Startup mit Gründer-Ampel (J. Becker Personalbilanz Lesebogen, Kindle Shop)

Zu einem personenbezogenen Bewertungsnetzwerk gelangt man am einfachsten und auf schnellstem Weg in der Form einer Eigenbewertung. Da man bei der Eigenbewertung quasi neben sich selbst als Person treten muss, besteht immer die Gefahr eines schiefen Blickwinkels. Da der Blick auf sich selbst von der Natur der Sache her immer eingeengt ist, kann dieser leicht zu positiv oder zu negativ verzerrt sein. Zum einen könnten objektiv vorhandene Schwächen durch eine rosarote Brille verdrängt werden. Zum anderen könnten aus lauter Angst vor Eigenlob und zu wenig Selbstbewusstsein, entscheidende Stärken selbst herabgewürdigt werden. Der Natur der Sache nach ist eine Eigenbewertung immer ein Parteien-Gutachten und wird daher von jedem anderen somit auch nur als parteiisch angesehen werden können. Es kommt also darauf an, dass alles getan wird, um Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der Personalbilanz abzusichern. Eine Personalbilanz wird keinesfalls dadurch wertlos, dass sie mit subjektiven Einschätzungen unterlegt wurde. Im Gegenteil: je offener und transparenter alle interessierenden Personalfaktoren nachvollziehbar gemacht werden, desto leichter lassen sich mögliche Einwände bereits im Vorfeld entkräften. Eine probates Mittel sind Transparenz und Ehrlichkeit: grundsätzlich sollten diese von innen heraus aufgebauten Analysen möglichst umfassend mit allgemeingültigen und unabhängigen Arbeitsproben, Arbeitszeugnissen, Referenzen u.a. belegt werden können. Wasserdicht werden alle Aussagen einer Personalbilanz aber vor allem, wenn diese von unabhängiger Seite testiert und abgesichert wird. So könnten alle dargestellten Schritte einer Eigenbewertung in gleicher Form durch eine Fremdbewertung ergänzt werden.

 

 

Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

Manchmal braucht man eine Geschichte, um Zusammenhänge plastisch zu beschreiben. Erzählte Sachverhalte sind leichter verstehbar.

Eigenverleger, die mehrere (vielleicht sogar viele) Bücher erstellen (wollen), dürfen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, was sich beim Kauf von Inhalten tut. Alternativen zum Inhalteverschenken rücken stärker in den Vordergrund: der Druck von im Printgeschäft wegbrechenden Umsätzen ist einfach zu groß. Zwar werden ständig neue Ideen auf den Markt gespült, um wegbrechende Printerlöse aufzufangen. Den Stein des Weisen aber scheint noch niemand gefunden zu haben. 

Jeder neue junge Text hat Eltern als Urheber in der Vergangenheit. Künstlichen Intelligenz (KI) bewirkt weltweit einen Umbau der Gesellschaften. Und vielleicht sogar ähnlich radikal wie vor Jahrtausenden durch die Erfindung der Schrift. Frage: Braucht man überhaupt noch Menschen, um Literatur, Bilder oder Musik zu schaffen? Was kann ein Künstler, was die Maschine nicht kann oder zumindest einmal können wird? 

Eigenverlegern reicht es nicht mehr, eine reine Plattform oder ein Vehikel für fremde Inhalte zu sein. Sie wollen eigene und exklusive Inhalte liefern, die Substanz haben. Es geht darum, Leser und Nutzer an sich zu binden, indem ihnen etwas geboten wird, das es sonst nirgendwo gibt. Inhalte als Monopol: Für Eigenverleger könnte sich hier eine Marktlücke auftun. Sie müssen eine Konkurrenz durch Netzwerke eher weniger befürchten.