99 Gründe, ein freier Journalist zu sein -  Kultur-Wettbewerb DJV Hessen

Autorenprofil Jörg Becker Friedrichsdorf

 Jörg Becker hat Führungspositionen in der amerikanischen IT-Wirtschaft, bei internationalen Consultingfirmen und im Marketingmanagement bekleidet und ist Inhaber eines Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandorientierter Businessoptionen auf Basis von Personal- und Standortbilanzen. Die Publikationen reichen von unabhängigen Analysen bis zu umfangreichen thematischen Dossiers, die aus hochwertigen und verlässlichen Quellen zusammengestellt und fachübergreifend analysiert werden. Zwar handelt es sich bei diesen Betrachtungen (auch als Storytelling) vor allem von Intellektuellem (immateriellen) Kapital nicht unbedingt um etwas Neues, aber um etwas Anderes. Denn um neue Wege zu gehen, reicht es manchmal aus, verschiedene Sachverhalte, die sich bewährt haben, miteinander neu zu kombinieren und fachübergreifend zu durchdenken. Zahlen ja, im Vordergrund stehen aber „weiche“ Faktoren: es wird versucht, Einflussfaktoren nicht nur als absolute Zahlengrößen, sondern vor allem in ihrer Relation zueinander und somit in ihren dynamischen Wirkungsbeziehungen zu sehen. Auch scheinbar Nebensächliches wird aufmerksam beobachtet. In der unendlichen Titel- und Textfülle im Internet scheint es kaum noch ein Problem oder Thema zu geben, das nicht bereits ausführlich abgehandelt und oft beschrieben wurde. Viele neu hinzugefügte und generierte Texte sind deshalb zwangsläufig nur noch formale Abwandlungen und Variationen. Das Neue und Innovative wird trotzdem nicht untergehen. Die Kreativität beim Schreiben drückt sich dadurch aus, vorhandenes Material in vielen kleinen Einzelteilen neu zu werten, neu zusammen zu setzen, auf individuelle Weise zu kombinieren und in einen neuen Kontext zu stellen. Ähnlich einem Bild, das zwar auf gleichen Farben beruhend trotzdem immer wieder in ganz neuer Weise und Sicht geschaffen wird. Texte werden also nicht nur immer wiederholt sequentiell gelesen, sondern entstehen in neuen Prozess- und Wertschöpfungsketten. Das Neue folgt aus dem Prozess des Entstehens, der seinerseits neues Denken anstößt. Das Publikationskonzept für eine selbst entwickelte Tool-Box: Storytelling, d.h. Sach- und Fachthemen möglichst in erzählerischer Weise und auf (Tages-) Aktualität bezugnehmend aufbereiten. Mit akademischer Abkapselung haben viele Ökonomen es bisher versäumt, im Wettbewerb um die besseren Geschichten mitzubieten. Die in den Publikationen von Jörg Becker unter immer wieder anderen und neuen Blickwinkeln dargestellten Konzepte beruhen auf zwei Grundpfeilern: 1. personenbezogener Kompetenzanalyse und 2. raumbezogener Standortanalyse. Als verbindende Elemente dieser beiden Grundpfeiler werden a) Wissensmanagement des Intellektuellen Kapitals und b) bilanzgestützte Decision Support Tools analysiert. Fiktive Realitäten können dabei manchmal leichter zu handfesten Realitäten führen. Dies alles unter einem gemeinsamen Überbau: nämlich dem von ganzheitlich durchgängig abstimmfähig, dynamisch vernetzt, potential- und strategieorientiert entwickelten Lösungswegen.

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement, J. Becker, Friedrichsdorf

Die Zahl der Autoren, die den klassischen Verlag (sofern er sich nicht grundlegend ändert) für ein Auslaufmodell halten und auf die Seite der Eigenverleger wechseln, nimmt zu. Dafür, dass sich der Print-Markt generell in einem Schrumpfungsprozess befindet, lassen sich viele Beispiele finden. Der Eigenverleger muss sich als Unternehmer daher selbst Gedanken machen, wie er seine Bücher vermarkten will. Das E-Book unterliegt wie das gedruckte Buch den gleichen Marktgesetzen. Für Eigenverleger ist es bereits ein (unschätzbarer) Vorteil, wenn bei der Suche nach einem Verlag die Anbiederung entfallen kann und wenn Ausstattung und Inhalt allein vom Eigenverleger selbst entschieden werden können. Der Eigenverleger hat alle Möglichkeiten, seine Bücher so umzusetzen, wie er sich das vorstellt, um damit Geld zu verdienen. Die Zeiten, in denen die Ansprüche eines Verlages höher waren als die eines Autors, sind lange vorbei. 

Holaner diskutieren Klima, Kultur, Ordnungspolitik, Digitales, Bildung

Intellektuelles Kapital - Planung Support Service Kompetenznetzwerk

Zeitgeist und Atemlosigkeit: Leben im Eiltempo - rasende Digitalisierung – Verdichtung und Reaktionszeiten. Schneller ist besser: so das allgemeine Credo. Mehr Lebenstempo verengt gleichzeitig aber auch Autonomiespielräume. 

Natur, Betriebswirtschaft, Wissen und Entscheidung - Service Tools

Ernst Becker Pommer Stettin - Flieger, Fotograf und Maler

Zwischen Frankfurt, Hanau und Taunus - Schule Wissen Mittelstand Tools

Wirtschaftsförderung Hochtaunus - Analyse Tools für Standortpotenziale

Vom Startup zum Mittelstand - Planung Service Support Tools

Zwischen Homburg, Friedrichsdorf und Vilbel - Kompetenznetzwerk

Eine Standortbilanz stellt Instrumente bereit, die eine ganzheitlich ausgerichtete Standortbestimmung auf lokaler und regionaler Ebene und damit die im Wettbewerb notwendige Schärfung des individuellen Standort-Profils unterstützen. Eine Standortbilanz arbeitet als 360-Grad-Radarschirm für vielseitige Analysen und Beobachtungszwecke, mit dem insbesondere auch „weiche“ Standortfaktoren in einem übersichtlichen Gesamtrahmen identifiziert, gemessen und abgebildet werden können. Aus den Analysen und Ergebnisse der Standortbilanz können potentialorientiert Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Einfach verständliche Ampel-Diagramme mit rot-gelb-grün-Sektoren für eine überschaubare Einordnung von Standortfaktoren verstärken die Akzeptanz. Die Standortbilanz ist auf einer methodisch durchgängigen Systematik aufgebaut und kommt Denkweisen von zahlenorientierten Investoren und Entscheidern entgegen. 

Beitrag zum Wettbewerb für Freie Journalisten

Thema: Ich bin frei, weil............

 

 

Ich bin frei, weil ich ohne andere entscheiden konnte, über eine Abiturientenklasse zu berichten, die seit 1963 ununterbrochen Jahr für Jahr, insgesamt also schon fast 60mal ein Klassentreffen zelebrierte, dies immer zur Weihnachtszeit, in der gleichen Stadt, im gleichen Lokal und sogar am gleichen Tisch mit immer gleichem Wirt.

Ich bin frei, weil ich verhindern konnte, dass durch Corona eine solche Serie hätte plötzlich reißen können und das ein bitterer Schnitt gewesen wäre.

Ich bin frei, weil ich durch meine Arbeit eine breite Kommunikationsplattform bauen konnte, auf der die Zeitreise fiktiv weitergehen kann.

Ich bin frei, weil damit eine Filterblase, ein Milieu als letzte Rückzugskammer für Gleichgesinnte unbeschadet blieb, weil dadurch Meinungen als Gedanken und Stimmungen als Gefühle transportiert werden können.

Ich bin frei, weil es ohne dieses Gestern der Klassentreffen kein heute und ohne heute kein morgen nach der Pandemie geben würde.

Ich bin frei, weil ich mir die Mühe machen konnte, nicht nur das Gestern, sondern auch das Heute einer Pandemie zu verstehen, um wenigsten zu erahnen, was das Morgen sein könnte.

Ich bin frei, weil durch das Knüpfen von Kommunikationsbeziehungen in Texten längst schon verloren geglaubte Erinnerungen als Anker der Identität neu geweckt wurden und Vergangenes als Hefeteig erkannt wurde aus dem alles Später entstand und folgte.

Ich bin frei, weil Texte aus Vergangenem Neues schöpfen konnten und Vorhandenes neu formen konnten.

Ich bin frei, weil ein fiktives Klassentreffen deutlich machte, dass nichts ewig, alles und überall ist, sondern auch Gefahren drohen, geschichtslos zu werden und die Post-Gutenberg-Galaxis von schwarzen Löchern perforiert ist.

Ich bin frei, weil die Retrospektive eines Klassentreffens zeigt, dass der Einzelne allein aufgrund der Wissensmenge zur Selektion nicht immer fähig ist, wer sonst als „Freie“ sollen diese Aufgabe also erfüllen? Die wachsende Informationsflut erfordert nicht weniger, sondern mehr qualifizierte Selektion.

Ich bin frei, weil man mit einem fiktiven Klassentreffen, also bei einer Zeitreise mit Rückblicken tunlichst vermeiden konnte, durch eine rosarote Brille zu schauen und dabei aus altersbedingter Gefühlsduselei Vergangenes zu verherrlichen.  Da unser Gehirn ansonsten nun einmal so angelegt ist, Negatives im Laufe der Zeit eher auszublenden.

Ich bin frei, weil Klassentreffen eigentlich immer eine Win-Win-Situation sind, dort hat man wenig zu verlieren, kann aber dabei viel gewinnen. Einen besonderen Charme konnte ein fiktives Klassentreffen dadurch entwickeln, dass es mit besonderen Ereignissen verbunden wurde 

Ich bin frei, weil ich darüber schreiben kann, wie Klassentreffen beschaffen sein müssen, die gut auf Pandemien eingestellt sind. Und ob ein solches Klassentreffen nicht vielleicht ein genaues Gegenbild der letzten über 50 Klassentreffen wäre.

Ich bin frei, weil ich darüber berichten kann, was wie in diesem Falle hier ein Klassentreffen ohne viel Mobilität und ohne Netzwerke wäre, die weit über lokale oder beruflichen Bekanntschaften hinausreichen. Ohne manche, die immer wieder von weither über ganze Kontinente hinweg anreisen. Denn was bisher als globale Verflechtung gelobt wurde, zeigt sich im Rahmen der Pandemie als offene Flanke.

Ich bin frei, weil ich anhand eines Klassentreffens, die variierende Bereitschaften zur Konformität und Nonkonformität analysieren kann, wie der Grad der Zugehörigkeit zu einer Gruppe für die Reaktion auf pandemiebezogene Regelsetzungen entscheidend ist.

Ich bin frei, weil ich beobachten darf, wie im Vorfeld eines Klassentreffens, ein  maskiertes Gesicht das reiche Kommunikationspotenzial von Face-to-face-Kontakten der Spontaneität beraubt.

Ich bin frei, weil ich frei darüber entscheiden kann, dies alles wie fast alles, was mit Digitalisierung zu tun hat, vom Homeoffice aus und pandemiegeschuldet im insgesamt Zu-Haus-Bleiben-Modus zu machen.

Ich bin frei, weil ein Corona-Klassentreffen im Textformat neue Perspektiven schaffen kann, nach denen so viele auf der Suche sind.

 

Ich bin frei, weil ich ohne wirtschaftliche Zwänge oder Gefällt-mir-Leserbuttons entscheiden kann, aus allem diesem statt eines Kurzberichtes ein ganzes Buch zu machen, ein Buch, das ansonsten nie erschienen wäre und ein Klassentreffen, das ansonsten nie stattgefunden hätte.

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten.