Kreativ Gefühltes - Erinnerung, Pommern, Stettin, Fliegen, Hanau, Kesselstadt

In dieser atemlosen Zeit überwiegt oft das subjektive Gefühl, stets zu wenig Zeit zu haben. Wo alles sich beschleunigt, braucht man Räume, um zur Ruhe zu kommen, um Bewusstes und Unbewusstes in Beziehung setzen. Gedichte verkörpern dieses in idealer Weise. Die meisten sind angenehm kurz. Gedichteschreiber sind Menschen, die in wenigen Worten sehr viel über Dinge sagen können. Obwohl Gedichte meistens kurz sind, sind sie oft mit Bedeutung aufgeladen. In seiner radikalen Verdichtung erschließt sich ein Gedicht erst dann, wenn es langsam, möglichst mehrfach gelesen wird. So kann man das Gedicht sowohl als Ausdruck der Beschleunigung wie zugleich auch als Mittel der Entschleunigung ansehen. Die höchste Aufmerksamkeit kann ein Gedicht vor allem dadurch erlangen, wenn es bewusst jene Routinen durchbricht, deren Opfer wir sind. Wörter leben nicht nur mit der Sprache, wir leben aus ihr und von ihr. Sie formt uns und wir verbrauchen sie. Wörter sind es, die unsere Gedanken kanalisieren, unsere Vorurteile züchten und unser Verhalten steuern. Fotografie und Malerei verschmelzen miteinander  zu einer Verbindung aus Kamerablick und Malerauge. Dem Flieger hier dienten Fotografien als Erinnerungshilfen, um während des Malens die vielen Details immer vor Augen zu haben. Die Bilder des Fliegers dokumentieren, wie sehr die eigentliche profane Fotografie zum integralen Bestandteil der malerischen Idealisierung geworden ist.

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten.