Wirtschaft Mittelstand - Wissen ist mehr als Technologie

 

Wenn Erfahrungen zum Wissensmanagement zeigen, dass der wirtschaftliche Erfolg zu 80 Prozent von „soft factors“, d.h. der Wissenskultur, den gelebten Werten und Normen einer Organisation abhängig sind und nur zu etwa 20 Prozent von den genutzten Informations- und Kommunikationstechniken, was bedeutet das für den Mittelstand?

Für den Mittelstand bedeutet diese Erkenntnis, dass technologische Investitionen allein nicht ausreichen, um langfristig erfolgreich zu sein. Stattdessen müssen Unternehmen gezielt an ihrer Wissenskultur arbeiten. Konkret bedeutet das:

 

Wissenskultur aktiv gestalten

  • Offene Kommunikation und Vertrauen schaffen, damit Wissen geteilt wird.
  • Fehlerkultur etablieren, die Lernen aus Fehlern fördert, statt Bestrafung.
  • Anreize für Wissensaustausch setzen, etwa durch Anerkennung oder Belohnungssysteme.

Führungskräfte als Vorbilder

  • Führungskräfte müssen Wissen nicht nur konsumieren, sondern aktiv teilen.
  • Sie sollten eine Umgebung schaffen, in der Mitarbeiter ihr Wissen wertgeschätzt sehen.

Werte und Normen strategisch nutzen

  • Unternehmenskultur bewusst definieren und pflegen.
  • Klare Werte und Normen als Richtschnur für Zusammenarbeit und Innovation setzen.

Technik als Unterstützung – nicht als Selbstzweck

  • Digitalisierung gezielt nutzen, um Wissensmanagement zu erleichtern (z. B. KI-gestützte Systeme).
  • Tools zur Vernetzung einsetzen, aber immer mit Fokus auf die Menschen und ihre Zusammenarbeit.

Das heißt:

Mittelständische Unternehmen sollten ihre Unternehmenskultur als strategischen Erfolgsfaktor begreifen. Nur wenn Wissen aktiv geteilt und weiterentwickelt wird, entfaltet es wirtschaftlichen Nutzen. Die besten Technologien nützen wenig, wenn die Menschen sie nicht mit Leben füllen.

 

 

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Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandsorientierter Businessoptionen auf der Basis von Personalbilanzen und Standortbilanzen,

Jörg Becker Friedrichsdorf

J. Becker Denkstudio