und doch wird alles immer komplexer, die Belastungen haben (statt weniger zu werden) zugenommen. Wenn etwas knapp ist, ist es nach den Gesetzen der Wirtschaft meist auch teuer. Das schreit geradezu danach, knapp bemessene (Frei)zeit zu maximieren und jede verfügbare Minute möglichst optimal zu nutzen. Immer umfangreichere Freizeitangebote können so leicht zu einer Entscheidungsfalle der Komplexität werden. Besser wäre vielleicht, einmal überhaupt nichts zu tun und nur danach zu schauen, wo sie denn bleibt, die allzu flüchtige Zeit.

Digitalisierung und Vernetzung haben zwei Gesichter: Fortschrittlichen  Elementen des Internets steht eine ungehemmten Ausspähung und Vermarktung privater Daten gegenüber. Licht und Schatten der Digitalisierung könnten in ein schädliches Ungleichgewicht gelangen. Idealtypische Betrachtungen dürfen eine dringende Risikoanalyse nicht verdecken oder gar blockieren. Big  Data ist unter uns, tagtäglich unser Leben beeinflussend, wenn nicht sogar bereits bestimmend. Einen wirksamen Schutz davor gibt es wohl nicht. Also braucht es Wachsamkeit gegen die Gefahren des vielfachen Missbrauchs. Potenziale und Gefahren müssen identifiziert und gegeneinander gewichtet werden. Die Wege zu intelligenten Fabriken und smarten Büros verlangen nach Unmengen von Daten und gehen mit gravierenden Umbrüchen und massiven Veränderungen einher. Die technische Machbarkeit des lückenlosen Tracking von Bewegungen und Tätigkeiten muss auf das hinterfragt werden, was gewollt oder hinnehmbar sein soll.

Da der Druck zunimmt, permanent an der Karriere arbeiten zu müssen, gibt es kaum noch jemanden, der sich einfach auch einmal treiben lässt. Wenn aber Karrieren bis auf das i-Tüpfelchen geplant werden, geht leicht der Blick für das Neue, d.h. Kreativität verloren. Ein Treibholzeffekt dagegen wäre eine gesunde Mischung, selbst das Schiff zu steuern, sich aber trotzdem von Zeit zu Zeit auch treiben zu lassen (sich dem Zufall und Bauchgefühl öffnen), um an neuen Ufern zu landen. „Eine Gesellschaft, die nur zwischen richtig und falsch, schwarz und weiß, like und dislike unterscheidet, verzichtet auf die Empfänglichkeit für Zwischentöne. Denn Menschen sind keine rationalen Denker und Entscheider, sondern unterschätzen oft den Zufall oder verwenden Urteilsheuristiken, um sich in der komplexen Welt rascher zurechtzufinden.“ Wenn man das, was man nicht sehen will, nicht mehr wahrnimmt, kommt es zu einer Über- oder Unterbewertung von Informationen (einschließlich des systematischen Auslassens). Es kommt zu  Fällen verzerrter Wahrnehmung wie beispielsweise: kann ein Kandidat in einer mündlichen Prüfung die erste Frage nicht beantworten, die nächsten aber perfekt, erhält der schlechte Ersteindruck dennoch häufig ein besonderes (unangemessenes) Gewicht. Vor dem Hintergrund von Fragen wie: warum gelingt dem einen eine große Karriere? warum versackt manch großer Geist in der Bedeutungslosigkeit? ergibt sich oft als Antwort, dass hierbei das Phänomen „Zufall“ mitregiert habe. Der Zufall ist ein Wesen mit vielen Gesichtern. So hat er eine schöpferische Seite (mit der Macht des Zufalls finden, wonach man nicht gesucht hat), kann aber auch Angst machen, weil er sich nicht planen lässt. Viele grandiose Entdeckungen erweisen sich als zufällige Beobachtungen von etwas ursprünglich überhaupt nicht Gesuchtem (so wurden Amerika, Penicillin, Sillikon und der Teebeutel entdeckt). „Der Zufall begünstigt einen vorbereiteten Geist“. Erfolg haben oft die, die aufstehen und nach den von ihnen benötigten Zufällen Ausschau halten. Eine Übung: für drei Entwickler einer Lösung liegt ein Buch von 666 Seiten bereit, alle drei würfeln nach dem Zufallsprinzip. Drei Würfe bestimmen jeweils die Seitenzahl: Hunderter, Zehner, Einer. Das erste Wort auf der erwürfelten Seite dient als Inspirationsquelle. Es geht darum, Abstand zu nehmen von dem Gedankenpfad, auf dem man unterwegs ist.

J. Becker Denkstudio

Die Spieltheorie ist ein Versuch, bei einem Spiel die wahrscheinlichen Verhaltensweisen der Mitspieler zu kalkulieren, d.h. mathematisch zu erfassen. An sich wäre die Geldanlage ein langweiliges Geschäft. Ausgenommen für Menschen mit so etwas wie einem Spielerinstinkt, die sich diese Neigung auch etwas kosten lassen. Investments am Kapitalmarkt, d.h. der Kauf von Wertpapieren ist praktizierte Massenpsychologie: man muss nur besser als die Masse erraten, wie die Masse sich verhalten wird. Also ein komplexer n-Personen-Vorgang als ein komplexes Spiel. Jeder will dabei einen möglichst großen Gewinn machen. Ein faszinierendes Spiel, indem viele ganz darin aufgehen und Geld als Wertmesser für Erfolg betrachten. Auch spielen manche nichts des Geldes sondern des Spieles wegen. Wer dieses Spiel nicht versteht, sollte ihm so lange nicht trauen, bis er es versteht. Trotz aller Computer, Statistiken und Modelle sind Geldspiele so verwirrend wie je zuvor. Wenn man dabei seiner Intuition folgt, heißt dies, dass man zunächst einmal sich selbst erkennen muss: als ein Mensch mit Emotionen, Vorurteilen und unbewussten Reaktionen. Geldspiele sind ein Weg, herauszufinden, wer man eigentlich ist. Ein Weg, der manchmal sehr kostspielig sein kann. Für den, der nicht weiß, wer er wirklich ist, für den ist die Börse oft ein teurer Ort. „Man muss imstande sein, mit jeder Situation fertig zu werden, ohne seine Gelassenheit zu verlieren oder sich von Gefühlen überwältigen zu lassen. Man muss ohne innere Unsicherheit handeln.“ Geldspiele basieren auf einer Reihe von grundlegenden Wahrheiten und Regeln, Die große Unbekannte ist die weite Welt der Emotionen. Diagramme und Charts sind eigentlich immer nur Abbilder von Gefühlswelten. Die zahlreichen Aktienanalytiker wollen eigentlich immer nur recht haben, ihr Ego braucht die Droge, recht zu haben. Manchmal ist es ihnen fast lieber, recht zu behalten, als Geld zu verdienen. Um nicht unterzugehen, müssen müssen sie am Ende aber öfters recht als unrecht haben. Wenn die Masse der Anleger irrational handelt, sollte man sich fragen, ob man sich nicht besser aus ihr heraushalten sollte. Denn die stärksten Emotionen auf dem Wertpapiermarkt sind Habgier und Angst. Bei steigenden Kursen kann man diese Habgier schon fast körperlich fühlen. Ebenso die Angst, wenn bei fallenden oder gar einbrechenden Kursen die Zuversicht dahin schmilzt. Ein festes Ichbewusstsein bietet einen Schutz, sich vom Tohuwabohu der Märkte nicht kirre machen zu lassen. Immer wieder muss man sich vor Augen führen, dass eine Aktie nie weiß, dass sie einem gehört. Alle Emotionen und Gefühle, die mit dem Kauf oder Verkauf von Aktien verbunden sind, werden von diesen Aktien zu keinem Zeitpunkt geteilt. Ihnen ist es völlig egal, um wie viel Prozent sie steigen oder fallen. 

Das Datenvolumen im Internet wächst rasant weiter. So wie die Staatsbibliotheken alle Büchern sammeln, archiviert auch eine 1996 gegründete Non-Profit-Organisation, das Internet Archive, alte Websites dieser digitalen Bibliothek: Universaler Zugang zum Wissen. Homepages, zum Teil auch weiterführende Links, werden mit Screenshots aufgesammelt. Internet Archive ist das Google historischer Homepages und ist quasi eine Zeitreise in die Geschichte des Internets.

 

Die durchschnittliche Halbwertzeit einer Website beträgt angeblich gerade einmal hundert Tage. Wir meinen zwar, das Netz vergesse nie. D.h., was einmal im Netz landet, hätte Bestand und wäre für die Ewigkeit eingemeißelt. Tatsächlich aber werden Websites haufenweise gelöscht (wen interessiert schon das Geschwätz von gestern).

 

Auch im Internet ist eben auch so manches vergänglich. Die Meldung „page not found“ gehört zum Alltag. Nicht finden heißt: nicht existieren. Obwohl Informationen irgendwo in den Tiefen doch noch lagern können. Man kann sie eben nur nicht einsehen (da nicht mehr mit dem originären Link verknüpft) . Die sichtbare Seite wurde überschrieben, was bedeutet: alte Daten durch das Speichern neuer Daten zu zerstören.

 

Damit geht auch Wissen verloren. Mit der digitalen Expansion des Internet kann kaum noch einer mithalten. So werden bei Internet Archive eine Milliarde Seiten pro Woche gesammelt. Manche Experten verlangen deshalb, elektronisch gespeicherte Informationen mit einem Verfalldatum zu versehen. Ein Problem: das Recht auf Vergessen beschneidet das Recht auf Information. Es geht um die Frage, wer die Geschichte des Internets schreibt. Ziel von Internet Archiv ist es, dieses Feld nicht der Deutungshoheit von Google zu überlassen.

 

Das Internet Archive kämpft gegen das Vergessen an. Alles, was dabei zutage gefördert wird, ist nicht durch Google-Algorithmen vorgefiltert (im Ergebnis nicht verzerrt). Das Netz wird sozusagen in seiner Wirklichkeit abgebildet. So macht J. Lanier bereits seit langem darauf aufmerksam, dass Google und Facebook „außer ihren ausgefeilten Rechenoperationen nicht viel zu bieten hätten, wären da nicht Millionen von Nutzern und Website-Betreibern, die mit ihren Informationen, Audios und Bildern das Internet und damit auch seine größten Datensammler am Leben hielten“. 

Wenn der Standortwettbewerb immer weniger über Faktoren wie Gewerbesteuern bestritten werden kann, muss nach anderen, tiefer liegenden, bisher noch ungenutzten Faktoren gesucht werden. Das Geschäftsumfeld wird dem Standort mit seinen Akteuren immer mehr eine positive Grundhaltung auch zu aufwendigen Analysen abverlangen. Es wird sich dann schnell herausstellen, wer Probleme lösen kann und wer nicht.

 

Standortanalyse ohne Millimetermaß: Schwierigkeiten ergeben sich dadurch, wenn es darum geht etwas zu bewerten, das man nicht mit dem Millimetermaß des Kämmerers angehen kann. Nicht alles was gemessen wird, muss deshalb auch von Bedeutung sein; nicht alles was wichtig ist, muss deshalb auch zu messen sein. Die wichtige Frage lautet somit: ist ein Standort überhaupt messbar? Die Antwort ist: Ja, denn auch Bewertungen hierzu sind fassbare, analysierbare Realitäten.

 

Wer Transparenz scheut, hat meist nur geringes Vertrauen in sein eigenes Beurteilungsvermögen und hat in einer immer mehr wissensorientierten Wirtschaftswelt immer weniger Chancen.

 

Was also liegt näher, als sich aus einem reichhaltig bestückten Indikator-Cockpit zu bedienen, um hieraus eine Grundlage für nachhaltig tragfähige und vielseitig einsetzbare Standortanalysen zu erarbeiten.

 

 

Das Potential-Bild macht deutlich, wie der Standort in seinem Inneren mit allen seinen mehr oder weniger versteckten Wirkungsbeziehungen funktioniert, gemeinsame Zielsetzungen können damit besser aufeinander abgestimmt werden.

J. Becker Denkstudio

J. Becker Denkstudio Projekt Standortanalyse
J. Becker Denkstudio Projekt Standortanalyse

Die Elemente aller Standortphänomene sind Standortfaktoren, gewissermaßen die Ursprungsmaterie, aus der sich das aktuelle Standortgeschehen ableitet und entwickelt. Standortprozesse sind komplex und werden von zahlreichen, manchmal nur schwer oder nur indirekt wahrnehmbaren Faktoren beeinflusst, die gelegentlich nicht vorhergesehene oder einkalkulierte Konsequenzen mit sich bringen: unmöglich, dies alles ohne Transparenz schaffende Hilfen zu überschauen und quasi nur „aus dem Bauch“ zu steuern. Die Intensität der Kommunikation zwischen der Standort-Wirtschaftsförderung und potentiellen Investoren wird sich hierbei in Zukunft noch weiter verstärken. Mit Hilfe der Standortökonomie systematisierte weiche Faktoren bilden zunehmend mehr eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Investorenkontakte sowie ein positives Auswahl-Rating. Potentielle Investoren haben das größte Interesse daran, sowohl die Visionen und Ziele als auch ggf. anzutreffende Standortfaktoren einschließlich aller Erfolgsindikatoren zu verstehen. Für ein erfolgsbewusstes Marketing ist eine entsprechende Bereitstellung geeigneter Informationen seitens des Standortes unverzichtbar.

 

Voraussetzung hierfür ist, dass der Standort über alle Fakten im eigenen Bereich genauestens informiert ist, Zahlen transparent aufbereiten und offen kommunizieren kann. Eine dementsprechend aufgebaute Standortbilanz ist in diesem Zusammenhang ein äußerst effektives Instrument: die Wirtschaftsförderung wird unterstützt, sich optimal auf das Investorengespräch vorzubereiten: schwarz auf weiß erhält man einen umfassenden Überblick über den Status des Standortes. Die hierbei anfallenden Auswertungen machen nicht nur auf mögliche Schwächen aufmerksam, sondern geben auch wertvolle Hinweise auf die einzuschlagende Richtung einschließlich hierbei realisierbarer Potentiale. Es kommt darauf an, diese komplexen Elementarteile und -energien des Standortes ausfindig zu machen, genau zu lokalisieren, möglichst detailliert quantifizierbar zu machen und die vielfältigen Wirkungs- und Kräftebeziehungen untereinander offenzulegen.

 

 

Rhein-Main-Identitäten – im großstädtischen Verflechtungsraum ein Nebeneinander prosperierender Kommunen: Mitten im Ballungsraum Rhein-Main entwickeln sich Städte und Kreise recht unterschiedlich: da gibt es beispielsweise einen Siedlungsschwerpunkt (Niederroden), dem nur noch die Funktion bleibe, Wohnort für Familien mit Kindern und Alte zu sein. Eine Kommune, die in „einem undefinierbaren Zwischenzustand“ nicht richtig Stadt sei (Urbanität findet woanders statt), aber auch nichts Ländliches mehr zu bieten habe. Ein übergeordneter Blick wird umso dringender gebraucht, je mehr Menschen in großer Zahl in den Ballungsraum strömen und Wohnungen suchen. Für die Region geht es um ein Verständnis, mehr als nur ein zusammengewürfelter Haufen prosperierender Gemeinden zu sein.